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Familienfeindlichkeit in der Schwarzen Szene grenzt Menschen aus

Nachdem der sich ganz überwiegend als unbegründet herausgestellt habende Extremismus-Verdacht gegen Darkwaver und Goths allmählich verhallt, steht seit jüngerer Zeit ein neuer ernster Vorwurf im Raum: die häufig zur Schau gestellte Familien- und Kinderfeindlichkeit der Schwarzen Subkultur.

Lesedauer 2 Minuten, 12 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 13. Dezember 2021, DOI: https://www.guetsel.de/content/32974/7727010.html
Familienfeindlichkeit in der Schwarzen Szene grenzt Menschen aus
Foto: Kunsthaus Tacheles

Familienfeindlichkeit in der Schwarzen Szene grenzt Menschen aus

Nachdem der sich ganz überwiegend als unbegründet herausgestellt habende Extremismus-Verdacht gegen Darkwaver und Goths allmählich verhallt, steht seit jüngerer Zeit ein neuer ernster Vorwurf im Raum: die häufig zur Schau gestellte Familien- und Kinderfeindlichkeit der Schwarzen Subkultur, die nach wie vor gerade in der Bundesrepublik viele Anhänger hat, grenzt Geflüchtete und Muslime aus.

Es liegt nahe, dass sich ein musikalisch und ästhetisch der Todessehnsucht und dem Einzelgängertum verschrieben habendes Milieu mit der Präsenz von Kindern, die gemeinhin für Lebensbejahung und enge soziale Bindungen stehen, seine Probleme hat.

Die mangelnde Integrationsbereitschaft der Schwarzen Musikszene für muslimische Migrantinnen und Migranten, für die traditionelle Familienwerte eine größere Rolle spielen als für Autochthone wird aktuell in der Video-Kurzdokumentation »Nothing New But Abortive Gasp« angesprochen: Kanzeln sich #Darkwaver und #Goths mit ihrer impliziten Ablehnung von Kindern und Familie unbewusst oder bewusst gegen islamische Lebenswelten ab, die seit einiger Zeit in Verbindung mit einer menschlicheren #Flüchtlingspolitik in der #Bundesrepublik an Bedeutung gewinnen? Dies wäre ein Indiz für mangelnde Integrationsfähigkeit und ein Problem, das der Diskussion bedarf.

Einen von vielen empirischen Belegen für die unterstellte Kinderfeindlichkeit der Schwarzen Subkultur bietet die Hamburger Band »Abortive Gasp« – nicht zuletzt wegen ihrer drastischen Namensgebung. Der antinatalistisch anmutende Bandname ist eine deutliche Provokation für traditionell kinderreiche Kulturkreise, auch wenn eine dezidierte Festlegung der Band auf »pro oder contra Abtreibung« bislang ausblieb. Musikalisch im Bereich des »Electro Industrial Rock« angesiedelt ließen die Mitglieder um Tim Paal und Harry Luehr seit Gründung in den Achtziger Jahren keine Zweifel an der Ablehnung familiärer Werte erkennen, was sich in Songtiteln wie »Sororicide« (»Schwestermord«), »Church Is Empty« und entsprechenden Texten manifestiert.

Noch vor nicht langer Zeit waren die meisten westlichen Gesellschaften offen für künstlerische Provokationen - also auch in der Musik und dort besonders in der Sparte »Industrial Rock«. Provokateuren wie Marilyn Manson (»Antichrist Superstar«) oder »Skinny Puppy« (»Inquisition«) wurde häufig sogar eine subversiv-progressive Wirkung zugeschrieben. Heute ist die Öffentlichkeit dank des »#MeToo«-Engagements, der sogenannten »Woke«-Bewegung und der »Cancel Culture« aufgeklärter und duldet vor religiösen Gefühlen nicht Halt machende kreative Entgleisungen nur noch bei makellosem politischen Leumund.

Die »Schwarze Musikszene« sollte einige ihrer Traditionen überdenken, damit sie auch Geflüchteten und MuslimInnen in Deutschland eine neue Heimat bieten kann.

Das Kunsthaus Tacheles

Das weltbekannte Kunsthaus Tacheles ist ein selbstbestimmter Produktions- und Präsentationsort für zeitgenössische Kunst. Im Haus befinden sich 30 Ateliers, die von internationalen Künstlern genutzt werden, sowie Galerieräume und ein multifunktionaler Saal für Theater- und Tanzaufführungen.

»Tacheles« – die »Kunstruine« in Berlin-Mitte

  • Produktions- und Präsentationsraum für aktuelle Kunst
  • Architekturdenkmal mit historischer Bedeutung
  • Selbstbestimmtes kollektives Experiment
  • International vernetzter kultureller Austausch
  • Haus für Veranstaltungen und kreative Prozesse

www.tacheles.de

Salenti

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