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Filinchen, ein DDR Produkt, das es heute noch gibt, aus Apolda in Thüringen, weder Knäckebrot noch Waffel

Die Ursprünge des Waffelbrotes gehen auf den Bäcker und Konditor Oskar Kompa zurück, der 1946 in der thüringischen Kleinstadt Apolda eine Bäckerei und Konditorei eröffnete.

Lesedauer 3 Minuten, 18 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 30. November 2021
Filinchen, ein DDR Produkt, das es heute noch gibt, aus Apolda in Thüringen, weder Knäckebrot noch Waffel
2006er Filinchen mit Vollkornanteil und Dellenmuster. Foto: Wiggum

Filinchen, ein #DDR Produkt, das es heute noch gibt, aus Apolda in Thüringen, weder Knäckebrot noch Waffel

Die Ursprünge des Waffelbrotes gehen auf den Bäcker und Konditor Oskar Kompa zurück, der 1946 in der thüringischen Kleinstadt Apolda eine #Bäckerei und #Konditorei eröffnete.

1956 entwickelte Oskar Kompa ein neuartiges Produkt, eine Spezialität, die er nach einer Jugendfreundin liebevoll »Filinchen« nannte – knusprig, frisch und in Rezeptur und Herstellungsverfahren einzigartig. 1952 hieß ein Vorläufer noch »Leichtkostschnitte«, bevor Filinchen als Waffelbrot auf dem Markt kam. Die zarten Schnitten waren als Diät-Nahrungsmittel unter dem Stichwort »Gesundbrot« von Anfang an sehr begehrt und in der DDR auch knapp.

Weder Knäckebrot noch Waffel: Filinchen ist ein im Waffeleisen gebackenes Knusperbrot

Unter dem Firmennamen »Gutena« (»GUTE NAhrung«) entwickelt sich das Unternehmen erfolgreich. Mit seiner Einzigartigkeit hat es Filinchen als Markenartikel geschafft, die regionalen Grenzen zu überschreiten. Filinchen ist längst auch in den Verbrauchermärkten im Westen Deutschlands zu einem beliebten Lebensmittel geworden.

In einer Symbiose aus traditionellem Herstellungsverfahren und moderner Technologie produziert Gutena unser Knusperbrot seit 1998 am neuen Firmensitz in Apolda.

Unseren hohen Qualitätsstandard untermauert »Gutena« mit einer Zertifizierung nach den International Featured Standards – Food (»IFS«, Version 6). »Gutena« ist Mitglied im BDSI Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie.

Waffelbrot aus Thüringen

Filinchen ist ein dünnes Waffelbrot aus Thüringen, das in der DDR große Bekanntheit hatte. Es wird heute von der Gutena Nahrungsmittel GmbH in Apolda hergestellt und ist inzwischen bundesweit erhältlich. Es ist kein Knäckebrot, obwohl einige heutige Varianten knäckebrotartige Produkte sind.

Das Waffelbrot besteht aus länglichen, hellgelben Platten. Es ist spröde und bricht sehr leicht, lässt sich daher nur mit weichen Materialien bestreichen. Filinchen wird typischerweise mit süßen Belägen wie Honig, Nusscremes oder Marmelade gegessen, gelegentlich auch mit herzhaften Brotaufstrichen oder Wurst belegt. Filinchen gelten als Frühstücks-, Pausen- oder Sommerbrot. Filinchen wird auch als süßer Snack mit Cremefüllung in den Geschmacksrichtungen Heidelbeere, Milchcreme, Schokocreme und Zitrone angeboten.

Geschichte der Filinchen

Filinchen gehen auf den Bäckermeister Oskar Kompa zurück, der 1946 in Apolda ein kleines Geschäft eröffnete. Das Waffelbrot sei entstanden, als er seiner Jugendfreundin Felicitas (Kosename »Filinchen«) etwas ganz Besonderes backen wollte. Dies waren die mit einem Waffeleisen hergestellten Brotplatten aus Weizenteig, die er nach ihr benannte.

Mit der industriellen Produktion wurde Mitte der 1950er-Jahre begonnen; das Waffelbrot war schnell sehr beliebt. Die Produktion erfolgte nach den Vorgaben des Fünfjahresplans und konnte die Nachfrage der Konsumenten nicht decken. Das Produkt wurde trotz der aus der Zentralverwaltungswirtschaft resultierenden Lieferschwierigkeiten beworben. Damals bevorzugt beliefert wurden Kindertageseinrichtungen, weshalb Filinchen auch aufgrund ihres meist süßen Belages (Honigsorten oder Marmeladen) als Kinderbrot angesehen wurden.

Nach der »Wende« brach der Absatz für Filinchen zwischenzeitlich ein, stabilisierte sich aber ab 1992 wieder, nachdem einer der ehemaligen Lebensmittelchemiker die Firma aufgekauft hatte. 2019 gaben 79,3 Prozent der ostdeutschen Verbraucher an, dass sie beim Kauf von Erzeugnissen aus diesem Segment immer oder meistens Filinchen erwerben. In den alten Bundesländern beträgt der Marktanteil inzwischen 15 Prozent.

Gutena stellt heute auch Knusperschnitten nach Vollkorn- oder Knäckebrot-Rezepturen her, die sich dem Verbrauchergeschmack anpassend mit herzhaftem Belag verwenden lassen.

Wie gesund ist Filinchen?

Filinchen beinhalten viele Ballaststoffe und enthalten wenig Zucker. Eine Scheibe Filinchen wiegt fünf Gramm und ist somit eine leichte Abwechslung zu einer Scheibe Brot. Eine Scheibe Filinchen Original kommt dabei auf 20 Kilokalorien.

Was ist Waffelbrot?

Viele sagen auch »Knäckebrot« oder »Waffel« zum Filinchen. Doch das ist es nicht. Ganz streng genommen ist es ein »Waffelbrot«. Der Weizenbrotteig wird im Waffeleisen mit speziellen brotplatten knusprig dünn gebacken.

Ist Filinchen ein Knäckebrot?

Bewusste Ernährung – leicht, lecker und ganz einfach: Filinchen. Waffelbrote in zahlreichen Varianten für die ganze Familie: Lower Carb für die kohlenhydratreduzierte Ernährung, Vollkorn für bewussten Genuss oder Minis für den ganz kleinen Hunger. Filinchen ist leichter als Knäckebrot und wird im Waffeleisen gebacken.

Wie viel Zucker ist in Filinchen? Nährwerte und Details

  • Energiewert 1.716 Kilojoule
  • Kohlenhydrate, 75 Gramm
    • Zwei Gramm Zucker
    • Vier Gramm Ballaststoffe
    • Elf Gramm Eiweiß

Ist Filinchen ein Ostprodukt?

»Filinchen« ist ein dünnes Waffelbrot aus Thüringen, das in der DDR sehr bekannt und beliebt war. Es wird auch heute noch in Apolda hergestellt und ist inzwischen bundesweit erhältlich.

DocMorris, Erkältungsaktion, Winter

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