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Kontinuität und neue Wege



Evelyn Braune ist neue leitende Oberärztin der Palliativstation im Klinikum Gütersloh …

Artikel vom 6. 3. 2018
Kontinuität und neue Wege
Das neue Leitungsteam der Palliativstation: Anja Herwig (stellvertretende pflegerische Leitung), Evelyn Braune (leitende Oberärztin) und Hildegard Schulze-Beckendorf (pflegerische Leitung).
Gütersloh (kgp). Das Team der Palliativstation im Klinikum Gütersloh betreut Menschen, die an einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung leiden. »Wir streben keine Heilung an, sondern die Linderung von akuten Symptomen. Dabei orientieren wir uns an den individuellen Bedürfnissen der Patienten im Sinne ihrer Autonomie«, erläutert Evelyn Braune. Seit Ende 2017 ist die 59-jährige als neue leitende Oberärztin auf der Palliativstation tätig. Sie ist Nachfolgerin von Dr. Herbert Kaiser, der Mitte letzten Jahres nach 34 Jahren im Klinikum in den Ruhestand gegangen ist.

Auf der Palliativstation werden Patienten mit Krebserkrankungen, mit fortgeschrittenen Nervenerkrankungen, AIDS sowie Herz- und Lungenerkrankungen mit ganzheitlicher Sicht behandelt. Um den körperlichen, psychosozialen und spirituellen Bedürfnisse der Patienten gerecht zu werden, wird auf der Palliativstation in einem multiprofessionellen Team mit speziell ausgebildeten Pflegekräften, Sozialpädagogen, Seelsorgern, Psychologen und Physiotherapeuten zusammenarbeitet. Seit Sommer 2017 steht das Pflegeteam der Station dabei unter der neuen pflegerischen Leitung von Hildegard Schulze-Beckendorf und ihrer Stellvertreterin Anja Herwig.

»Die Strukturen, die ich hier vorfinde, sind sehr gut und ermöglichen eine umfassende und individuelle Begleitung der Patienten«, so Evelyn Braune. »Mein Dank und großer Respekt geht an Dr. Herbert Kaiser: Einerseits für die Etablierung der Palliativmedizin am Klinikum Gütersloh gemeinsam mit Professor Gropp vor 20 Jahren, andererseits besonders für die Ausbildung zahlreicher Kolleginnen und Kollegen, denen er, wie auch mir, einen motivierenden Zugang zu diesem Fachgebiet vermittelt hat.« Dr. Herbert Kaiser war einer der Pioniere in der Palliativmedizin und setzte sich gemeinsam mit Professor Dr. Claus Gropp und weiteren Wegbegleitern Anfang der 1990er Jahre dafür ein, eine Palliativstation im Klinikum Gütersloh zu etablieren. Nach einiger Überzeugungsarbeit wurde die Station 1996 eröffnet und gehörte damit zu den ersten Palliativstationen, die in NRW aufgebaut wurden. Dr. Herbert Kaiser übernahm die medizinische Leitung der Station und entwickelte sie gemeinsam mit seinem Team zu einer Adresse mit überregional sehr gutem Ruf. »Es ist eine sehr erfüllende Aufgabe, sein Werk fortsetzen zu dürfen«, freut sich Evelyn Braune über ihre neue Tätigkeit.

»Dass ich nun in Gütersloh in der Palliativmedizin arbeite, ist für mich sowohl beruflich, als auch biografisch ein Abrunden meiner Lebenswege«, so Braune. Die 59-jährige ist in Gütersloh geboren und aufgewachsen. Nach ihrem Medizinstudium in Münster war sie elf Jahre am Städtischen Klinikum Bielefeld-Mitte als Fachärztin für Anästhesiologie und Intensivmedizin tätig. Danach konnte sie an den Evangelischen Kliniken in Bielefeld ihr fachliches Spektrum um die chronische Schmerztherapie erweitern. Anschließend arbeitete sie im Bereich der neurologischen und interdisziplinären Frührehabilitation in der Versorgung von Patienten nach langer intensivmedizinischer Akutbehandlung.

»Die Folgen der hochtechnisierten Medizin und die daraus resultierenden ethischen Fragestellungen haben mich immer mehr beschäftigt und meinen weiteren Berufsweg geprägt. In dieser Phase habe ich mich deshalb über entsprechende Fortbildungen in der Palliativmedizin qualifiziert und nebenberuflich in einem gesundheitswissenschaftlichen Studium mit ethischen und ökonomischen Aspekten in der Medizin befasst«, erläutert Evelyn Braune. Diese Erkenntnisse will sie nun im Klinikum Gütersloh in ihrer täglichen Arbeit, aber auch übergeordnet im Ethikkomitee des Hauses einfließen lassen.

Ab 2005 arbeitete Evelyn Braune als Oberärztin für Anästhesie und Intensivmedizin und zum Aufbau palliativmedizinscher Strukturen an der Raphaelsklinik in Münster. 2009 wechselte sie von der stationären in die ambulante Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Patienten im Palliativnetz Münster. »Dies war für mich als Klinikärztin ein komplett neuer Zugang zur Palliativmedizin. Es war sehr erfüllend, es den Menschen zu ermöglichen, trotz ihrer schweren Krankheit zu Hause in der vertrauten Umgebung bleiben und auch dort sterben zu können«, so Frau Braune.

Palliativmedizin bedeutet immer auch Netzwerkarbeit: Die gute Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten, dem Palliativnetz, ambulanten Pflegediensten, dem Hospiz- und Palliativverein und dem Hospiz in Gütersloh sind Evelyn Braune ein wichtiges Anliegen. »In meiner Zeit beim Palliativnetz Münster habe ich sehr positive Erfahrungen in der konstruktiven Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten gemacht. Dies erhoffe ich mir auch für den Kreis Gütersloh.«

Auch innerhalb des Klinikums möchte Evelyn Braune durch einen so genannten Konsiliardienst Patienten, deren Angehörige und Kollegen auf anderen Stationen zum Thema Palliativmedizin beraten. »Mir ist es wichtig, dass Palliativmedizin flächendeckend gelebt wird, nicht nur auf der Palliativstation«, betont die Medizinerin. Durch diese Zusammenarbeit wünscht sich Evelyn Braune auch, dass eine palliative Betreuung von Patienten frühzeitiger in der medizinischen Behandlung Beachtung findet: »Palliativmedizin bedeutet nicht allein Sterbebegleitung, sondern in erster Linie eine aktive, ganzheitliche Gestaltung individuellen Lebens – auch und gerade in der Zeit schwerer Krankheit.«

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