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Aktueller Ipsen Angehörigen Report »Krebs«, Krisenmanager und Kraftquelle, pflegende Angehörige brauchen Unterstützung

Krebs ist nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Statistisch gesehen erkranken jeder zweite Mann und fast jede zweite Frau im Laufe ihres Lebens daran.

Lesedauer 4 Minuten, 40 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 5. Februar 2022, DOI: https://www.guetsel.de/content/36300/2817108.html
Aktueller Ipsen Angehörigen Report »Krebs«, Krisenmanager und Kraftquelle, pflegende Angehörige brauchen Unterstützung
Bild: Ipsen

Aktueller Ipsen Angehörigen Report »Krebs«, Krisenmanager und Kraftquelle, pflegende Angehörige brauchen Unterstützung

München (ots)

Krebs ist nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Statistisch gesehen erkranken jeder zweite Mann und fast jede zweite Frau im Laufe ihres Lebens daran. [1] Unterstützende und pflegende Angehörige leisten im gesamten Krankheitsverlauf einen wertvollen Beitrag für eine gute Lebensqualität der Erkrankten und zum Gelingen einer Therapie. Und dabei haben sie so gut wie keine Lobby. Der aktuelle Angehörigen-Report »Krebserkrankung und ihre Folgen« der Initiative »Räume zum Reden« des pharmazeutischen Unternehmens #Ipsen ergab, dass sich fast zwei Drittel (63,1 Prozent) der befragten Angehörigen von Menschen mit #Krebs mehr Unterstützung wünschen.

Laut der in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen Civey erstellten repräsentativen Online-Erhebung mit mindestens 2.000 betroffenen Angehörigen ab 18 Jahren pro Frage sind unterstützende und pflegende Familienmitglieder von Krebspatienten rund um die Uhr im Einsatz. Unter der damit einher gehenden psychischen und körperlichen Dauerbelastung leiden sie erheblich. Dabei fühlen sie sich mehrheitlich allein gelassen. So gaben 69,9 Prozent an, dass sie keinerlei Programme kennen, bei denen Angehörige und Freunde von Krebspatienten psychische Unterstützung erhalten können.

Wie Ivo Sulovsky, Geschäftsführer von Ipsen Pharma in Deutschland, Österreich und der Schweiz, anlässlich der Veröffentlichung des Reports rund um den Weltkrebstag am 4. Februar 2022 betont, zeigten die Ergebnisse,wie dringend die Belastung der Angehörigen vermindert werden müsse - und wie sehr ihr kräftezehrendes und oft selbstloses Engagement eine Stimme in der öffentlichen Diskussion verdiene

Pflegende Angehörige schließen eine Versorgungslücke im Gesundheitssytem

Sulovsky: »Die Angehörigen schließen mit ihrer seelischen und auch praktisch-organisatorischen Unterstützung eine Lücke in unserem Gesundheitswesen, die unsere derzeitigen Strukturen nicht abbilden können. Der Initiative Räume zum Reden ist es deshalb ein Anliegen, mittelfristig Veränderungen zur Verbesserung ihrer Situation durch mehr Dialog der verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen und im Sinne einer besseren integrierten Versorgung herbeizuführen.« Durch bessere Strukturen und weniger Sektorengrenzen an den Schnittstellen der Versorgung, beispielsweise nach der Entlassung aus der Klinik, sei dies möglich. Denn die Familie muss entlastet werden – sie trägt maßgeblich zum Therapieerfolg bei, indem sie Pflege und organisatorische Unterstützung übernimmt, die unumgänglich für den Erfolg einer Therapie und die Versorgung von Erkrankten ist. Die Angehörigen sind eine wichtige Stütze des Gesundheitssystems. Dabei treten deren eigene Sorgen um die Zukunft, die Organisation des Alltags oder den Verlust eines geliebten Menschen oft völlig in den Hintergrund.

Krebstherapie und ihre Folgen belasten die Angehörigen

Rund die Hälfte der unterstützenden und pflegenden Angehörigen gibt an, durch die Therapie eines an Krebs erkrankten Angehörigen eigene Belastungen zu empfinden (30,7 Prozent »Stark« und 17,9 Prozent »Teils, teils«). Die am häufigsten genannten Gefühle sind Angst (37,6 Prozent), Trauer (30,4 Prozent) und Erschöpfung (24,5 Prozent). 31,3 Prozent der Befragten leiden nach eigener Auskunft zumindest gelegentlich unter psychischen Beschwerden. 32,1 Prozent berichten von bedrückter Stimmung, für 23,5 Prozent der betroffenen Angehörigen bestimmt die Erkrankung auf der Gefühlsebene den Alltag.

Auszeiten und eigene Ressourcen: Einschränkungen des sozialen Lebens

Laut des Angehörigen Reports hat ein Drittel aller Betroffenen (33 Prozent) keine Zeit mehr, sich um sich selbst zu kümmern, Auszeiten zu nehmen oder ein Hobby zum Ausgleich auszuüben. Besonders belastet sind die 40 bis 49 Jährigen, die häufig im Dreiecksverhältnis zwischen forderndem Berufsleben, Kindererziehung und Unterstützung der Angehörigen stehen. Bei 17 Prozent der Frauen und rund 6 Prozent der Männer nimmt die Pflege eines krebskranken Angehörigen 75 Prozent und mehr ihrer gesamten Freizeit ein.

Verändertes Gefüge in Familie und Partnerschaft: Studenten besonders betroffen

Krebserkrankungen bringen auch das Familiengefüge durcheinander. Wenn ein vormals aktiver und belastbarer Elternteil plötzlich erkrankt, verschieben sich die Rollen innerhalb der Familie. 27,1 Prozent aller befragten Angehörigen erleben für sich eine starke Veränderung ihrer Rolle und 24,6 Prozent immerhin eine geringe Veränderung.

Auffallend ist, dass Studenten mit Abstand am stärksten (55 Prozent) davon betroffen sind. PD Dr. med. Anja Rinke, Koordinatorin des Europäischen Exzellenzzentrums für neuroendokrine Tumoren am Universitätsklinikum Marburg und wissenschaftliche Beirätin des Angehörigen-Reports Krebs, interpretiert dies wie folgt: »Studenten sind ja gerade erst in der Phase des Erwachsenwerdens und der Loslösung vom Elternhaus. Wenn in dieser Phase beispielsweise ein Elternteil plötzlich durch ein Krebsleiden deutliche Einschränkungen erlebt, kehrt sich quasi die Rolle um: Plötzlich müssen sie als junge Erwachsene, die häufig noch keinen klaren Plan für die eigene Zukunft haben, die Versorgung und die stärkende Rolle für einen Elternteil übernehmen. Vermutlich wird von ihnen auch noch mehr Engagement als bei einer berufstätigen Person erwartet, da sich Studieren und Einsatz für den Angehörigen gegebenenfalls besser miteinander vereinbaren lassen als es bei regelmäßiger Berufstätigkeit der Fall wäre.«

Den vollständigen Ipsen Report »Krebserkrankung und ihre Folgen« zum Download sowie hilfreiche Informationen und Unterstützungsangebote für Angehörige von Krebspatienten findet man unter www.raeume-zum-reden.eu.

Über die Ipsen Pharma GmbH

Die Ipsen Pharma GmbH, Ländergesellschaft der Ipsen-Gruppe für Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH), vertreibt in Deutschland seit über 40 Jahren verschiedene Präparate zur Therapie in den Bereichen Onkologie, Neurowissenschaften und Seltene Erkrankungen, für die ein hoher, nicht gedeckter medizinischer Bedarf besteht. Für die Ipsen Pharma GmbH waren 2020 rund 200 Mitarbeiter tätig. Die Firmenzentrale für die DACH-Region, der Münchener Sky Tower, ist einer der modernsten Arbeitsplätze Europas und bietet beste Rahmenbedingungen für die Entwicklung weiterer therapeutischer Innovationen. Mehr Informationen unter www.ipsen.com/germany.

Über die Ipsen Gruppe

Ipsen ist ein global agierendes mittelständisches Biopharmaunternehmen mit Fokus auf der Entwicklung und dem Vertrieb medizinischer Lösungen in den Therapiebereichen Onkologie, Neurowissenschaften und Seltene Erkrankungen. Ipsen vertreibt weltweit mehr als 20 Präparate in 115 Ländern bei direkter Handelspräsenz in mehr als 30 Ländern. 2020 erzielte die Unternehmensgruppe mit weltweit rund 5.700 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz von 2,5 Milliarden Euro. Die Forschungs und Entwicklungsstandorte von Ipsen befinden sich in Paris-Saclay (Frankreich), Oxford (Vereinigtes Königreich), Cambridge (Vereinigte Staaten von Amerika) und Shanghai (China). Ipsens Aktien werden in Paris gehandelt (Euronext: IPN) und in den USA über ein Sponsored Level I American Depositary Receipt Programm (ADR: IPSEY). Weitere Informationen unter www.ipsen.com.

1.) Zentrum für Krebsregisterdaten RKI

Salenti

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