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Das chinesische Diagnostik- und Heilsystem besteht nicht nur, wie in unseren Breiten häufig praktiziert, aus Akupunktur-Behandlungen, sondern neben anderen »energieausgleichenden« Methoden, wie zum Beispiel Tai-Qi oder Qi-Gong, vornehmlich aus der chinesischen …

Artikel vom 15. 2. 2015
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Das chinesische Diagnostik- und Heilsystem besteht nicht nur, wie in unseren Breiten häufig praktiziert, aus Akupunktur-Behandlungen, sondern neben anderen »energieausgleichenden« Methoden, wie zum Beispiel Tai-Qi oder Qi-Gong, vornehmlich aus der chinesischen Phytotherapie, also der Therapie mit Pflanzendrogen, teils auf uralten Rezepturen der überlieferten chinesischen Pflanzenheilkunde beruhend. Diese traditionelle Pharmakologie hat in ihrem Ursprungsland China einen noch höheren Stellenwert als die Therapie mit Nadeln, wobei beide Behandlungsmöglichkeiten eine wunderbare Symbiose eingehen. Wie umfassend dieses Heilsystem letzlich ist, wird durch das Einbeziehen der Ernährung in das Behandlungskonzept der Traditionellen Chinesischen Medizin deutlich, wobei die Ernährung denselben logischen Diagnose- und Therapiegrundlagen folgt. Der Verfasser dieses Artikels, als Facharzt für Allgemeinmedizin in Gütersloh, seinem Geburtsort, mit Schwerpunkt asiatische und europäische Alternativmedizin, tätig, beschäftigt sich seit weit über zwei Jahrzehnten mit den Möglichkeiten der Traditionellen Chinesischen Medizin, die sich nicht nur auf den sehr engen Bereich, der von manchen Krankenkassen über sogenannte Akupunkturstudien angebotenen Indikationen beschränkt, sondern, wie im Ursprungsland China, einen wesentlich breiteren Indikationsbereich umfaßt. An einem kleinen Beispiel einer Heilpflanze aus dem Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin sollen die Möglichkeiten einer in der westlichen Medizin fremden Denkweise kurz dargestellt werden.

  Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin ist, wie in jedem anderen Therapiesystem, eine genaue Diagnosestellung die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Hilfsmittel hierzu sind unter anderem die chinesische Puls- und Zungendiagnostik, aber auch andere über Jahrtausende entwickelte Diagnostik-Methoden der Chinesischen Medizin. Hinsichtlich der Chinesischen Phytotherapie sind die Kenntnisse der Arzneieigenschaften beziehungsweise der Arzneiwirkungen für die Therapie, genau wie in der westlichen Kräutertherapie, von grundlegender Bedeutung. Die Chinesische Medizin differenziert die Pflanzendrogen unter anderem nach den verschiedensten Geschmacksrichtungen, dem Temperaturverhalten der Drogen und dem Organbezug aufgrund der klassischen Vorstellungen der inneren Organe sowie der energetischen Wirkrichtung.

  Nebenstehend eine alte chinesische Tuschezeichnung mit der Darstellung unserer Heilpflanze, einer Chrysantheme. Von nebenstehender Heilpflanze werden die getrockneten Blüten (Flos Chrysanthemi) als Dekokt (Aufkochung) innerlich und äußerlich verwendet. Die traditionelle Beschreibung des Wirkprofils dieser Pflanzendroge auszugsweise wie folgt: Geschmacksrichtung süß-scharf mit dem Temperaturverhalten kühl. Organbezug Leber, Lunge. Energetische Wirkrichtung absenkend. Hinzu kommt ein wichtiger Begriff aus dem Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin: »Wind«. Die Heilpflanze ist nach chinesischer Vorstellung in der Lage, »Wind« auszuleiten. Unter »Wind« verstehen die chinesischen Heilkundigen einmal den »äußeren« Wind, dessen pathogene bioklimatischen Faktoren belasten und krankmachen können, sowie den »inneren« Wind, der seinen Ursprung im Inneren des Körpers aufgrund von Disharmonien verschiedener Organe hat, unter anderem ausgelöst durch in der heutigen Zeit durchaus übliche, aber auch pathogene Zustände hervorrufende Emotionen, wie Frust, Ärger, Zorn. Diese Emotionen wiederum haben Organbezug (siehe oben) und schädigen das »Erfolgsorgan«. Beispiel Ärger, Zorn, belasten die Leber – »Es ist uns eine Laus über die Leber gelaufen«. Die energetische Richtung der grundsätzlichen Energien einzelner Organe ändert sich und es kann zu den verschiedensten Krankheitssymptomen kommen, wie in diesem Beispiel bei innerem Wind zu Kopfschmerzen, Schwindel bis hin zu speziellen Schlaganfallformen (Windschlaganfall). Hier führt die Heilpflanze die Energien wieder in regelrechte Bahnen und leitet Wind aus mit der Wirkrichtung »absenkend«. Symptome des äußeren Windes sind uns alle bekannt in Form von geröteten, hitzigen, schmerzhaften Augenentzündungen, aber auch hitzigen eitrigen Geschwüren und Wunden. Hier ist die Pflanze in der Lage, »Hitze« bei innerer und äußerer Anwendung auszuleiten.

  Bei vorhergehender Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte) und Diagnostik nach den Regeln der Traditionellen Chinesischen Medizin und der daraus resultierenden Indikation sind unter Einbeziehung anderer Pflanzendrogen, durch ausgewogene Rezepturen, erstaunliche therapeutische Erfolge zu erzielen. Eine Selbstmedikation sollte tunlichst unterbleiben, da durch Unkenntnis der Inhaltsstoffe, der Pflanzenwirkungen, nicht passender Indikationen, unter Umständen gefährliche Nebenwirkungen erwartet werden müssen. Umweltmedizinern ist zum Beispiel bekannt, daß aus Chrysanthemen durch industrielle Teilsynthese das hochgiftige Pyrethrum zum Schutz gewisser Textilien gegen fressende Schädlinge, wie Motten, synthetisiert wird. Eine Verantwortung für die etwaige Selbstmedikation des Lesers oder Behandlung anderer Personen aufgrund vorgenannter Zeilen wird ausgeschlossen und liegt in der Verantwortung des jeweiligen Behandlers. © Text und Bilder: Dr. med. Heiko Stockbrügger

Dr. med. Heiko Stockbrügger
Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Homöopathie, Umweltmedizin, Chirotherapie, Traditionelle Chinesische Medizin, Akupunktur
Marienfelder Straße 2
33330 Gütersloh
Telefon (05241) 15446

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