Neuerwerbung einer Skulptur von Berlinde De Bruyckere mit Mitteln der Hermann Reemtsma Stiftung für die Hamburger Kunsthalle
- Die überlebensgroße figürliche Skulptur ist bis Ende Juli 2026 im Lichthof der Galerie der Gegenwart ausgestellt
#Hamburg, 25. Februar 2026
Die #Hamburger #Kunsthalle freut sich außerordentlich über ihren neuesten Erwerb: die #Skulptur »Zonder Titel« (Ohne Titel) (1993) der international bekannten belgischen Künstlerin #Berlinde De #Bruyckere, die mit Mitteln der Hermann Reemtsma Stiftung 🔗 angekauft werden konnte.
Berlinde De Bruyckere (geboren 1964, lebt und arbeitet in #Gent, #Belgien) zählt zu den renommiertesten Bildhauerinnen der Gegenwart. Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit stehen die großen Themen der menschlichen Existenz: Nähe und Distanz, Liebe und Schmerz, Verletzlichkeit und Resilienz. Entsprechend setzt die Künstlerin in ihren Skulpturen Materialien ein, die ambivalent gedeutet werden können. Im Fall von Zonder Titel ist es eine gebrauchte Decke: Sie symbolisiert sowohl Schutz, Sicherheit und Wärme, als auch Not, Krankheit und Verborgenes. Faszinierend und unheimlich zugleich stakst die überlebensgroße figürliche Skulptur auf Stelzenbeinen, die aus alten Feuerlöschern bestehen: Das tänzelnde Navigieren wird zum spannungsvollen Balanceakt.
Die bedeutende Neuerwerbung ist ab sofort bis Ende Juli 2026 im #Lichthof der #Galerie der #Gegenwart zu sehen. Diese frühe Skulptur der Künstlerin ergänzt auf kongeniale Weise ihre seit 2021 in den Sälen der Alten Meister präsentierte Skulptur »Arcangelo II«, 2020 (2020). In Referenz zu der Gestalt eines »Erzengels« balanciert bei dieser Arbeit eine fast gänzlich durch eine Decke aus #Wachs und #Tierhaar verhüllte Figur zwischen fallen und fliegen und berührt aktuelle Themen wie Fürsorge, Empathie und universelles Leid.
Die Hermann #Reemtsma #Stiftung fördert die #Hamburger #Kunsthalle als wichtige Partnerin seit vielen Jahrzehnten und ermöglicht bedeutende Erwerbungen, wichtige Restaurierungen sowie Forschungsprojekte und Wissenschaftsprojekte mit Bezug zur Sammlung der Hamburger Kunsthalle.
Prof. Dr. Alexander Klar, Direktor der Hamburger Kunsthalle: »Dass eine weitere, bedeutende Skulptur der international renommierten Künstlerin in unsere Sammlung eingeht, haben wir der großzügigen Unterstützung der Hermann Reemtsma Stiftung zu verdanken. Die vielfältigen Werke von zeitgenössischen Bildhauerinnen bilden einen wichtigen Sammlungsbereich der Hamburger Kunsthalle, der in den letzten Jahren von der Sammlungsleiterin Brigitte Kölle kontinuierlich aufgebaut und ausgebaut wurde. Dass Berlinde De Bruyckere uns eine frühe Skulptur übereignet hat, die in ihrem #Œuvre eine so zentrale Rolle einnimmt, dass sie sich bislang nicht von ihr trennen wollte, ist Vertrauensbeweis und Wertschätzung gleichermaßen. Das bedeutet uns viel – kann die Hamburger Kunsthalle als #Bürgermuseum doch nur durch das Engagement der Künstler und der Förderer gedeihen.«
Dr. Sebastian Giesen, Geschäftsführer der Hermann Reemtsma Stiftung: »Die kürzlich beendete Ausstellung von Berlinde De Bruyckere im Ernst Barlach Haus hat uns elektrisiert: ein frappierender und aufrüttelnder Dialog mit unserem Hauskünstler. De Bruyckeres ambivalentes Werk zwischen Wucht und Zartheit umkreist existentielle Themen des Menschseins – und ist darin Barlach verbunden. Zu sehen war auch die frühe Skulptur Zonder Titel (1993). Sie schlägt eine Brücke zu spektakulären Arbeiten wie »Arcangelo II«, 2020 (2020) in der Hamburger Kunsthalle, mit denen De Bruyckere international bekannt wurde. Daher folgten wir gerne dem Wunsch von Brigitte Kölle, diese beiden eindrucksvollen Hauptwerke in der Hamburger Kunsthalle dauerhaft zusammenzuführen.«
Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall 5, 20095 Hamburg 🔗 …
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