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»Die Linke« Gütersloh: Kein Platz für Gülle und Lobbyisten in NRW


Der westfälische Bauernpräsident, ignorant und verantwortungslos …

Artikel vom 12. 3. 2017
»Die Linke« Gütersloh: Kein Platz für Gülle und Lobbyisten in NRW
Uschi Kappeler, Michael Pusch
»Noch Platz für Gülle« in NRW sieht Johannes Röring, CDU-Bundestagsabgeordneter und westfälischer Bauernpräsident. 40 Prozent der Grundwasservorkommen in NRW weisen bereits eine zu hohe Nitratbelastung auf. Vor allem Kinder sind gefährdet. Die industrielle Landwirtschaft vergiftet unser Wasser zudem mit Antibiotika, Herbiziden und Pestiziden.

Doch Röring sieht die Bedrohung woanders. Die in den menschlichen »Rückständen« enthaltenen Arzneien und Hormone würden die Äcker schädigen. Es stimmt, Arzneien und Hormone gefährden Böden und Wasser. Aber eben vor allem durch die Gülle, die Röring für »einen extrem guten Dünger« hält. Das Wort »Massentierhaltung« mag er folglich nicht und die ‚Initiative Tierwohl‘ soll künftig das Tierwohl »messen«. Doch die ‚Initiative Tierwohl‘ hat ihre Alibifunktion spätestens mit dem Austritt des Tierschutzbundes verloren.

Wer die Glaubwürdigkeit von Johannes Röring beurteilen will, werfe einen Blick auf abgeordnetenwatch.de. Im Ranking der Nebeneinkünfte von Abgeordneten des Deutschen Bundestages steht Röring mit 290.500 Euro auf Platz vier.

Bei solchen Repräsentanten schwindet zu Recht die Anerkennung für die Bauern. Zugleich können und wollen Funktionäre wie Röring nicht verhindern, dass immer mehr Landwirte gezwungen sind ihre oft seit Generationen bewirtschafteten Höfe aufzugeben. Sie sind Opfer eines Systems, dass auf Massenproduktion und Ausbeutung setzt.

»Die Linke« ist für ein Verbot der Massentierhaltung, die Umstellung der gesamten Landwirtschaft auf ökologischen Betrieb und für die Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Selbstvermarktung, regionale und saisonale Versorgung sollten Vorrang haben. Ziel ist der Zugang zu gesunden, umweltverträglich und fair produzierten Nahrungsmitteln für alle.

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