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20 Jahre guetsel.de


Wir schreiben das Jahr 2015 und guetsel.de wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Angefangen hat damals alles mit dem Titel »Total Lokal«, einem Stadtmagazin im sogenannten »Halben Berliner Format«, gedruckt auf Zeitungspapier, das an die Gütersloher Haushalte verteilt wurde …

Artikel vom 23. 3. 2015
20 Jahre guetsel.de
Wir schreiben das Jahr 2015 und guetsel.de wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Angefangen hat damals alles mit dem Titel »Total Lokal«, den Markus Corsmeyer, heute beim Flöttmann-Verlag tätig, aufgelegt hat. »Total Lokal« war ein Magazin im sogenannten »Halben Berliner Format«, gedruckt auf Zeitungspapier, das an die Gütersloher Haushalte verteilt wurde.

Aber fangen wir von vorne an. Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten bei Mohndruck Ende der 80er-Jahre, als das Desktop-Publishing noch in den Kinderschuhen steckte. Layouts wurden an großen Satzanlagen programmiert oder aus Filmen zusammenmontiert, Bilder wurden von Scanner-Operatoren mit großen Trommelscannern eingescannt, von Lithographen verarbeitet und manuell in Layouts einmontiert. Es gab keine Farbdrucker – Proofs wurden mit verschiedenen Verfahren wie Cromalin oder Agfaproof mittels der Filme hergestellt oder es wurden aufwändige Andrucke gemacht. Die Druckvorstufe war damals sehr komplex und vor allem zeitaufwändig.

Heute verfügt kaum noch eine Druckerei über eine eigene Druckvorstufe, bestenfalls über jemanden, der das Ausschießprogramm und den CTP-Belichter bedient. Die meisten Druckereien akzeptieren mittlerweile nur noch PDF-Dateien als Druckvorlagen – ein universales, plattform- und medienunabhängiges Format für Layoutdaten. Als ich Anfang der 90er-Jahre das PDF-Format als das Format der Zukunft bezeichnet habe, hat man mich bei der Bertelsmann-Tochter EPS (heute Empolis) noch ausgelacht.

Die meisten kleinen und mittleren Druckerei von damals gibt es jedenfalls mittlerweile nicht mehr – vor allem wegen der zahllosen Onlinedruckereien, die Akzidenzen zu Spottpreisen anbieten. Und auch in Gütersloh ist der Preisdruck angekommen. Alle paar Jahre bewirbt sich Mohndruck, heute Mohn Media, um den Druck von guetsel.de – damals war man noch rund vier mal so teuer wie meine derzeitige Druckerei, heute ist man nur noch doppelt so teuer – ein wahrer Preisverfall.

1992 habe ich dann bei Color Druck in Holzminden Desktop-Publishing und Bild-Text-Integration eingeführt, was in der Region für Furore sorgte. Bis dato wurden bei den kleineren Druckereien die Lithographien zugekauft und die Filme in die Layouts einmontiert. Dabei kam mir zugute, dass ich schon seit den 80er-Jahren mit Computern gearbeitet hatte, zunächst mit einem Sinclair ZX81, dann mit einem Apple II, mit dem allerersten Apple Macintosh, mit einer EUMEL-Anlage, mit den ersten Personal Computern noch unter DOS und später mit den ersten Windows-Versionen. Und natürlich immer mit Apple Macintosh. Der Sinclair ZX81 hatte ein sagenhaftes Kilobyte Arbeitsspeicher und als Massenspeicher diente ein Kassettenrekorder – heute hat mein Arbeitsplatzrechner 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, mehrere Terabyte Festplattenkapazität und vier Prozessorkerne. Ende der 80er-Jahre gab es noch »Arcnet«-Netzwerke mit einer Übertragungsrate von zehn Megabit pro Sekunde – das Serverbetriebssystem der Wahl war »Novell Netware«. Zur Installation der kartonweise gelieferten Disketten benötigte man – so damals ein geflügeltes Wort – einen Tag, eine Stange Zigaretten und zwei Pfund Kaffee.

Die Druckvorstufe von Color Druck wurde ein Jahr später in meine neue Firma Scantex ausgelagert, und ich schaffte einen großen Agfa-Trommelbelichter und einen fünf Meter breiten und zweieinhalb Tonnen schweren Trommelscanner an, einen Hell CP341, der mit einer digitalen Schnittstelle ausgerüstet wurde und die Bilddaten direkt auf einen Server übertrug. Dieser Server verfügte über zwei für die damalige Zeit sagenhaft große Ein-Gigabyte-Festplatten (Sie haben richtig gelesen: Gigabyte, nicht Terabyte). Zu dieser Zeit habe ich unter anderem für Unternehmen wie Haarmann und Reimer, den weltgrößten Aroma- und Duftstoffhersteller, Dragoco, den Hinrichsen-Verlag mit dem »Weserbergland-Journal«, MC Mecos, einen der ersten Hersteller von mikroverkapselten Duftstoffen aus Hamm, und Stiebel Eltron gearbeitet. Ein nennenswertes Projekt war beispielsweise gemeinsam mit Dr. Ulrich Stiebel die Produktion eines Jubiläumsbuchs für Stiebel Eltron. Seit der Zeit in Holzminden habe ich auch den jährlichen Katalog von Maprom, heute dem größten deutschen Großhändler und Veredler für Werbetextilien, produziert. Aber der Niedergang der Druckvorstufe war bereits absehbar. Also kehrte ich 1994 nach Gütersloh zurück und eröffnete eine Werbeagentur, anfänglich noch von zu Hause aus.

In den ersten Jahren meiner Selbstständigkeit steckte das Internet noch in den Kinderschuhen. Man wählte sich für teures Geld mit einem langsamen Modem und Geschwindigkeiten von maximal 28,8 Kilobit pro Sekunde ein, später kamen dann ISDN-Anschlüsse auf und die Geschwindigkeit steigerte sich auf 64 Kilobit pro Sekunde, mit Kanalbündelungen von bis zu vier Kanälen ließ sich die Übertragungsrate erhöhen. Heute sind 16, 50 oder gar 100 Megabit pro Sekunde und »Flatrates« üblich. Meine ersten Onlineerfahrungen waren sogar noch auf Akustikkoppler mit 300 Bit pro Sekunde und BBS-Systeme beschränkt. Zu dieser Zeit war ich noch bei der Firma Intek Schweißtechnologie beschäftigt, für die ich damals schon Kataloge produzierte. Dort habe ich auch eine Fernsteuerung für den Drahtvorschub an MIG-MAG-Schweißgeräten und im Rahmen des FCKW-Verbotes die Idee für wiederbefüllbare Spraydosen entwickelt. Letztere Erfindung wurde jedoch von einer Firma übernommen, die damit im Laufe der Jahre groß geworden ist.

Ab Mitte der 90er-Jahre plante ich dann hunderte Messestände für einen Messebauer aus Delligsen und die Hannover Messe AG, zunächst händisch, später per CAD. Auch der Bau von Architekturmodellen für Messestände und beispielsweise die DOM-Hotelkette gehörte zum Geschäft. Für die DOM-Hotels habe ich im Auftrag mehrere Ölgemälde angefertigt, die reproduziert wurden, und mit denen die Hotels dekoriert wurden. Aber die Messebranche erlebte Ende der 90er-Jahre ihren Niedergang. Ich kaufte einen großen Schneidplotter, fertigte in Kooperation mit Glas Osthus Sandstrahlschablonen an und entwarf unter dem Markennamen »Glasartes« eine umfangreiche Kollektion an Motivsandstrahlungen für Glastüren und Lichtausschnittgläser und war auch im Bereich Werbetechnik tätig.

Kurz vor der Jahrtausendwende, das Internet steckte immer noch in den Kinderschuhen, wachte ich mitten in der Nacht auf und mich durchzuckte die Frage, ob wohl schon jemand die Domain »guetsel.de« registriert hatte. Gütsel, eigentlich »Chütsel« gesprochen, ist der plattdeutsche Name für Gütersloh. Ich schaute sofort beim Denic nach, und siehe da: Die Domain war noch frei. Also habe ich sie noch in derselben Nacht registriert und zunächst ein humoreskes Stadtportal aufgesetzt. Schon damals habe ich Webhosting angeboten, aber dazu später mehr.

Ein paar Monate später lud Bürgermeisterin Maria Unger die Betreiber der damals noch zahlreichen Gütersloher Stadtportale zu einem runden Tisch ins Rathaus ein. Die Idee dahinter war, die Bemühungen der verschiedenen Akteure unter einen Hut zu bringen, das Thema wurde jedoch nicht weiter verfolgt. Jedenfalls sprach mich bei diesem Treffen Toni Seiler, Prokurist des Flöttmann-Verlags, an, und meinte vielsagend, der Domainname »guetsel.de« sei sehr interessant.

Der nächste Schritt folgte durch die Zusammenarbeit mit Miguel Herrero, damals Inhaber des Hifi-Geschäfts »Audio Line«. Gemeinsam entwickelten wir guetsel.de zu einem ernsthaften Stadtportal, zahlreiche Einzelhändler und Dienstleister waren Mitglied des »Gütsel-Freundeskreises« und präsentierten sich auf dem Portal. Ich entwickelte einen mandantenfähigen Onlineshop, in dem die Mitglieder Schnäppchen präsentierten, den »Gütsel-Schnäppchenmarkt«, der dann auch als einfacher Folder an die Gütersloher Haushalte verteilt wurde.

Parallel entwickelten wir nach dem Tod des legendären Weber Rehde, der die Geheimnisse um die »Rehdeko«, den mit Abstand besten Lautsprecher aller Zeiten, mit ins Grab genommen hat, Lautsprecher. Und das hieß nicht, eine Kiste zu bauen und Chassis in diese Kiste zu schrauben. Das hieß vor allem, das Chassis völlig neu zu entwickeln. Dazu gehörte die Fertigung und Imprägnierung der Membrane, der Zentriermembrane, der Hochtonkegel und sogar die Fertigung der Schwingspulen. Den Schwingspulendraht zu bekommen war kein Problem. Schon ab fünf Kilo kann man Kupferdraht in beliebigen Spezifikationen anfertigen lassen. Schwieriger war schon die Beschaffung von geeignetem Aluminiumblech für die Schwingspulen.

Ich hörte damals im Büro mit Rehdekos Musik. Diese Lautsprecher zeichnen sich vor allem durch unerreichte Dynamik, Auflösung, extremen Wirkungsgrad und natürlichen Klang aus, was unter anderem bedeutet, dass man auch durchs Telefon klar und deutlich Musik hört, so als würden die Musiker im Raum stehen – bei »normalen« Lautsprechern hört man in der Regel nur einen schwer zu definierenden Krach im Hintergrund.

So ergab es sich, dass ich, während zufällig gerade Sonny Rollins lief, mit einem süddeutschen Aluminiumfabrikanten telefonierte. Der fragte mich, wie viele Tonnen Blech ich denn wohl bräuchte. Ich brauchte natürlich bestenfalls einen Quadratmeter. Plötzlich stutzte er und fragte, ob ich da gerade Sonny Rollins hörte. Er sei ein Riesen-Fan und habe schon Karten für das nächste Konzert in Stuttgart. Das ganze Vorhaben begeisterte ihn dermaßen, dass wenige Tage später eine Spedition vor der Tür stand und eine Hundert-Kilo-Rolle eigens angefertigten Aluminiumblechs lieferte. Kostenlos und mit besten Grüßen aus Süddeutschland.

Die Entwicklung der Lautsprecher habe ich dann jedoch eingestellt. Zum einen kamen wir klanglich nicht an die Rehdekos heran und der Fertigungsaufwand stand in keiner Relation zum Ertrag, zum anderen waren die Marktchancen äußerst dürftig, denn wer hört heute schon noch ernsthaft Musik? Meist läuft Musik beiläufig im Radio oder vom MP3-Player, und unter »gutem Klang« versteht man in der Regel eher möglichst intensives Bassgewummer und große Lautstärke oder einen weichgespülten »High-End-Sound«. Dynamik oder Auflösung sind keine Themen, vielleicht waren sie es nie.

Dabei, so die Legende, hat Weber Rehde, ein aus Dänemark stammender und in Frankreich lebender und – wie bereits erwähnt – verstorbener Oboist, seine Lautsprecher überhaupt nur deshalb entwickelt, weil er am Flughafen die Lautsprecherdurchsage nicht verstehen konnte. An Musik dachte er gar nicht. Machen Sie mal selbst den Test: Drehen Sie die Lautstärke runter und lassen Sie möglichst Stimmen über Ihre Lautsprecher laufen – bei den allermeisten Lautsprechern werden Sie kein Wort verstehen. Das liegt vor allem an mangelnder Dynamik und am üblichen Dröhnen.

Zum »Gütsel-Freundeskreis« gehörte damals auch der Lebensmittel- und Getränkelieferdienst »Shoprunner«, der für unseren mandantenfähigen Onlineshop die Citylogistik stellte, sodass die Händler ihre Waren in Gütersloh ausliefern lassen konnten. Dieses Konzept wurde im Rahmen einer Strukturfördermaßnahme von der EU gefördert. Allerdings waren wir damit der Zeit offenbar um mindestens zehn bis 15 Jahre voraus. Heute beginnt man allmählich damit, über solche Konzepte nachzudenken. Beispielsweise wurde mit immensem finanziellen Aufwand die »Online City Wuppertal« aus dem Boden gestampft, der Erfolg ist meiner Ansicht nach allerdings fraglich.

Die Knackpunkte solcher Konzepte sind auf Anbieterseite der immense Aufwand für die Einzelhändler, auf Kundenseite die mangelnde Motivation dort einzukaufen. Warum sollte man in einem lokalen Onlineshop bestellen, der in der Regel nur ein rudimentäres Sortiment bietet, während beispielsweise Amazon Millionen von Produkten anbietet? Die einzigen Gründe könnten Lokalpatriotismus und der Umstand, dass man »seinen« Einzelhändler persönlich kennt, sein. Genau das wollen wir mit guetsel.de fördern. Das Magazin und das Portal sollen keine Plattform zur Selbstdarstellung sein. Sie sollen eine Plattform für lokale Einzelhändler und Dienstleister sein, auf der sie werben, sich selbst – auch persönlich – darstellen, und mit der sie Erfolg haben. Natürlich liegt mein Augenmerk auch auf dem umfangreichen Kulturteil.

So sah das Portal übrigens im Jahr 2000 aus, leider gibt es nur noch einen unvollständigen Schnappschuss der Startseite: http://web.archive.org/web/20001018180403/http://www.guetsel.de/

Eines Tages ergab sich dann ein Kontakt mit Markus Corsmeyer, der sein Magazin »Total Lokal« verkaufen wollte. Ich übernahm das Blatt auf Rentenbasis und Markus Corsmeyer war weiterhin für den Anzeigenvertrieb zuständig. Mit dem Magazin hatte das Portal eine ideale Marketingplattform, und so veranstalteten wir 2001 die Messe »guetsel.de | live« in der Stadthalle Gütersloh. Alles wurde zum Selbstkostenpreis organisiert, es gab großartige Showprogramme auf der Bühne, hochwertige Messestände und zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

Aber es gab auch Ärger. Der damalige Stadthallenchef Johann Nusser war der ganzen Sache offenbar nicht zugeneigt. Zur gleichen Zeit fand im kleinen Saal der Stadthalle eine Versicherungsveranstaltung statt. Es ergab sich nun, dass Nusser den großen Beamer an uns, aber gleichzeitig auch an die Versicherung vermietet hatte. Und so tauchten während einer Bühnenshow Mitarbeiter der Stadthalle auf und nahmen uns den Beamer weg, während ich gerade nicht am FOH war. Ich bin natürlich sofort in den kleinen Saal gestürmt und wollte mir den Beamer zurückholen. Er wurde jedoch von Stadthallenmitarbeitern bewacht. Ich habe ihn trotzdem hochgehoben, wurde jedoch bedroht, habe meinerseits gedroht, den Beamer übers Geländer zu werfen, und ihn dann wieder mitgenommen. Minuten später tauchten Nusser und seine Mitarbeiter wiederum am FOH auf, nahmen uns den Beamer unter Gewaltandrohung wieder ab, und gaben uns einen kleinen, ungeeigneten Ersatzbeamer.

Ein weiteres Problem war, dass die Stadthallengastronomie damals einen Exklusivvertrag mit der Stadthalle hatte, sodass nur sie eine Bewirtung ausrichten durfte – das teilte uns Johann Nusser jedoch erst nach der Vertragsunterzeichnung mit, für die er übrigens Vorkasse verlangte. Er sagte mir doch tatsächlich, dieser Exklusivvertrag sei eine Klausel der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Stadthalle, die ja in seinem Büro aushingen, und die ich somit vorher hätte lesen können.

Nun hatten wir jedoch mit dem »Shoprunner« einen Aussteller, der ebenfalls Getränke ausschenken wollte, was ihm aber nun untersagt wurde. Ich habe dann mit Horst-Dieter Sieweke verhandelt, der ein Bekannter meines Großvaters Jürgen Hintzler – in den 60er-Jahren Sparkassendirektor – war. Ich habe ihm Korkengeld angeboten, ihm angeboten, die Getränke bei ihm zu kaufen, aber nichts fruchtete – er stand während des Gesprächs mehrfach auf und tobte, er weigerte sich, irgendwelche Absprachen bezüglich der Bewirtung zu treffen und eine Bewirtung durch einen anderen Anbieter zuzulassen. Und so kam es, wie es kommen musste: Auf der Messe fand keine Bewirtung statt. Lediglich auf der Empore im Foyer wurde ein paar Stunden nach Messebeginn ein kläglicher Klapptisch mit Heißwürstchen aufgebaut.

Trotz dieser offensichtlichen Sabotage war die Messe für alle Beteiligten ein Erfolg und hat viel Spaß gemacht. Am Tag nach der Messe ging ich zu Nusser ins Büro, um die von der Stadthalle in meinem Auftrag kassierten Eintrittsgelder abzuholen. Aber Nusser weigerte sich, sie herauszugeben. Ich musste ihm mit der Polizei drohen, um das Geld zu bekommen. Das waren noch hemdsärmlige Zustände in der Stadthalle – heute undenkbar, nachdem das ganze Ensemble der »Kultur Räume« professionalisiert wurde.

Und wer mich damals bei der GEMA angeschwärzt hat, kann ich nur vermuten. Im Nachgang zur Messe verlangte die GEMA rund 8.000 Mark an Gebühren. Ich teilte der GEMA schriftlich mit, dass ich als Messeveranstalter nichts mit etwaigen Musikaufführungen zu tun hätte, und dass man sich gefälligst an die Aussteller wenden möge, die jedoch auch keine Musik aufgeführt hatten. Es gab keine Musik auf der Messe. Ich habe jedenfalls nie wieder etwas von der GEMA gehört. Offenbar hat man es erstmal versucht, dabei ist diese Regelung bei Messen selbstverständlich üblich – ein Vermieter haftet nicht für das, was seine Mieter tun, jedenfalls nicht Dritten gegenüber, mit denen keinerlei Vertragsverhältnis besteht. Sonst hätte sich die GEMA ja auch an die Stadthalle selbst wenden können.

Zu dieser Zeit war auch die Welt des Drucks noch eine andere. Die Übertragung großer Datenmengen übers Internet war noch undenkbar, das PDF-Format war kaum verbreitet, die Digitalfotografie steckte noch in den Kinderschuhen, und übliche Digitalkameras hatten eine Auflösung von einem oder zwei Megapixeln. Es wurden Papierabzüge oder Dias eingescannt und es gab noch keine CTP-Belichter, stattdessen wurden Filme belichtet, Druckbögen montiert und die Druckplatten manuell belichtet. In den Anfangszeiten wurden sogar noch Anzeigen als Film angeliefert und die Seiten manuell montiert.

Ich musste für jede Ausgabe zur Druckerei nach Bad Oeynhausen fahren, dort einen Datenträger abgeben, und die Filmbelichtung überwachen. Heutzutage undenkbar – man liefert der Druckerei via Internet eine druckreife PDF-Datei und bekommt die fertigen Drucksachen in der Regel in perfekter Qualität geliefert. Die Druckmaschinen sind heute weitestgehend automatisiert, eine Druckabnahme ist praktisch nicht mehr nötig. Die Zeiten, in denen der Drucker die Farbzonen noch per Handschraube direkt am Farbwerk gesteuert hat, sind längst passé …

Der Fortschritt war nicht aufzuhalten. Ich stellte den Titel des Magazins von »Total Lokal« auf »guetsel.de« um – das erste crossmediale Magazin in Gütersloh war geboren. Der nächste Schritt war dann die Umstellung vom halben Berliner Format und Zeitungspapier auf ein hochwertiges Magazin im DIN-A4-Format, gedruckt auf Bilderdruckpapier, das nicht mehr an die Haushalte, sondern über Auslagestellen verteilt wurde. Die Resonanz stieg sprunghaft an, denn wer das Magazin jetzt mitnahm, wollte es auch lesen – sonst hätte er es schließlich nicht mitgenommen.

Im Laufe der Jahre wurden Magazin und Stadtportal kontinuierlich weiterentwickelt. Und es meldete sich plötzlich Flöttmann senior, der Herausgeber des »GT-INFO«. Er bot mir eine »Zusammenarbeit« an und schlug vor, mein Magazin in sein Magazin zu integrieren (»Dann schreiben wir ›GT-INFO jetzt mit guetsel.de‹!«) – im Gegenzug wollte er dann seine Website einstellen, und es sollte nur noch mein Portal geben. Als ich ihn fragte, ob das sein Ernst sei, und die Frage stellte, worin denn dann die »Zusammenarbeit« bestehen sollte, bekam er einen Tobsuchtsanfall und das Gespräch war beendet. Es folgte eine kleine, gegenseitige Abmahnschlacht, in der lachhafte Begriffe wie ein vermeintlicher »Untertitelschutz« aus dem Hut gezaubert wurden. Das ganze endete jedenfalls damit, dass Flöttmann seine Klagen zurückzog und ich mein Urteil entwertete.

Dabei sollte es jedoch nicht bleiben. Einige Jahre später meldeten sich Toni Seiler und Peter Bunnemann, der das Magazin »GT-INFO« ursprünglich entwickelt hatte, und schlugen aufs Neue eine Zusammenarbeit vor. Inzwischen hatte Friedrich Flöttmann junior die Führung des Verlags übernommen. Wir trafen uns mehrfach zu Gesprächen, ich zeigte ihm Umsatzzahlen, wir sprachen darüber, wie die Zusammenarbeit aussehen könnte, Peter Bunnemann erzählte fröhlich, die damalige Layouterin freue sich auf Indesign, aber es gab kein konkretes Übernahmeangebot. Denn letztlich wäre es darauf hinausgelaufen: eine Übernahme. Ohne ein konkretes Angebot ist so etwas natürlich nicht möglich, und das ganze verlief im Sande. Wenn ich mich recht erinnere, unternahm Peter Bunnemann später dann einen weiteren Vorstoß, der aber wiederum zu nichts führte.

Die Jahre vergingen, und eines Tages teilte mir Markus Corsmeyer mit, dass der Flöttmann-Verlag ihm ein attraktives Stellenangebot unterbreitet habe, und dass er dieses Angebot angenommen hätte. Ohne Wahrung der gesetzlichen Kündigungsfrist war er also plötzlich weg und für die Konkurrenz tätig – vom Gütsel-Medienberater zum GT-INFO-Chefredakteur. Aber ich fand umgehend Ersatz: Christine Wandert, die schon seit Jahren im Anzeigenvertrieb tätig gewesen war, unter anderem auch für den Flöttmann-Verlag, und Marko Greese, der zuvor zwei Vodafone-Shops in Gütersloh betrieben hatte. Es stellte sich jedoch heraus, dass er langfristig keinen Spaß am Vertrieb hatte, und ich nahm Kontakt mit Benjamin Rogowski auf, der für das Magazin »Bonewie« im Vertrieb und als Redakteur tätig war. Im Nachhinein betrachtet ein Glücksfall.

Im Laufe der Jahre sprach mich auch Matthias Kirchhoff, Herausgeber von »Gütersloh TV«, mehrfach an, und schlug eine Zusammenarbeit vor. Seine Kooperation mit dem Flöttmann-Verlag sei nicht erfolgreich und zielführend, er beabsichtige, diese Kooperation zu beenden. Wir planten sogar die Anmietung einer gemeinsamen Bürofläche. Jedoch verliefen diese Bemühungen, die darin gegipfelt hatten, dass er ein Imagevideo für den Sportpark Elan gedreht hat, jedes Mal im Nichts.

Wir entwickelten das Magazin und das Stadtportal jedenfalls nach wie vor kontinuierlich weiter. Mitte 2014 kam dann Hans-Jörg Milse auf mich zu, mit dem ich schon seit längerer Zeit in Sachen Marketing für seinen Verein »ToyRun4Kids« und das »Radrennen über Wasser« zusammengearbeitet hatte. Er sagte, sein bisheriges Versicherungsgeschäft sei aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich, und er suche nach einer Betätigung im Vertrieb. Das war mir als Ergänzung natürlich hochwillkommen. Er bekam einen Zugang zu meinem CRM-, Dispositions- und Fakturasystem – einer Eigenproduktion – und verkaufte drei Anzeigen. Dann hatte er monatelang »keine Zeit« mehr. Plötzlich erfuhr ich dann aus einer sicheren Quelle, dass »Gütersloh TV« plante, ein eigenes Magazin herauszubringen, und dass Milse dort den Vertrieb übernehmen würde, was er dann auch tat – wiederum ohne Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist, im Grunde genommen sogar ohne Kündigung.

Sie sehen also, dass guetsel.de eine bewegte Geschichte hinter sich hat. Und im wahrsten Sinne des Wortes bewegt war auch die Redaktion selbst: Zuerst befand sie sich an der Blessenstätte über dem Elli-Markt, dann in der Alten Schmiede gegenüber vom Güterbahnhof, dann im Büro von »Picasso Druck« an der Marienfelder Straße, dann im ehemaligen Büro der Buchhandlung Markus an der Kökerstraße über dem Asia-Markt, dann in einer ehemaligen Arztpraxis an der Feldstraße und jetzt im ehemaligen Ladengeschäft »Expo 3« an der Hohenzollernstraße 1. Von Umzügen können wir also ein Lied singen.

Als sich die Redaktion noch im Büro von »Picasso Druck« befand, besuchte mich eines Tages der Gütersloher Künstler und ehemalige Inhaber von Europa-Schmuck, Rudorff senior. Der damalige Chef des Stadtmarketings, Jörg Konken, habe ihn zu mir geschickt. Er habe ein Idee für einen Event auf dem Berliner Platz, und zwar wollte er einen »Rosenbrunnen« aufbauen. Wir sprachen über das Thema, und ich entwickelte die Idee, aus dem Berliner Platz ein Blütenmeer zu machen und daraus eine Frühlingsveranstaltung zu entwickeln. Rudorff verabschiedete sich und wenige Tage später las ich in der Zeitung, Stadtmarketing und Werbegemeinschaft hätten die großartige Idee einer Veranstaltung gehabt, die aus dem Berliner Platz ein Blütenmeer machen sollte und »Gütersloher Frühling« heißen sollte.

Ein paar Jahre später saß ich mit Corsmeyer im Büro und wir sprachen über den »Gütersloher Frühling«. Es kam die Idee auf, auf dem Berliner Platz eine vorübergehende Parkanlage zu installieren, womöglich nach den wechselnden Vorbildern international bekannter Gärten. Ich veröffentlichte diese Idee in unserem Magazin, und das Feedback war niederschmetternd: Das sei grundsätzlich weder durchführbar noch finanzierbar und alles in allem eine unsinnige Idee. Seit ein paar Jahren beweist die Gütersloh Marketing GmbH unter Jan-Erik Weinekötter das Gegenteil und die Parklandschaft ist zu einem großartigen Erfolg und Aushängeschild für Gütersloh geworden, und wurde mittlerweile sogar für den Kolbeplatz nachgeahmt.

Aber nicht nur die Redaktion, auch der Webserver ist mehrfach umgezogen. Anfänglich habe ich – als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte – mit einem Freund aus Stuttgart Server in den USA angemietet und Webspace vermietet, dann zogen wir mit den Servern nach Weinheim um, anschließend in ein Rechenzentrum nach Karlsruhe, und seit einigen Jahren kooperiere ich mit dem äußerst zuverlässigen Gütersloher EDV-Dienstleister Franke & Partner. Die Server stehen heute bei Arvato an der Autobahn.

Mit der Gütersloh Marketing GmbH bin ich beispielsweise eine PPP (»Public Private Partnership«) eingegangen, habe die Website programmiert und hoste sie, wie auch zahlreiche weitere Websites von Unternehmen aus Gütersloh und ganz Deutschland. Darüber hinaus sponsere ich beispielsweise die Website des Kunstvereins. Als Mitglied des »Literaturvereins, Freunde und Förderer der Stadtbibliothek« habe ich der Stadtbibliothek vor Jahren auch angeboten, die Website zu sponsern. Das wurde jedoch abgelehnt und man entschied sich für eine rund 20.000 Euro teure Lösung aus Bielefeld, die heute noch in Betrieb, aber längst nicht mehr zeitgemäß ist.

Vor Jahren schlug ich dem Stadtmarketing auch ein zentrales Veranstaltungsportal mit »Open Access« für die Termindaten vor, und setzte es im Rahmen einer PPP auch um. Aber das Konzept war offenbar seiner Zeit voraus und wurde nicht akzeptiert. Die Idee war, dass alle Protagonisten dort zentral ihre Veranstaltungstermine eintragen konnten und jedermann freien Zugriff darauf hatte, sodass auch die Medien und Webseitenbetreiber über ein API die Termine in ihre Medien einbinden konnten. Jetzt hat Bertelsmann exakt das gleiche vorgeschlagen und setzt es derzeit mit erheblichem finanziellen Aufwand um.

Es gab natürlich immer wieder auch Ärger. Beispielsweise mit nicht zahlenden Kunden oder Kunden, die nach dem Erscheinen des Magazins von nichts mehr wissen wollten und nicht zahlten. Ein besonders krasser Fall war der eines »Goldankaufs« an der Königstraße. Nachdem der Inhaber drei Monate in Folge inseriert und nicht gezahlt hatte, stellte sich heraus, dass er noch nicht einmal einen Gewerbeschein hatte und sich in Privatinsolvenz befand. Ein anderer Kunde machte bei unserem »Kochduell« mit und zahlte dann nicht. Vor dem Amtsgericht Bielefeld scheiterte ich mit meiner Klage – und war sehr erstaunt, als sich der Kunde, sein Anwalt und der Richter duzten und im Gerichtssaal vertraulichen Smalltalk veranstalteten. Ein Gütersloher Weinhändler zahlte jahrelang keine Rechnung und war dann zutiefst beleidigt, als ich nach mehrfachen Mahnungen und Gesprächen ein Inkassoverfahren einleitete (Ähnliches ist mittlerweile an der Tagesordnung), der Betreiber eines Etablissements drohte mir sogar Schläge an. Gott sei Dank besteht die Mehrzahl der Gütersloher Kaufmannschaft aus ehrenwerten Geschäftsleuten.

Oder der Fall eines namhaften Steuerbüros, das jahrelang keine Steuererklärungen für mich abgegeben hatte, aber immer beteuert hatte, alles würde »laufen«. Interessanterweise hat sich auch das Finanzamt nie gerührt, es wurden immer Steuern gezahlt, es gab augenscheinlich nie Probleme. Bis dann eines Tages die Steuerfahndung auf der Matte stand und das ganze Desaster ans Tageslicht kam – und ich war nicht der einzige Mandant, dem das widerfahren war. Inzwischen haben wir uns auf einen gerichtlichen Vergleich geeinigt und das Steuerbüro hat die Hälfte des Schadens in fünfstelliger Höhe ersetzt. Ebenso gibt es ein Versicherungsbüro, das es mit Bravour fertigbrachte, mich ein Jahr lang doppelt kranken- und rechtsschutzzuversichern – als ich das bemerkte, war es zu spät. Zu allem Überfluss wurden bei der Krankenversicherung auch noch falsche Angaben gemacht, sodass rückwirkend noch nicht einmal ein Versicherungsschutz bestand.

Auch der Tod spielte in den vergangenen 20 Jahren eine Rolle. Und ich rede nicht von den »Großkopferten«, sondern von Menschen wie Peter Schiffner, der mit seinem Geschäft »Radsport Schiffner« von Anfang an Mitglied des »Gütsel-Freundeskreises« war, vom Inhaber des Bioladens an der Marienfelder Straße, von meinem Freund Thomas »Jojo« Schröder aus Höxter, Erbwalter des berühmten »Heider-Maßes« und Betreiber einer kleinen Werbeagentur, der in einem erbärmlichen Zustand verreckt ist, und natürlich auch Susanne Clemens, mit der wir lange Jahre zusammengearbeitet haben.

Nach Susannes Tod sprach ihr Witwer Norbert Morkes noch davon, ihr Lebenswerk in ihrem Sinne fortsetzen zu wollen. Das sah dann so aus, dass er die Zusammenarbeit mit uns aufkündigte, allerdings nicht persönlich – ich erfuhr es aus der Zeitung. Wenige Tage zuvor hatte ich ihn noch nach der bevorstehenden Hochzeitsmesse gefragt, seine Antwort war ein vielsagendes »Wart’s doch mal ab!«. Später zeigte er dann Benjamin Rogowski und mich wegen Beleidigung an, weil Benjamin Rogowski ihn in seiner Kolumne als »langhaarigen Bombenleger« bezeichnet hatte. Morkes hat dennoch keine Hemmungen, die Titelgrafik für seine Partei, die »Bürger für Gütersloh«, die ich ihm vor Jahren kostenlos entworfen hatte, weiterhin auf der Website der »BfGT« zu nutzen.

Es gab natürlich auch viel Schönes. Beispielsweise Kurt Biesel, den Sie wahrscheinlich noch vom Stadthallenrestaurant kennen. Er gehört zu den nettesten Menschen, die ich im Laufe meiner Tätigkeit kennengelernt habe. Mit unserer Arbeit war er immer sehr zufrieden. Als wir dann von der Feldstraße in unsere neue Redaktion an der Hohenzollernstraße umgezogen sind, ist Kurt Biesel aus heiterem Himmel abends mit einem ganzen Buffet aufgetaucht und hat unseren Gästen leckere Köstlichkeiten serviert. Mit Ulrich Bongartz von der Concerteam GmbH bin ich zu Künstlerterminen nach Hamburg und Berlin gefahren, mit Ralf Thies vom AWD (heute Swiss Life Select) haben wir einen Fototag in der AWD-Zentrale in Hannover verbracht, viele Kundinnen und Kunden, mit denen wir zusammenarbeiten, sind begeistert, und wenn sie Erfolg haben, freut mich das besonders.

20 Jahre liegen also nun hinter uns, und sie sind rückblickend schnell vergangen. Mir ist, als wäre es gestern gewesen, als das Magazin noch auf Zeitungspapier gedruckt wurde und man von Smartphones und mobilem Internet noch nicht zu träumen wagte. Im Grunde genommen gab es überhaupt keine Vorstellung von dieser Technik, die heute selbstverständlich ist. Aber wie der geneigte Leser weiß: Panta rhei, alles fließt, nichts steht still. Aktuell habe ich das Stadtportal umfassend suchmaschinenoptimiert und ein Responsive Design umgesetzt.

Ich hoffe, dieser kleine Einblick in die Historie war unterhaltsam. Nun noch einige Informationen in eigener Sache …

Unsere Erscheinungstermine 2015

24. Januar, 14. Februar, 14. März (Osterferien sind vom 30. März bis zum 11. April), 18. April, 16. Mai, 20. Juni (Sommerferien sind vom 29. Juni bis zum 11. August), 22. August, 19. September, 17. Oktober (Herbstferien sind vom 5. bis zum 17. Oktober), 14. November, 12. Dezember

Webhosting

Eine Domain mit Domainregistrierung, Webspace, PHP und E-Mail-Postfächern kostet 89,25 Euro inklusive Mehrwertsteuer im Jahr, mit Datenbank und auf Wunsch dem CMS »Webcube 2.0«, einer leicht zu bedienenden Eigenentwicklung, kostet das ganze 178,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer im Jahr, zusätzliche Domainregistrierungen kosten 17,85 Euro inklusive Mehrwertsteuer im Jahr.

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