#Bitkom: #Unternehmen können auf internationale #Datentransfers nicht verzichten

  • 2 Drittel übertragen personenbezogene #Daten in Länder außerhalb der #EU
  • 3 Viertel fordern Rechtssicherheit von der #Politik

#Berlin, 9. Januar 2026

Ob Cloud Plattformen, Videokonferenzen und Kollaborationstools oder Rund um die Uhr #Support: Die große Mehrheit der Unternehmen (62 Prozent) in Deutschland überträgt personenbezogene Daten in Länder außerhalb der EU. Fast die Hälfte (45 Prozent) transferiert die Daten an externe Dienstleister, 41 Prozent an #Geschäftspartner zu gemeinsamen Zwecken und 19 Prozent an Konzerntöchter oder andere Konzerneinheiten. Zugleich fordern 78 Prozent von der Politik Rechtssicherheit bei internationalen Datentransfers. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. »Internationale Datentransfers sind unverzichtbar für eine globale Wirtschaft. Dabei verunsichert die häufig unklare Rechtslage viele Unternehmen«, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der #Bitkom Geschäftsleitung.

Fast alle Unternehmen, die personenbezogene Daten ins Nicht EU Ausland transferieren, tun dies, um auf Cloud Angebote (96 Prozent) oder Kommunikationssysteme und Videokonferenzsysteme (90 Prozent) zuzugreifen. 2 Drittel (66 Prozent) nutzen weltweite #Dienstleister, etwa für einen 24/7 Sicherheitssupport. Rund 1 Drittel (38 Prozent) nutzen Services für Abrechnungen oder Datenbankmanagement, die Daten in Länder außerhalb der EU übertragen. 31 Prozent haben Unternehmensstandorte außerhalb der EU, 18 Prozent arbeiten mit Partnern außerhalb der EU zusammen, etwa bei Forschung und Entwicklung.

Ein Verzicht auf die Verarbeitung personenbezogener Daten außerhalb der EU hätte für die Unternehmen gravierende Folgen. 3 Viertel (75 Prozent) hätten unmittelbar höhere Kosten, 71 Prozent Wettbewerbsnachteile gegenüber Unternehmen aus Nicht EU Ländern und 2 Drittel (66 Prozent) warnen, dass dann globale Lieferketten nicht mehr funktionieren würden. 57 Prozent könnten bestimmte Produkte oder Dienstleistungen nicht mehr anbieten, 25 Prozent nur noch mit einer schlechteren Qualität. 50 Prozent fürchten ein Aus für ihren globalen #Security Support. 29 Prozent müssten ihre Konzerndatenverarbeitung umbauen und 23 Prozent würden im Innovationswettbewerb zurückfallen. Kein einziges Unternehmen sieht keine dieser Folgen. »Bei der Diskussion über Datentransfers geht es nicht um die Frage, welche Software man einsetzt. Ein Ende internationaler Datentransfers hätte unmittelbare und massive Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft«, sagt Dehmel.

Am häufigsten fließen Daten in die USA. 61 Prozent der Unternehmen, die personenbezogene Daten ins Nicht EU Ausland transferieren, übertragen sie dorthin. Am häufigsten werden dafür sogenannte #Standardvertragsklauseln als Rechtsgrundlage genutzt (80 Prozent), dahinter folgen Binding Corporate Rules (23 Prozent) sowie das EU US #Data #Privacy #Framework (21 Prozent) und Einwilligungen (12 Prozent). 19 Prozent geben an, dass sie derzeit den Datentransfer noch umstellen oder darüber diskutieren, wie mit dem Wegfall früherer Regelungen umgegangen werden soll. Nach den #USA ist #Großbritannien mit 43 Prozent wichtigstes Land für Datentransfers, gefolgt von #Indien (24 Prozent), #Japan (13 Prozent), #China (12 Prozent), der #Ukraine (7 Prozent), der #Türkei (6 Prozent) und #Südkorea (5 Prozent). Nach #Russland transferiert kein Unternehmen Daten.

Hinweis zur Methodik

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom #Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von der 30. bis zur 35. Kalenderwoche 2025 statt. Die Umfrage ist repräsentativ.

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