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30 Jahre Museum Würth: Kunst nah bei den Menschen

Es ist der Anspruch des Unternehmers Reinhold Würth, Kunst und Kultur bestmöglich an den Arbeitsplatz seiner Mitarbeiter zu bringen und die Sphären von Arbeitswelt, Kulturwelt und Freizeitwelt mit anspruchsvoller Architektur in einen inspirierenden Vielklang zu versetzen.

Lesedauer 2 Minuten, 26 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 29. Januar 2022, DOI: https://www.guetsel.de/content/35832/6097218.html
30 Jahre Museum Würth: Kunst nah bei den Menschen
Eröffnungsausstellung des Museum Würth, 1991. Foto: Archiv Würth

30 Jahre #Museum Würth: #Kunst nah bei den Menschen

Künzelsau,15. Dezember2021

Es ist der Anspruch des Unternehmers Reinhold Würth, Kunst und Kultur bestmöglich an den Arbeitsplatz seiner Mitarbeiter zu bringen und die Sphären von Arbeitswelt, Kulturwelt und Freizeitwelt mit anspruchsvoller Architektur in einen inspirierenden Vielklang zu versetzen. Diese Leitidee, eindrucksvolle kulturelle Erlebnisse, avancierte Vermittlungsprogramme und freier Eintritt sind die Markenzeichen des Museum Würth in Künzelsau. Vor 30 Jahren, am 25. Dezember 1991, wurde es eröffnet.

Seitdem besuchten 2,33 Millionen Gäste die insgesamt 73 Ausstellungen des Hauses am Stammsitz der #Würth #Gruppe. Das Museum Würth wurde zum Vorbild für zehn weitere Kunstdependancen in europäischen Landesgesellschaften der Würth Gruppe.

Nach Entwürfen der Architekten Siegfried Müller und Maja Djordjevic-Müller wurde die lang gestreckte hohe Ausstellungshalle des Museums mit steilem, gläsernem Satteldach und 920 Quadratmetern Nutzfläche in die Verwaltungszentrale integriert. Neben großzügigen Flächen für Wechselausstellungen beherbergt sie, den Kerngeschäftsbereich des Unternehmens Würth aufgreifend, ein kleines Technikmuseum für Schrauben und Gewinde sowie einen Veranstaltungssaal, der sowohl Konferenzen und Tagungen als auch Kulturveranstaltungen eine Bühne bietet und bis zu 220 Menschen aufnehmen kann.

Ihre wohl schönste Transformation erfuhr die Institution 1995. Damals verhüllten Christo und Jeanne-Claude den gesamten Boden der jungen Ausstellungshalle, die im Raum frei gestellte Wendeltreppe und die parallel verlaufenden seitlichen Decks, Geländer und Verbindungsbrücken. Die sonst für die Präsentation von Bildwerken vorgesehenen Seitenwände ließen sie im Gegenzug frei. Fast 82.000 Besucher zog die spektakuläre Aktion, die sich tief in das kollektive Gedächtnis des Unternehmens eingebrannt hat, in viereinhalb Monaten in ihren Bann. Doch auch Ausstellungen wie »Gauguin und die Schule von Pont-Aven« 1997, »Pablo Picasso – sein Dialog mit der Keramik« 1999 oder »Jean-Michel Basquiat« 2001 wurden zu Blockbustern. Monografische Betrachtungen zu Hans Arp, Alfred Hrdlicka, Serge Poliakoff, Alberto Magnelli, Philipp Bauknecht, Korbinian Aigner und Spezialgebieten der Sammlung Würth wie zeitgenössischer Kunst aus Mexiko, Polen oder Namibia, wie Kunst von besonderen Menschen oder zur Cantastorie, den Plakaten und Textbüchern süditalienischer Puppenspielerfamilien, trafen den Nerv des Fachpublikums. Sie erschlossen den genreübergreifenden, kosmopolitischen Ansatz des Hauses jedoch auch breiteren Publikumskreisen. Neben kulturellen Bildungsangeboten prägt stets die Förderung zwischenmenschlicher Begegnungen den Habitus des Museum Würth. Hierzu tragen zahlreiche Museumsfeste, Ferien-Workshops, Lesungen und Vorträge in besonderer Weise bei.

C. Sylvia Weber, Direktorin des Museum Würth seit 1991 und heutige Geschäftsbereichsleiterin Kunst und Kultur in der Würth Gruppe: »Bereits im Entwurfsstadium hatte Reinhold Würth die Bedeutung der Kunst für sein Unternehmen mitgedacht und den dänischen Bildhauer Robert Jacobsen, der wiederum seinen Kollegen und Assistenten Lun Tuchnowski hinzuzog, mit der Gestaltung einer großzügigen Platzanlage vor dem Verwaltungsgebäude beauftragt. Mit unserer aktuellen Jubiläumsausstellung ›Geometrie – Wahrnehmung – Einfühlung. Lun Tuchnowski in der Sammlung Würth‹ schließt sich hier gewissermaßen ein Kreis. Das visionäre, weltoffene Konzept von Reinhold Würth war damals einmalig. Gleichermaßen nach innen wie außen adressiert, gelang das zwanglose Miteinander zwischen Belegschaft und Publikum mühelos. Und anders als andere firmeneigenen Kunstsammlungen, die zwar auf Anmeldung oder an bestimmten Tagen für bestimmte Gruppen öffnen, war das Museum Würth von Anfang an ein offenes Haus und an sieben Tage der Woche jedem bei freiem Eintritt zugänglich.«

Salenti

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