Webcard, Branche »Gedenkorte«
Foto: Christian Schröter, CC BY SA, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen
Die in den #Gehweg eingelassene #Bronzeplakette erinnert an den Standort der ehemaligen Gütersloher #Synagoge. Sie befindet sich an der heutigen #Daltropstraße, wo das jüdische Gotteshaus bis zu seiner Zerstörung in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 stand.
Die Inschrift lautet …
Hier stand die Synagoge
1765–1938
zerstört durch
NS Willkür
Die Plakette wurde 2005 auf Initiative des Heimatvereins Gütersloh verlegt. Anders als ein freistehender Gedenkstein markiert sie unmittelbar den historischen Ort und macht ihn im Alltag sichtbar. Wer die Straße entlanggeht, begegnet der Erinnerung dort, wo sich das Gebäude einst befand.
Gestalterisch orientiert sich die Plakette an einer zurückhaltenden Form des Erinnerns. Sie ist ebenerdig in das Pflaster eingelassen und fügt sich bewusst in den Straßenraum ein. Dadurch unterscheidet sie sich von klassischen Mahnmalen, die häufig als freistehende Monumente gestaltet sind.
In ihrer Formulierung unterscheidet sich die Plakette von dem bereits 1984 errichteten städtischen Gedenkstein. Während dieser die Verantwortung für die Zerstörung der Synagoge deutlicher benennt, verwendet die Bodenplakette die allgemeinere Formulierung »zerstört durch NS Willkür«. Beide Mahnmale dokumentieren damit unterschiedliche sprachliche Ansätze der Erinnerungskultur.
Heute erinnert die Gedenkplakette gemeinsam mit dem städtischen Gedenkstein an die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Gütersloh und an die Zerstörung ihrer Synagoge während der Novemberpogrome 1938.
Gedenktafel ehemalige Synagoge GüterslohExterner Inhalt
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