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Der Wert des Sozialen: die digitale Werkschau des Fachbereiches Gestaltung der FH Bielefeld

Soziale Fragen, psychische Belastungen, die Sehnsucht nach Austausch und Miteinander: Auf verschiedenen Ebenen sind die aktuellen Abschlussarbeiten des Fachbereichs Gestaltung der FH Bielefeld von der Ausnahmesituation der Pandemie geprägt.

Lesedauer 4 Minuten, 8 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 27. Januar 2022, DOI: https://www.guetsel.de/content/35638/2100281.html
Der Wert des Sozialen: die digitale Werkschau des Fachbereiches Gestaltung der FH Bielefeld
Katharina Ephan, Absolventin der Studienrichtung Digital Media and Experiment, setzt sich mit ihrem Animationsfilm »Home« experimentell mit dem Medium Virtual Reality auseinander und versucht einen Weg zu finden, dieses mit den Gefühlen von Einsamkeit und Abhängigkeit von Technologie zu vereinen. Foto: Katharina Ephan

Der Wert des Sozialen: die digitale Werkschau des Fachbereiches Gestaltung der FH Bielefeld

  • Soziale Fragen, psychische Belastungen, die Sehnsucht nach Austausch und Miteinander: Auf verschiedenen Ebenen sind die aktuellen Abschlussarbeiten des Fachbereichs Gestaltung der FH Bielefeld von der Ausnahmesituation der Pandemie geprägt.

Bielefeld (fhb) Zweimal im Jahr werden am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule (FH) Bielefeld Bachelor- und Masterabschlussarbeiten in den vier Studienrichtungen »Digital Media and Experiment«, »Mode«, »Kommunikationsdesign« und »Fotografie und Bildmedien« ausgestellt. Die 34 B. A. und 7 M. A. Absolventen dieses Wintersemesters präsentieren ihre Abschlussarbeiten aufgrund der aktuell unwägbaren pandemischen Situation ausschließlich in einer digitalen Werkschau.

Ästhetische Verarbeitung psychischer Prozesse

»Wir sollten keinen Trend herbeireden«, sagt Dekan Prof. Dirk Fütterer. »Doch es fällt auf, dass wir besonders bei den herausragenden Abschlussarbeiten aller Studienrichtungen vermehrt die ästhetische Auseinandersetzung mit psychosozialen Prozessen, Faktoren und Bedingungen sehen. Die Absolventen haben die Abschlussphase ihres Studiums zu großen Teilen in Isolation verbracht. Möglicherweise hat das die Beschäftigung mit ganz persönlichen Fragen und der eigenen Befindlichkeit verstärkt.«

30 Karten für den Weg aus der Depression

Neben psychischen Phänomenen haben die Absolventen dieses Wintersemesters auch verstärkt soziale Themen aufgegriffen. »Mehrere Projekte haben sich intensiv mit der Frage beschäftigt, inwieweit Design heute einen gesellschaftsverändernden Beitrag leisten kann«, erläutert Prodekanin Prof. Patricia Stolz. »Dies ist zum Teil sehr praktisch angelegt gewesen, etwa in Form einer Mobile #App für die Medikamentierung im #Rettungsdienst oder als 30 #Selbsthilfe Karten für Jugendliche für erste Schritte aus einer #Depression

Präsenzlehre unverzichtbar für den Fachbereich Gestaltung

Den Stellenwert des Sozialen heben beide Lehrenden auch für das Studium selbst hervor. »Die Präsenzphasen der vergangenen Monate haben belegt, wie sehr der persönliche Kontakt die Produktivität steigert und das gegenseitige Verständnis von Lehrenden und Studierenden fördert«, so Prof. Stolz. »Der für unseren Fachbereich essentielle persönliche Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden und die damit verbundene Energie müssten möglichst bald wiederhergestellt werden«, ergänzt Prof. Fütterer. »Denn auch wenn wir dieses Mal erneut kreative Spitzenleistungen sehen, kann der unmittelbare und für beide Seiten gewinnbringende persönliche Austausch nicht verlustfrei durch Online-Studium und Remote-Lehre ersetzt werden.«

Exemplarisch im Folgenden einige Erläuterungen zu ausgewählten Abschlussarbeiten des aktuellen Wintersemesters

Studienrichtung Digital Media and Experiment: Katharina Ephans »Home«

Katharina Ephans experimentelle Bachelorarbeit lotet die kreativen Potenziale der Mal- und Animationssoftware »Oculus Quill” aus. Wurden früher Illustrationen klassisch am Schreibtisch in 2D gezeichnet, entstand diese Arbeit durch die Bewegung im freien Raum: Mit einer Virtual-Reality-Brille vor Augen und einem digitalen Pinsel in der Hand, entwarf Ephan eine Welt aus Neon. Die Betrachtenden erleben einen psychedelischen Trip, einen Sog auf den Meeresgrund, sie sind isoliert und scheinen auf sich selbst und ihre (Alp-)träume zurückgeworfen zu werden. Anstelle eines Protagonisten und einer vorgegebenen Handlung tauchen sie ein in eine dunkle Atmosphäre voller Mischwesen. Und anders als bei einem Film sind die Betrachtenden selbst innerhalb dieser beklemmenden Szenerie präsent und können ihr ausschließlich durch das Ablegen der Brille entrinnen.

Studienrichtung Mode: Lena Dietz’ »Unreality«

Mit dem heutigen Lifestyle einige Grundgedanken der klassischen Moderne weitergedacht – das hat Lena Dietz in ihrer Bachelor-Arbeit in der Studienrichtung Mode. Kubistische Motive in Stoffmustern, Schnitten und Make-up tauchen in der Mode regelmäßig auf. Lena Dietz jedoch hat nicht nur Entwürfe von der Shorts bis zum Kurzarmshirt vorgelegt. Passend zu einer Zeit, in der die Ernährung zunehmend von Bringdiensten geprägt ist, hat sie unter anderem eine BurgerBoxBag konzipiert: Die aus festem Sattelleder und mit Nieten gefertigte Tasche kann mit einem verstellbaren Gurt als Handtasche oder sogar als am Bauch getragene Tasche dienen. Die Arbeit zeigt exemplarisch, wie in der Studienrichtung Mode innovative handwerkliche Umsetzung mit Ideenstärke verbunden werden.

Studienrichtung Kommunikationsdesign: Linda Wedis »Abghoul – Erinnerungen an Olaf Reinhardt«

Wie können wir umgehen mit dem Verlust eines geliebten Menschen? Wie die Erinnerung an ihn bewahren? Linda Wedi nimmt in ihrer Masterarbeit den Tod ihres guten Freundes Olaf Reinhardt zum Anlass für eine kreative Auseinandersetzung mit dem Thema. Reinhardt war schon mit 47 Jahren verstorben. Beim Betrachten von Erinnerungsstücken gemeinsam mit einem weiteren Freund entstand die Idee, eine Erinnerungsbox zu entwickeln. Dieser kleine handwerklich gefertigte Holzschrank ist gleichzeitig Aufbewahrungsort und Schaukasten. In ihr befinden sich Erinnerungsgegenstände sowie neu gestaltete Hefte mit Texten und Zeichnungen des Verstorbenen. Die Arbeit überschreitet das klassische Feld des Kommunikationsdesigns und erweitert den Rahmen hin zum »narrativen Produktdesign«.

Studienrichtung Fotografie und Bildmedien: Chrystina Gamermanns »I Had The Pleasure To Catch A Glimpse Of Beauty«

Ästhetisches Arbeiten kombiniert mit Selbstreflexion. In »I Had The Pleasure To Catch A Glimpse Of Beauty« (Ich hatte das Vergnügen, einen Blick auf die Schönheit zu erhaschen) thematisiert Chrystina Gamermann mentale Krankheiten. Sie reflektiert in ihrer Bachelorarbeit sowohl emotionale Abgründigkeit als auch die Schönheit der Welt. Ihre fotografischen Motive bringen Gefühle zum Ausdruck und tragen damit das Innere nach außen. Auf einsamen Spaziergängen und in privaten Momenten dient die Kamera als Werkzeug der Dokumentation, der künstlerischen Arbeit und der Therapie. Entstanden ist ein visuelles Tagebuch einer Heilung in Zyklen und der Hoffnung.

Die digitale Werkschau Website

Bereits seit geraumer Zeit präsentiert die Werkschau-Website Abschlussarbeiten am Fachbereich Gestaltung der FH #Bielefeld. Die aktuellen Arbeiten werden im Februar sichtbar sein. Vorbeischauen lohnt sich.

Salenti

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