»Public Eye«: Krebsmedikament als Geldmaschine – »Keytruda« hat in der Schweiz eine 88 prozentige Gewinnmarge

#Zürich, 13. April 2026

Der Blockbuster des US Konzerns Merck Sharp & Dome (#MSD) hat der #Onkologie zwar große Fortschritte, den Krankenkassen und Prämienzahlern aber noch viel größere Kosten beschert. Anhand von »#Keytruda« zeigt »Public Eye« zusammen mit dem International Consortium of Investigative Journalists (#ICIJ), dass die Forschungskosten und Entwicklungskosten für solche Krebspräparate nur einen Bruchteil dessen betragen, was »Big Pharma« seit Jahrzehnten behauptet. Bei »Keytruda« entsprechen sie nur 1,2 Prozent des bisher weltweit damit erzielten Umsatzes. Entsprechend gigantisch sind die zulasten der öffentlichen Gesundheitssysteme erzielten Gewinne.

Lesen Sie unseren Report 🔗 …

Mit 183,4 Millionen #Franken war »Keytruda« laut »#Helsana« im Jahr 2024 das kostenintensivste #Medikament auf dem Schweizer Markt. Der offizielle Preis pro Packung für diese Krebsbehandlung beträgt 4.294 Franken – und übertrifft damit den aktuellen Wert einer Unze Gold. Hinter diesen horrenden Zahlen und ihrer Kontinuität steckt eine komplexe Strategie, die »Public Eye« und #ICIJ aufgedeckt haben. In dessen Zentrum steht – wie schon in 2 vorherigen #Pharma #Recherchen von »Public Eye« für Produkte von #Novartis und #Roche – wieder die systematische Anhäufung von Patenten und das Preis #Powerplay mit den Behörden. Beim Kassenschlager Keytruda sind es insgesamt 80 Primärpatente und Sekundärpatente, mit denen MSD seine Monopolstellung schützt und dessen überrissenen Marktpreis aufrechterhält.

Die #Pharmaindustrie rechtfertigt ihre exorbitanten Preise speziell für Krebsmedikamente gebetsmühlenartig mit der kostspieligen Forschung und Entwicklung (»F & E«) und den hohen Risiken des Scheiterns. Vor zwei Jahren bezifferte der MSD Chef die »F & E« Investitionen für »Keytruda« auf 30 Milliarden Dollar. Public Eye hat sorgfältig nachgerechnet und kommt – unter Berücksichtigung der für den Wirkstoff #Pembrolizumab von MSD gesponserten klinischen Studien – auf »F & E« Kosten von nur 1,925 Milliarden US Dollar. Das ist ein Bruchteil (6,4 Prozent) des vom Konzernboss behaupteten Betrags und entspricht gerade mal 1,2 Prozent des mit »Keytruda« bisher weltweit erzielten Umsatzes. Selbst unter Berücksichtigung möglicher Misserfolge machen die »F & E« Kosten nur knapp drei Umsatzprozente aus.

Dank seiner vielen fragwürdigen Patente und der (bei kostspieligen Krebsmedikamenten besonders) intransparenten staatlichen Preispolitik hat MSD mit »Keytruda« quasi eine Gelddruckmaschine. Unsere Analyse deckt auf, dass Pharmariese in der Schweiz mit diesem Blockbuster eine Gewinnmarge von 88 Prozent einfährt, was die Behauptung der Pharmabranche und der USA, die Preise in der Schweiz und in Europa seien zu niedrig, Lügen straft. Um die Explosion von Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien endlich abzudämpfen, braucht es also dringend weniger Patente und mehr Transparenz – auch von den Schweizer Pharmakonzernen und der #Schweizer #Politik. Mehr 🔗 …

#NOW #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE