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Wie gehen Einbrecher vor und woran scheitern sie?


Noch immer geschieht alle 7 Minuten ein Einbruch.

Lesedauer 2 Minuten, 41 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 20. Januar 2022, DOI: https://www.guetsel.de/content/35020/8188771.html
Wie gehen Einbrecher vor und woran scheitern sie?


Wie gehen Einbrecher vor und woran scheitern sie?


Was kann ich tun?

  • Noch immer geschieht alle 7 Minuten ein Einbruch
  • Fast jeder 2. Einbruch bleibt im Versuch stecken
  • Mechanische Sicherheitstechnik schützt
  • Auch #Alarmanlagen und soziale Kontrolle leisten einen Beitrag
  • #Polizei bietet kostenlose und neutrale Sicherheitsberatung

Wie im #Fernsehen mit einem Glasschneider ein kreisrundes Loch in die Fensterscheibe schneiden? Nein, weit gefehlt. Die allermeisten Einbrecher hebeln einfach mit einem Schraubenzieher an Fenstern oder Türen. Etwa 70 Prozent, so die Kölner Studie, nutzen diesen Modus operandi. Ungesicherte Fenster und Türen sind auf diese Weise in wenigen Sekunden geöffnet. 
Ins #Glas ein kleines Loch zu schlagen, trauen sich immerhin knapp 7 Prozent der Täter, um dann die Hand durchzustecken und den Griff von innen zu entriegeln.

Und was ist mit Bohren, Picken, Ziehen und sonstigen Methoden, den Profilzylinder der Tür zu knacken? Alles eher selten, weil es für die meisten Einbrecher zu kompliziert, zur teuer und zu auffällig ist.

Übrigens: 9 Prozent der Einbrecher haben richtig Glück. Sie finden ein gekipptes Fenster.



Sicherheitstechnik schützt

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Fast jeder zweite Einbruch bleibt inzwischen im Versuch stecken. Denn: Die wenigsten Einbrecher sind hoch ausgerüstete »Profis« – die meisten Langfinger sind Gelegenheitstäter, die einfach nur einen Schraubenzieher mit dabei haben. »Schnell rein, schnell raus«, so lautet die Devise. Wer Einbrecher aufhalten will, muss ihnen etwas nehmen, das sie nicht haben: Zeit. Das Risiko für sie, entdeckt zu werden, steigt mit jeder Sekunde – sie brechen die Tat ab.

Und dabei spielt die verbaute Sicherheitstechnik eine große Rolle. Laut Kölner Studie scheitern die Täter in 46 Prozent der Fälle an Haus- und Wohnungstüren, weil sie auf eine Mehrfachverriegelung, Zusatzschlösser, Querriegel, ein massives Türblatt und gesicherte Profilzylinder stoßen. In 44 Prozent der Fälle setzen Pilzkopfzapfenbeschläge, abschließbare Fenstergriffe, Aufschraubsicherungen und Schutzstangen an Fenster und Fenstertüren Einbrechern ein unüberwindbares Hindernis entgegen. 10 Prozent der Langfinger ließen aufgrund einer vorhandenen Alarmanlage von ihrem Vorhaben ab.

Und auch eine gut funktionierende Nachbarschaft kann Einbrechern den Tag vermiesen. Denn ein gut vernetztes Wohnumfeld erhöht die soziale Kontrolle und damit das Entdeckungsrisiko für die Täter.

Sicherheit Schritt für Schritt


Eigentümer und Mieter  können in drei Schritten Haus oder Wohnung vor Einbrechern sicherer machen. 

Schritt 1, Sicherheitsberatung bei der polizeilichen Beratungsstelle

Die  polizeilichen Fachberater informieren zu Täterarbeitsweisen, richtigem Verhalten und sinnvoller Sicherheitstechnik. 

Schritt 2, Umsetzung der polizeilichen Empfehlungen:

Facherrichter, wie die  Mitglieder einer »#Zuhause #sicher« #Schutzgemeinschaft, sind in der Lage, für den fachgerechten Einbau geprüfter Sicherheitstechnik zu sorgen und die Empfehlungen der Polizei technisch umzusetzen. 

Schritt 3, Übergabe der Präventionsplakette

Wer schließlich das eigene Zuhause mit einbruchhemmender Sicherheitstechnik und Rauchmeldern gemäß Bauordnung ausgestattet, eine gut lesbare Hausnummer an der Hauswand angebracht und ein Telefon am Bett platziert hat, kann die Präventionsplakette des Netzwerkes »Zuhause sicher« erhalten. Zudem gewähren die im Netzwerk »Zuhause sicher«  engagierten Versicherer einen Nachlass in der Hausratsversicherung.  

Mehr Informationen zu Täterarbeitsweisen, Schwachstellen am Gebäude, sinnvoller Sicherheitstechnik und richtigem Verhalten bieten die Polizeilichen Beratungsstellen deutschlandweit kostenlos und kompetent.


Das Netzwerk »Zuhause sicher«

»Zuhause sicher« möchte für Einbruchschutz und Brandschutz sensibilisieren. Ein Einbruch kann traumatisieren, ein Wohnungsbrand tödlich sein. Seit 2005 arbeiten im gemeinnützigen Netzwerk »Zuhause sicher« Polizei und Kommunen, Handwerksbetriebe und Handwerksorganisationen, Industrieunternehmen und Versicherer zusammen, damit Ratsuchende zuverlässige Informationen und eine kompetente Begleitung auf dem Weg zum sicheren Zuhause erhalten – von der polizeilichen Beratung über die handwerkliche Montage bis zur Präventionsplakette.

Salenti

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