Scheinselbstständigkeit in der Pflege: ein unterschätztes Risiko mit ernsten Folgen

#Karlsruhe, 4. Juli 2025

Die Nachfrage nach flexiblen Pflegekräften ist hoch – insbesondere in der häuslichen 24 Stunden Betreuung. Viele Familien und Pflegedienste greifen daher auf freiberufliche Pflegekräfte zurück. Doch genau hier lauert ein rechtliches Risiko: Scheinselbstständigkeit. Was harmlos klingt, kann für Auftraggeber und Pflegekräfte schwerwiegende Konsequenzen haben.

Was ist #Scheinselbstständigkeit?

Von Scheinselbstständigkeit spricht man, wenn eine Person formal als Selbstständige auftritt, tatsächlich aber wie eine angestellte Person arbeitet – also zum Beispiel weisungsgebunden ist, feste Arbeitszeiten hat und in die Organisation des Auftraggebers eingebunden ist. In der Pflege ist das besonders heikel, da viele Tätigkeiten naturgemäß eng mit dem Alltag der betreuten Person verzahnt sind.

Typische Anzeichen für Scheinselbstständigkeit in der #Pflege

  • Die Pflegekraft arbeitet ausschließlich für einen Auftraggeber
  • Sie ist in den Tagesablauf eingebunden und muss sich an feste Zeiten halten
  • Es gibt keine unternehmerischen Freiheiten (zum Beispiel keine eigene Werbung, kein unternehmerisches Risiko)
  • Die Pflegekraft nutzt Räumlichkeiten und Materialien des Auftraggebers
  • Es besteht eine dauerhafte Tätigkeit ohne Vertretung

Rechtliche Folgen für Auftraggeber

  • Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen für bis zu 4 Jahre (gegebenenfalls auch rückwirkend bis zu 30 Jahre bei Vorsatz)
  • Strafrechtliche Konsequenzen wegen Vorenthaltens von Arbeitsentgelt (Paragraph 266 a STGB)
  • Rufschädigung und Vertrauensverlust bei Patienten und Angehörigen

Risiken für Pflegekräfte

  • Verlust des Krankenversicherungsschutzes und Rentenversicherungsschutzes
  • Steuernachzahlungen und Rückforderungen von Leistungen (zum Beispiel Elterngeld, Krankengeld)

Aktuelle Entwicklungen (Stand 2025)

Die Deutsche Rentenversicherung und der Zoll kontrollieren zunehmend Pflegeeinrichtungen und private Haushalte. Neue Urteile und Gesetzesinitiativen verschärfen die Anforderungen an eine echte #Selbstständigkeit. Es wird zunehmend argumentiert, dass Pflegeberufe nur schwer selbstständig ausgeübt werden können, was die rechtliche Lage weiter verkompliziert.

Fazit: Vorsicht statt Nachsicht

Die Beschäftigung freiberuflicher Pflegekräfte kann manchmal sinnvoll sein – aber nur bei klarer Abgrenzung zur abhängigen Beschäftigung. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte eine Statusfeststellung bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen, Verträge und Arbeitsabläufe rechtlich prüfen lassen, alternativ auf Pflegekräfte über Agenturen wie »Attendus 🔗« oder #Mini #Job #Modelle zurückgreifen.

Die sicherste Variante ist ein Deutscher Arbeitgeber wie »Humanis Pflege 🔗«, bei dem (in Deutschland) die Pflegekräfte angestellt sind. Dieser ist in ganz Deutschland tätig und wurde in den letzten Jahren mit der Bestnote 1,0 durch den Medizinsichen Dienst Der #Krankenkassen bestätigt.

Humanis GmbH

Als Pflegedienst mit über 35 Jahren Erfahrung bieten wir verschiedene Pflegedienstleistungen im Rahmen der häuslichen 24 Stunden Pflege an. Humanis ist für Pflegebedürftige, für Menschen mit Behinderung und Senioren die Alternative zum #Pflegeheim. Sicher und professionell versorgt Sie der bundesweite Pflege und Betreuungsdienst in Ihrem vertrauten Zuhause. Mehr 🔗 …