»#BernePark«: neuer Betreiber für das »#Maschinenhaus«

  • #Gastronomie und »#dasparkhotel« starten am 17. April 2026 in die neue Saison – mit Ibrahim Kabakci als neuem Leiter vor Ort

#Bottrop, #Emscher Region, 8. April 2026

Das »Maschinenhaus« im »BernePark« bekommt einen neuen Betreiber: Ab April 2026 übernimmt der in Bottrop bekannte Gastronom Ibrahim Kabakci den Betrieb des markanten Gebäudes, das einst die Steuerzentrale der ehemaligen Kläranlage der Emschergenossenschaft war. Neben dem gastronomischen Angebot soll das »Maschinenhaus« weiterhin ein wichtiger Treffpunkt für das Quartier sowie für Besucher des »BerneParks« und Gäste von »dasparkhotel« bleiben.

Die bisherige Betreiberin Ramona Kosobudzki, die das »Maschinenhaus« im vergangenen Jahr gemeinsam mit einer #Kinder #Mitmach #Kochschule geführt hat, wird sich künftig neu ausrichten. Dabei wird sie einen stärkeren Schwerpunkt auf ihr #Catering Angebot und ihre Kochschule legen. Gleichzeitig bleibt sie dem Standort Bottrop verbunden und führt ihr Angebot hier weiterhin fort.

Der »BernePark« startet derweil am 17. April 2026 in die neue Saison. Bis zu der Wiedereröffnung werden noch Renovierungsarbeiten im »Maschinenhaus« durchgeführt. »Wir möchten dem Haus ein Facelift geben. Dabei ist es uns wichtig, den industriellen Charakter des Gebäudes noch stärker herauszuarbeiten und gleichzeitig die Abläufe im gastronomischen Betrieb zu verbessern. So wird beispielsweise die Theke in den großen Gastraum verlegt«, erläutert Ibrahim Kabakci seine Planungen.

Gleichzeitig soll das Maschinenhaus weiterhin ein Ort der Begegnung für das Quartier bleiben. Auch die im »BernePark« geplanten Veranstaltungen wie das #Stadtteilfest oder die »#Extraschicht« werden durch den neuen Betreiber unterstützt.

»BernePark« als Quartiersstandort, Freizeitstandort und Tourismusstandort

Der Betreiberwechsel wurde durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Bottrop aktiv begleitet. Ziel war es, den gastronomischen Standort nachhaltig zu sichern und gleichzeitig neue Impulse für die Quartiersentwicklung sowie den Freizeitstandort und Tourismusstandort zu setzen. Die Stadt Bottrop und die #Emschergenossenschaft verfolgen mit dem Betreiberwechsel gemeinsam das Ziel, den Standort langfristig als Quartiersstandort, Freizeitstandort und Tourismusstandort zu stärken. Durch seine Lage am bei Radfahrenden und Wandernden äußerst beliebten Emscher Weg ist der »BernePark« bereits ein beliebtes Ziel für Touristen. Auch »dasparkhotel« ist als außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit – hier kann in #Kanal #Rohren genächtigt werden – ein Anziehungspunkt für Gäste aus dem Inland und Ausland. Zudem ist der Park aufgrund seiner besonderen Gestaltung ein vielbeachtetes Beispiel moderner #Landschaftsarchitektur.

Oberbürgermeister Matthias Buschfeld betont die Bedeutung des Standortes: »Der ›BernePark‹ ist ein wichtiges Standbein für unseren Freizeitstandort und Tourismusstandort, gleichzeitig aber auch eine wichtige Aufenthaltsfläche und Erholungsfläche für die Bottroper. Deshalb ist es uns sehr wichtig, hier auch künftig einen engagierten Betreiber zu haben, der den Standort weiterentwickelt. Die Stadt Bottrop und die Emschergenossenschaft haben hierbei sehr eng zusammengearbeitet. Diese Kooperation ist für einen solchen Standort von großer Bedeutung.«

Auch die Emschergenossenschaft als Eigentümerin des »BerneParks« begrüßt die Fortführung der positiven Entwicklung des Standortes. »Der ›BernePark‹ ist für uns ein wichtiger Ort entlang des blaugrünen Bandes zwischen der Emscher Quelle in #Holzwickede und der Emscher Mündung in den #Rhein bei #Dinslaken und #Voerde. Als einer von insgesamt 4 Emscher Höfen lädt der ›BernePark‹ zum Verweilen und zum Entdecken der neuen Emscher ein. Spannend ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Berne künftig als renaturierter #Fluss in einem naturnahen Bett verläuft. Nach Jahrzehnten der offenen Abwasserentsorgung wird das Abwasser inzwischen unterirdisch zu den Kläranlagen geleitet und die Gewässerstruktur umfassend revitalisiert. Einzig im Bereich des ›BerneParks‹ bleiben Teile der charakteristischen Betonsohlschalen als Denkmal und als nachhaltige Mahnung für #Umweltschutz und #Naturschutz erhalten«, sagt Liana Weismüller, Vorständig für Personal und #Nachhaltigkeit bei der Emschergenossenschaft.

Hintergrund: vom #Klärwerk zum #Bürgerpark

Der »B«ernePark ist neben dem Emscherquellhof in Holzwickede, dem Hof Emscher Auen in #Castrop #Rauxel und #Dortmund und dem Hof Emschermündung in Dinslaken einer von vier Höfen entlang der Emscher, die in den vergangenen Jahren von der Emschergenossenschaft entwickelt wurden. Er steht symbolisch für den Strukturwandel in der Region, der mit dem wasserwirtschaftlichen Umbau des Emscher Systems einhergegangen ist: Aus einem ehemaligen, abgesperrten Meideraum ist ein wahrer Freizeitort geworden. Mitte der 1950er Jahre in Betrieb genommen, war das Klärwerk damals eines der modernsten seiner Art in Deutschland. 1997 wurde es nach der Inbetriebnahme der Großkläranlage der Emschergenossenschaft in der Welheimer Mark stillgelegt und verweilte erst einmal still vor sich hin. Spaziergänger und Radfahrer konnten zwar von den oberhalb der Anlage liegenden Wegen einen Blick auf das sich wie im #Dornröschenschlaf befindende ehemalige Klärwerk erhaschen, mehr aber auch nicht – bis die Emschergenossenschaft im #Kulturhauptstadtjahr 2010 das Gelände gemeinsam mit der Stadt Bottrop und den Menschen im Stadtteil Ebel wachküsste und im Rahmen der Ausstellung Emscherkunst.2010 zu einem Bürgerpark umbaute.

Auch heute ist noch gut erkennbar, was einst zwei Klärbecken mit Durchmessern von 73 Metern waren: Das eine ist heute noch mit Wasser gefüllt – allerdings nicht mehr mit Abwasser, sondern mit sauberem Nass. Das andere Becken dagegen wurde komplett trockengelegt und ist bis heute der Blickfang schlechthin im »BernePark«: Nach Entwürfen des niederländischen Künstlers Piet Oudolf wurde ein mit mehr als 20.000 Stauden und Gräsern begrünter und begehbarer »#Senkgarten« errichtet, der in seiner Wirkung einem Amphitheater ähnelt – und mittlerweile viele Besucher zum Verweilen einlädt. Aus dem einstigen Meideraum, der Emscher Zone, ist längst ein Platz zum Verweilen geworden.

Schlafen im Kanalrohr

Rund 5 Millionen Euro wurden in den Umbau des Klärwerksgeländes zum »BernePark« investiert, gefördert wurde das Projekt vom Land Nordrhein Westfalen (Umweltministerium und Städtebauministerium). Für die Stadt Bottrop bedeutet die Umgestaltung ein deutliches Plus: Der »BernePark« ist nicht nur eine Aufwertung für die Wohnqualität im Stadtteil Ebel, sondern zieht mit seinem künstlerischen Anspruch zudem Gäste aus dem ganzen Ruhrgebiet sowie von außerhalb der Region an. Für internationale Schlagzeilen sorgte in den vergangenen Jahren »dasparkhotel« nach einer Idee des österreichischen Künstlers Andreas Strauss – denn wo sonst kann man sich schon in einem Abwasserkanal zur Ruhe betten? Buchungen für Übernachtungen sind übrigens bereits wieder möglich: online 🔗 – die 1. Nacht im Rohr kann ab dem 17. April 2026 verbracht werden.

Übrigens, schon gewusst? Das »#Kanalrohr #Hotel« im »#BernePark« symbolisiert die über 430 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen, die im Zuge des Emscher Umbaus von der Emschergenossenschaft verlegt wurden – sie ermöglichen erst den Wandel des einst offenen Schmutzwasserlaufs zu einem sauberen und idyllischen Fluss.

Emschergenossenschaft

Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher Umbau (1992 bis 2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebiets eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und 4 Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Radwegen und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der #Emscher und ihren Nebenläufen erlebbar und erfahrbar machen. Mehr 🔗 …

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