Plakat der Ausstellung »Bettina Heinen Ayech (1937 bis 2020)«, »Palme im Wüstensturm«, Aquarell auf Papier, 1973. Bild: Dr. Haroun Ayech, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
Bettina Heinen Ayech und die Künstlerkolonie Solingen, Ausstellung in der Wasserburg Haus Graven (Langenfeld), 12. April bis 5. Juli 2026
#Solingen, 1. April 2026
Der »#Förderverein #Wasserburg #Haus #Graven« präsentiert in #Langenfeld eine wunderbare Ausstellung mit Arbeiten von Bettina Heinen Ayech (1937 bis 2020) sowie den Protagonisten der Solinger Künstlerkolonie Erwin Bowien (1899 bis 1972) und Amud Uwe Millies (1932 bis 2008). Die 3 waren die wichtigsten Künstler der historischen Solinger Künstlerkolonie »Schwarzes Haus«. Als bedeutende Vertreter der #Pleinair #Malerei erlangten die Landschaftsmaler mit ihren ausdrucksstarken Werken in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts internationale Anerkennung.
Bettina #Heinen #Ayech und ihr Lebenswerk stehen derzeit wieder im Zentrum des Interesses der Kunstwelt. Es findet eine #Renaissance dieser bedeutenden Malerin statt. Dies dokumentieren zahlreiche Artikel in #Kunstmagazinen, diverse umfangreiche monographische Ausstellungen sowie zahlreiche posthume Auszeichnungen. Dazu zählt auch die Aufnahme in den exklusiven Kreis der 50 bedeutendsten historischen Frauenpersönlichkeiten Nordrhein Westfalens im Rahmen des Projekts »FrauenOrte NRW”. Besonders spektakulär ist die Neupositionierung von Bettina Heinen Ayech im internationalen »Pantheon World Projekt« des Massachusetts Institute of Technology (#MIT). Dort wird sie als eine der bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Zeit gewürdigt und ihr Lebenswerk auf die Weltbühne gehoben. In Deutschland nimmt sie unter allen Malern der Geschichte den prominenten Platz 25 ein. Bei den Malerinnen liegt sie nach Gabriele Münter und vor Paula Modersohn Becker auf Rang 2.
Bereits im Alter von 18 Jahren erregte die Solinger Malerin Aufmerksamkeit, als sie an der ersten großen internationalen Kunstausstellung der jungen Bundesrepublik teilnehmen durfte – gemeinsam mit Karl Schmidt Rottluff, Paul Klee, Max Beckmann, Max Ernst, Ernst Ludwig Kirchner und Käthe Kollwitz. Die Pleinair Malerin entwickelte einen ganz eigenen Aquarellstil. Nach intensiven Reisen durch Europa und einem längeren Aufenthalt in Ägypten ließ sie sich in Algerien nieder. Es waren vor allem ihr Mut, ihre unstillbare Neugier und ihr ungestümer Enthusiasmus, die es ihr ermöglichten, die Welt von Norwegen bis Sylt und von Paris bis Algerien immer wieder neu zu sehen und malerisch zu erfassen. Ihr Leben glich einem Abenteuerroman, den sie ganz der Malerei und der Völkerverständigung widmete.
Bettina Heinen Ayech wuchs als Tochter des Journalisten und Dichters Hanns Heinen (1895 bis 1961) und der Solinger Salondame Erna Heinen Steinhoff (1898 bis 1969) in den Häusern der Solinger Künstlerkolonie »Schwarzes Haus« auf. Bereits Anfang der 1920er Jahre gründete die gebildete und emanzipierte Erna Heinen Steinhoff zusammen mit ihrem Mann Hanns Heinen in Solingen einen kulturellen und literarischen Salon im Stil des 19. Jahrhunderts. Ende der 1920er Jahre lernte das Ehepaar Heinen den Maler Erwin Bowien (1899 bis 1972) kennen. Dieser bereicherte nach dem Krieg – zwischenzeitlich war er ins holländische Exil gegangen – den Salon um eine Malergemeinschaft. Zusammen mit Bettina Heinen Ayech (1937 bis 2020), der Tochter des Hauses, und dem Künstler Amud Uwe Millies (1932 bis 2008) bildete er das »Maler Dreigestirn« von Solingen. Sie ließen das alte Ideal der Landschaftsmalerei wiederaufleben. Entgegen dem Trend zur Abstraktion in der zeitgenössischen Kunst malten sie gegenständlich und sahen sich in der Tradition der klassischen Pleinair Malerei und der großen Künstlerkolonien der Jahrhundertwende. Gemalt wurde stets in der Natur, um das Gesehene vollständig zu erfassen und das jeweilige Licht und die Atmosphäre in ihrer Gesamtheit unmittelbar einzufangen.
Die Ausstellung »Bettina Heinen Ayech und die Künstlerkolonie Solingen« präsentiert zahlreiche Werke des Solinger Malerdreigestirns und deren Blick auf die Welt. »Besuchen Sie die wunderbare Ausstellung Bettina Heinen Ayech und die Künstlerkolonie Solingen 🔗, Öffnungszeiten samstags, sonntags und feiertags von 14 bis 17 Uhr, Eintritt frei«, mehr 🔗 …
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