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Cordarex® Injektionslösung


AntiarrhythmikaCordarex® InjektionslösungZus.: 3 ml enth.: Amiodaron-HCl 150 mg.weit. Bestandteile: Benzylalkohol 60 mg,Polysorbat 80, Wasser f. Inj.-zwecke. …

Artikel vom 28. 12. 2006
Cordarex® Injektionslösung
Antiarrhythmika

Cordarex® Injektionslösung

Zus.: 3 ml enth.: Amiodaron-HCl 150 mg.

weit. Bestandteile: Benzylalkohol 60 mg, Polysorbat 80, Wasser f. Inj.-zwecke.

Anw.: Symptomatische u. behandlungsbedürftige tachykarde supraventrikuläre Herzrhythmusstör. (AV-junkt. Tachykardien, supraventr. Tachykardien bei WPW-Syndrom od. paroxysmales Vorhofflimmern). Schwerwiegende sympt. tachykarde ventr. Herzrhythmusstör. Hierbei sollte auf eine Therapie mit Betarezeptorenblockern nicht zu Gunsten einer Therapie mit Amiodaron verzichtet werden. Diese Indikationen gelten für Pat., bei denen der Einsatz and. Antiarrhythmika nach ärztlichem Ermessen nicht vertretbar ist. Die Inj.-Lsg. darf nur zur Therapieeinleitung eingesetzt werden.

Gegenanz.: Z 1 (Inj.-Lsg.). Sinus-Bradykardie (weniger als 55 Schläge pro Minute), alle Formen einer Leitungsverzögerung (sinaurikuläre u. nodale Leitungsverzögerungen) einschließlich Syndrom des kranken Sinusknotens, AV-Block II. u. III. Grades sowie bi- u. trifaszikuläre Blöcke, sofern kein Herzschrittmacher eingesetzt ist. Schilddrüsenerkrank. Jodallergien. Gleichz. Behandl. mit MAO-Hemmern u. AM, die Torsade de Pointes auslösen können. Zusätzl. für Cordarex Inj.-Lsg.: Neugeborene, Kreislaufkollaps, ausgeprägte Hypotension.

Anw.-beschränk.: Reizleitungsstör. unter Herzschrittmacher-Kontr. in einer intensivmedizinischen Station. Regelm. Kontr. der Lungenfunktion bei Pat. mit schweren Lungenerkrank. Frauen im gebärfähigen Alter, wenn kein sicherer Konzeptionsschutz gewährleistet ist. Komb. mit and. Antiarrhythmika. Pat. unter Digitalis mittels EKG u. Digoxinplasmaspiegeln kontrollieren. Während u. nach der Behandl. mit Cordarex müssen bei Pat. unter Vitamin-K-Antagonisten die Quickwerte häufig kontrolliert werden. Eine Hypokaliämie muss verhindert werden bzw., falls notwendig, korrigiert werden. Auf eine Verläng. der QT-Zeit muss geachtet werden. Zur Behandl. von ,,Torsade de pointes'' keine Antiarrhythmika verabreichen (sondern elektrisch stimulieren od. mit Magnesium i.v. behandeln).

Schwang.: Kontraind. Gr 6, Gr 8

Stillz.: Kontraind. La 1

Nebenw.: Z 1 (Inj.-Lsg.). Mikroablagerungen auf der Vorderfläche der Hornhaut des Auges, Sehstör., Optikusneuritis, Einzelf. permanenter Blindheit, Photosensibilisierung der Haut mit erhöhter Sonnenbrandneigung, Erythem (unter Strahlentherapie), Hyperpigmentierung mit schwarzvioletter bis schiefergrauer Hautverfärbung. Erythema nodosum. Exfoliative Dermatitis, unspezifische Exantheme. Hyperthyreose (Einzelf. können tödlich verlaufen) od. Hypothyreose. Lungentoxizität, Schocklunge (ARDS) (beide auch letal). Anstieg der Serumtransaminasen, Fälle von akuten u. chron. Lebererkrank. (auch letal). Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Verstopfung, Kopfschmerzen, Schlafstör., Alpträume, Schwindel, Muskelschwäche, Tremor, Parästhesien, periphere Neuropathien, Ataxie. Selten Überempfindlichkeitsreakt., wie auch Thrombozytopenien, Vaskulitiden, Epididymitis, leichte Einschränk. der Nierenfunkt. Einzelf. von hämolytischer od. aplastischer Anämie u. intrakraniale Drucksteigerungen (Pseudotumor cerebri) wurden berichtet. In Einzelf. wurden nach i.v. Gabe anaphylaktoide Reakt. bis zum Schock, sowie Bronchospasmen bis zur Apnoe bei atmungsinsuffizienten Pat. u. bes. bei Asthmatikern beschrieben. Darüber hinaus kann es bei i.v. Gabe zu Hypotension, Schweißausbrüchen u. Flush kommen. Geschmacksveränd., reversibler Haarausfall. Als Folge der pharmakolog. Wirkung von Cordarex kann eine Sinusbradykardie, in Ausnahmefällen ein Sinusknotenstillstand u. Verläng. der Überleitungszeit (SA-Block, AV-Block) entstehen, weiterhin im EKG eine Verläng. u. Deformierung der T-Welle, Auftreten einer U-Welle u. eine QT-Verläng. Proarrhythmische Wirkungen in Form von Veränd. od. Verstärk. der Herzrhythmusstör., die zu starker Beeinträchtigung der Herztätigkeit mit der mögl. Folge des Herzstillstandes führen können.

Wechselw.: Digitalis: Stör. der Automatie (exzessive Bradykardie) u. der atrioventrikulären Überleitung sowie Erhöh. des Digoxin-Serumspiegels. Vitamin-K-Antagonisten (Dicumarol u. Warfarin): Verstärk. des gerinnungshemmenden Effektes u. erhöhtes Blutungsrisiko. Phenytoin u. Ciclosporin: Erhöh. des Serumspiegels von Phenytoin bzw. Ciclosporin u. Symptome einer Phenytoin-Überdos. Andere Antiarrhythmika (Chinidin, Procainamid, Flecainid): Bei gemeins. Gabe erhöhte Pplasmaspiegel mögl., deshalb entspr. Dosisanpassung notwendig. Erhöhtes Risiko, ,,Torsade de pointes'' auszulösen in der Komb. mit folgenden AM, weshalb die Komb. kontraindiziert ist: einige Antiarrhythmika (wie Klasse-Ia-Substanzen, Sotalol) sowie Vincamin, Sulpirid, Pentamidin i.v. u. Erythromycin i.v. Die komb. Gabe mit Betarezeptorenblockern u. bestimmten Calciumantagonisten (Gallopamil, Diltiazem, Verapamil) (Stör. d. Automatie, d. Überleitung u. additive kardiodepressive Wirkung mögl.) sowie Laxanzien (durch Hypokaliämie erhöhtes Risiko für ,,Torsade de pointes'') wird nicht empfohlen. Diuretika, system. Kortikosteroide, Tetracosactid, Amphotericin B i.v.: durch Hypokaliämie erhöhtes Risiko für ,,Torsade de pointes''. Vor chirurg. Eingriffen den Anästhesisten informieren, da unter/nach Allgemeinnarkose folgende Komplikationen registriert wurden: Atropinresistente Bradykardie, Blutdruckabfall, Überleitungsstör., reduziertes Herzminutenvolumen u. vereinzelt schwere respiratorische Komplikationen (Schocklunge/ARDS).

Warnhinw.: I.v. Gabe nur auf Intensivstation u. unter kontinuierl. Beobachtung (EKG, Blutdruck). Die i.v. Inj. wird nicht empfohlen (Cave: Schwere Hypotonie, Kreislaufkollaps) u. ist beim Vorliegen einer Hypotonie, einer schweren Atmungsinsuffizienz, Kardiomyopathie od. Herzinsuffizienz kontraindiziert.

Hinw.: Sonnenlicht ist zu vermeiden. Regelmäßiges Monitoring der Leberwerte wird empfohlen. Vor u. während der Behandl. Kontr. der Schilddrüsenfunktion. Regelm. Kontr. der Lungenfunktion (Rö-Thorax, Lungenfunktion) alle 3-6 Mon.

Dos.: Inj.-Lsg.: Direkte iv. Inj.: 5 mg Wirkstoff/kg KG langsam in minimal 3 Min. injizieren. EKG-Überwachung u. Kontr. des arteriellen Blutdrucks sind notwendig. Keine zweite Inj. früher als 15 Min. nach der ersten Inj. geben, auch wenn bei der ersten Inj. nicht die max. mögl. Dosis gegeben wurde. Einmalige Infusion: 2 Amp. (300 mg Wirkstoff) in 250 ml 5%iger Glucoselösung innerhalb 20 Min. bis 2 Std. infundieren. Dauerinfusion: 10 bis 20 mg Wirksubstanz/kg KG in 24 Std. in 250-500 ml 5%iger Glucoselösung während 24 Std. infundieren. Zur Infusion darf nur 5%ige Glucoselsg. verwendet werden. Zur Vermeidung von Venenentzündungen soll bei der Dauerinfusion ein Zentralvenenkatheter angelegt werden. Soll die Behandl. mit Cordarex Tbl. (Packungsbeilage beachten) fortgesetzt werden, so sollten diese schon bereits bei Behandlungsbeginn mit Cordarex Inj.-Lsg. gegeben werden, da die Wirkung der Tbl. verzögert innerhalb von 4-6 Tagen eintritt. Die Inj.-Lsg. wird normalerweise nicht länger als 1 Wo. verabreicht. Tbl.: Sättigungsdosis 8-10 Tage 3-mal 1 Tbl.; in einigen Fällen sind Dos. bis 6 Tbl./Tag erforderl. Dann Reduzierung auf 1 Tbl. während 5 Tage/Woche; bei einigen Fällen sind 1-3 Tbl./Tag erforderlich. Kdr.: 1,5 x Gewicht in kg + 10 = Prozent der Erwachsenendosis.

Lag.: Lagerungshinweis!

KP.: 60 (10x6) Amp.; 150 (5x30), 300 (10x30) Tbl.

6 Amp. (N2) 3 ml - (FB - ) 112,51

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