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Geschäftsbericht der Stadtwerke


Stabile Marktposition ermöglicht Stadtwerke-Gruppe starkes Engagement für Klimaschutz und Infrastruktur …

Artikel vom 23. 3. 2018
Geschäftsbericht der Stadtwerke
Ralf Libuda (Geschäftsführer), Ursula Krieft-Meier (Betriebsleiterin Welle) und Christoph Nath (kaufmännischer Leiter)
Im Vergleich zu anderen lokalen Versorgungsunternehmen haben sich die Stadtwerke Gütersloh auch im vergangenen Jahr überdurchschnittlich gut im hartumkämpften Energiemarkt behauptet. Mit ihrem Strom erreichten sie im Geschäftsjahr 2017 einen Marktanteil von 76,3 Prozent. Beim Gas lag er bei 74,2 Prozent. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt betrugen diese Werte bei Stadtwerken 57,3 und 66,8 Prozent. »Unsere Kunden danken es uns, dass wir eben viel mehr als irgendein Energie- und Wasserlieferant sind – nämlich der breit aufgestellte Infrastruktur-Dienstleister vor Ort, der sich auf vielfältige Weise für die Lebensqualität in unserer Heimat einsetzt«, betonten Stadtwerke-Geschäftsführer Ralf Libuda und der kaufmännische Leiter Christoph Nath bei der Vorstellung des Geschäftsergebnisses 2017. Als Beispiele für dieses Engagement nannten sie die hohen Investitionen in erneuerbare Energien und in die umfangreiche Neugestaltung des Freizeitbades »Welle«.

Mit einem Volumen von 148 Millionen Euro lag der Umsatz unwesentlich unter dem Vorjahreswert von 150,5 Millionen Euro. Nach Ertragssteuern und sonstigen Abgaben ergab sich ein Konzernbilanzgewinn von rund 912.000 Euro. Dass er deutlich unter dem Vorjahreswert von 3,5 Millionen Euro lag, ist im Wesentlichen auf die sogenannte »Welle-Delle« infolge der umbaubedingten, einjährigen Schließung des Bades zurückzuführen. Zudem belasteten die erheblichen Materialaufwendungen für die Sanierung das Ergebnis. Durch die Gewinnabführung, Konzessionsabgabe und Gewerbesteuer flossen im vergangenen Jahr von den Stadtwerken mehr als 6,5 Millionen Euro an die Stadt Gütersloh.

Strom ist weiterhin der größte Umsatzträger

»Das Jahr 2017 war erneut durch hohen Wettbewerbsdruck, insbesondere im Strom- und Gas-Segment geprägt. Vor diesem Hintergrund können wir mit unserem Ergebnis sehr zufrieden sein«, unterstrich der kaufmännische Leiter Christoph Nath. Größter Umsatzbringer war weiterhin der Strom mit 83,3 Millionen Euro beziehungsweise 339 Millionen Kilowattstunden/kWh (2016: 85,2 Millionen Euro beziehungsweise 344 Millionen Kilowattstunden). Der Gasabsatz lag mit 1,2 Gigawattstunden etwas über dem Vorjahresniveau von 1,1 Gigawattstunden. Aufgrund der Preisentwicklung stieg der Umsatz nur geringfügig von 40,2 auf 40,6 Millionen Euro. Mit einem Volumen von 5,4 Millionen Kubikmetern blieb der Wasserabsatz unverändert.

Unvermindert ist auch die hohe Qualität des Trinkwassers in Gütersloh, zu dessen Schutz vor Einträgen aus landwirtschaftlichen Flächen bereits seit 1991 eine Kooperation mit der ansässigen Landwirtschaft besteht. Ziel ist es hierbei, die Belastung des Grundwassers durch Pflanzenschutz- und Düngemittel zu vermeiden bzw. möglichst gering zu halten. Darüber hinaus betreiben die Stadtwerke Gütersloh seit 1978 ein eigenes Labor für Trinkwasser und Umweltschutz zur regelmäßigen Kontrolle der Wasserqualität.

Hohe Investitionen in Freizeitbad »Welle« tragen erste Früchte

Für das Freibad am Nordbad war 2017 ein hervorragendes Jahr – es verzeichnete einen Besucheranstieg auf 89.700. Grund hierfür war die wegen des Umbaus der »Welle« verlängerte Freibad-Saison. Bedingt durch die Sanierung des Freizeitbades sanken allerdings die Umsätze der Bädersparte 2017 auf 1,3 Millionen Euro (Vorjahr: 2,3 Millionen Euro). Die Zahl der Badegäste ging insgesamt von 490.000 auf 292.000 zurück. Die im Gütersloher Freizeitbad angesiedelte und trotz der Bautätigkeit weiterhin geöffnete JärveSauna musste ebenfalls einen Besucherrückgang von 54.800 auf 48.900 hinnehmen. »Angesichts der nicht ganz vermeidbaren Beeinträchtigungen der Sauna-Gäste durch die Bauarbeiten im direkt angrenzenden Bädertrakt ist dies aber ein durchaus guter Wert«, sagte Ralf Libuda.

»Zwischenzeitliche Einbußen bei unserem Ergebnis nehmen wir in Kauf, wenn sie daraus resultieren, dass wir in die Zukunft Güterslohs investieren«, bekräftigte der Geschäftsführer. Dass die elf Millionen Euro für die umfassend sanierte und modernisierte »Welle« gut angelegt seien, zeige sich jeden Tag aufs Neue. »Unser Freizeitbad ist seit der Wiedereröffnung am 23. Januar dieses Jahres ein echter Publikumsmagnet. Die Besucherzahlen liegen aktuell knapp 60 Prozent über dem Vergleichszeitraum im Jahr 2016 vor dem Umbau. Der besucherstärkste Wochentag ist der Sonntag mit durchschnittlich 2.100 Gästen«, unterstrich Ralf Libuda. Die neuen Attraktionen - darunter beispielsweise die beiden Riesenrutschen, die Kinder-Planschzone mit virtueller Meereswelt, das Außenschwimmbecken und die moderne Gastronomie - sorgen durchweg für positive Resonanz. »Hinzu kommt, dass wir nicht nur baulich einen Quantensprung vollzogen haben, sondern mit einem deutlich erweiterten Kursangebot für alle Altersgruppen auch inhaltlich neue Impulse setzen«, ergänzte der Geschäftsführer.

Das Jahr 2017 war für die Unternehmensgruppe zudem von hohen Investitionen in die Windkraft geprägt. Hierzu zählen der Anfang August eröffnete Windpark Hasselbach an der Grenze von Bielefeld zu Verl, ein Kooperationsprojekt mit den Stadtwerken Bielefeld (Investitionsvolumen in Summe 16 Millionen Euro), als auch der Ende September fertiggestellte Windpark Gütersloh im Ortsteil Kattenstroth (zwölf Millionen Euro Gesamt-Investition). Dieser erste komplett in Eigenregie betriebene Windpark liefert jährlich einen Energieertrag von 16,8 Millionen Kilowattstunden, der im Umspannwerk Am Domhof direkt ins Gütersloher Netz eingespeist wird. Die Anbindung an das 4,5 Kilometer vom Windpark entfernte Umspannwerk nahm die Netzgesellschaft Gütersloh vor. Rund 5.000 Haushalte in Gütersloh werden auf diese Weise umweltfreundlich mit Strom versorgt. Die Öko-Bilanz des Parks weist pro Jahr eine Kohlendioxyd-Reduktion von 5.100 Tonnen auf. Der größer dimensionierte Windpark Hasselbach liefert Energie für 7.800 Haushalte und spart pro Jahr sogar 14.700 Tonnen Kohlendioxyd ein. »Diese eindrucksvollen Zahlen belegen, dass wir im vorigen Jahr weitere wichtige Meilensteine für die Energiewende vor Ort geschaffen haben. Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen ganz oben auf unserer Agenda – deshalb sind wir mittlerweile an sechs Windparks beteiligt, von denen sich fünf in unserer Region befinden«, hob Ralf Libuda hervor. Die Stadtwerke-Unternehmensgruppe hat im vorigen Jahr in die Windkraft, die »Welle« und weitere Infrastrukturprojekte insgesamt mehr als 50 Millionen Euro investiert. Ralf Libuda: »Genau dieses starke Engagement vor Ort ist es, das uns von bundesweit agierenden Energielieferanten unterscheidet.«

Über 220.000 Stadtbus-Fahrgäste mehr als im Vorjahr

Auch mit dem Öffentlichen Personennahverkehr leistet die Stadtwerke-Gruppe einen großen Beitrag zur städtischen Infrastruktur – mit Erfolg: Die Fahrgastzahlen der Verkehrsbetriebe erhöhten sich 2017 um 6,3 Prozent beziehungsweise 222.000 von 3,54 auf 3,76 Millionen. Die Umsatzerlöse fielen um 107.000 Euro höher aus als im Vorjahr und erreichten einen Wert von knapp 3,7 Millionen Euro. Geschäftsführer Libuda: »Es gibt kein effizienteres Verkehrsmittel-Sharing als Busfahren – mit hoher Service-Qualität wollen wir den Umstieg vom eigenen Auto noch leichter machen.« Vor allem bei den jüngeren Fahrgästen erfreut sich das kostenlose WLAN in den Bussen großer Beliebtheit. Nachdem im März 2017 im Rahmen eines Pilotprojekts zunächst zwei Stadtbusse mit mobilem Internet-Zugang ausgestattet wurden, laden derzeit bereits vier Busse zum Surfen im World Wide Web ein. »Aufgrund der großen Resonanz werden wir unsere Fahrzeuge sukzessive mit dieser Technik ausrüsten«, kündigte der Geschäftsführer an.

Bei der Umrüstung des 38 Busse umfassenden Fuhrparks auf mögliche alternative Antriebe wie beispielsweise Elektromotoren werde es »keinen Schnellschuss geben«, bekräftigte Ralf Libuda. »Die Luft in unserer Stadt ist vergleichsweise sauber. Gütersloh steht nicht auf der Liste der Städte mit problematischen Stickoxid- und Feinstaub-Werten. Blinder Aktionismus macht keinen Sinn.« Gleichwohl würden jährlich zwei bis drei Busse nach den neuesten Umweltstandards ausgetauscht. 2018 steht für die über 80 Beschäftigten der Bussparte ganz im Zeichen einer wichtigen unternehmensrechtlichen Veränderung, für die 2017 die Weichen gestellt worden waren: Die Unternehmensgruppe wird den Busbetrieb in die neue Tochtergesellschaft Stadtbus Gütersloh GmbH ausgründen, um so die gesellschaftsrechtlichen Voraussetzungen für einen Direktauftrag der Stadt Gütersloh zu schaffen. »Wir sind sehr froh, dass wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit allen Rechten und Pflichten in unsere neue Tochtergesellschaft übernehmen können. Schließlich stehen wir als wichtiger Arbeitgeber in dieser Stadt in der Verantwortung gegenüber unseren Kolleginnen und Kollegen«, zeigte sich Geschäftsführer Libuda erleichtert.

Tochterunternehmen treiben Glasfaser-Ausbau weiter voran

Zu den großen Herausforderungen im laufenden Jahr der Unternehmensgruppe gehört, die im vergangenen Jahr forcierte Erschließung der Gütersloher Wohn- und Gewerbegebiete weiter voranzutreiben. Mit der Netzgesellschaft Gütersloh mbH und dem Telekommunikationsunternehmen BITel leisten diesbezüglich gleich zwei Tochterunternehmen der Stadtwerke gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Versorgungsqualität und der Zukunftsfähigkeit. 2017 wurden bereits 38 Gewerbekunden-Standorte mit Glasfaser-Technologie versorgt, darunter Großunternehmen wie etwa Miele, Bertelsmann/Arvato und ClassGuss. Nachdem im vorigen Jahr die Gewerbegebiete Hans-Böckler-Straße/Auf’m Kampe, An der Autobahn und an der Gottlieb-Daimler-Straße entlang der B61 (erster Bauabschnitt) erschlossen wurden, sind für 2018 und 2019 der zweite und dritte Bauabschnitt an der B61 sowie im Gewerbegebiet Am Hüttenbrink vorgesehen.

Auch die Anbindung der Gütersloher Wohngebiete an das Zukunftsnetz geht in die nächste Runde. 2017 waren die Bereiche Am Witthof und Krullsbachaue angebunden worden, ebenso Teilabschnitte der Fritz-Blank-Straße und des Gebiets Auf dem Stempel. Der Ausbau in den beiden letztgenannten Wohngebieten wird 2018/2019 fortgeführt. Zudem werden auch die Quartiere Jonasweg und Hüssengarten ans Glasfaser angeschlossen. Ralf Libuda verwies in diesem Zusammenhang auf die steigende Nachfrage nach modernen Kommunikations- und Unterhaltungsprogrammen, für die schnelle Datenleitungen zwingend erforderlich sind. »Für Gütersloh sind die neuen Anschlüsse von großer Bedeutung. Das gilt auch für die öffentlichen Bereiche der Stadt wie Schulen und die Verwaltungen. Auch für die ansässigen Unternehmen ist der Breitbandausbau ein wichtiger Schritt, da ihre Wettbewerbsfähigkeit davon abhängt. Daher hat unsere Unternehmensgruppe bislang schon knapp fünf Millionen Euro in den Glasfaser-Ausbau investiert. «

Darüber hinaus trägt die Stadtwerke-Gruppe auch durch ihr fest in der Unternehmensphilosophie verankertes gesellschaftliches Engagement zur Lebensqualität in der Region bei. Auch im vergangenen Jahr hat sie das soziale, sportliche und kulturelle Leben in Stadt und Kreis über zahlreiche Sponsoring-Projekte gefördert.

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