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Colani-Ausstellung, »Der Urknall kommt aus Rheda-Wiedenbrück«

»Der Urknall kommt aus Rheda-Wiedenbrück«, betonte Design-Professor Dierk van den Hövel am Sonntag bei der gut besuchten Eröffnung der Colani-Ausstellung im Rathaus der Stadt.

Lesedauer 2 Minuten, 21 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 23. November 2021
Colani-Ausstellung, »Der Urknall kommt aus Rheda-Wiedenbrück«
Hans Schalück, Bürgermeister Theo Mettenborg, Stephan Pfeffer und Professor Dierk van den Hövel umringen die »Ylem«-Schatulle, die im Mittelpunkt der Ausstellung im Rathaus steht.

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Rheda-Wiedenbrück (pbm). »Der Urknall kommt aus Rheda-Wiedenbrück«, betonte Design-Professor Dierk van den Hövel am Sonntag bei der gut besuchten Eröffnung der Colani-Ausstellung im Rathaus der Stadt. Dort sind bis Ende Januar 2022 die Skizzen des Zyklus »Ylem« zu sehen, den der selbst ernannte »Design-Terrorist« Luigi Colani 1971 in Rheda-Wiedenbrück entwarf.

Zum 50. Geburtstag des großen Werkes lud die Stadt zur Ausstellung, in der neben den kompletten Skizzen und Texten von »Ylem« auch zahlreiche Möbel und Designobjekte zu sehen sind, die Colani während seiner Zeit in Rheda-Wiedenbrück (1963 bis 1972) schuf. Prof. Dierk van den Hövel, Designer und Architekt, ordnete das Schaffen Colanis und insbesondere seine Entwürfe zu »Ylem« für die zahlreichen Besucher der Ausstellungseröffnung ein.

Das altgriechische Wort »Ylem« stehe für die Urmaterie vor dem Urknall und solches sei es für Colani auch gewesen. Er habe in vielen seiner späteren Entwürfe wieder die Skizzen aus Rheda-Wiedenbrück zur Grundlage genommen. In »Ylem« habe er seinen „ganzheitlichen Ansatz, Design, Funktionalität, Arbeit, Kunst und Genuss – vor allem Genuss – zu verbinden“ festgeschrieben. Hier habe „der Revolutionär neue Architekturformen, neue Lebensformen in Freiheit von Geist und Körper“ entwickelt. Van den Hövel, der selbst von 1969 bis 1978 freier Mitarbeiter Colanis war, empfand auch in der Zeit der »officine Colani« in Schloß Harkotten die früheren Entwürfe als »Keimzellen für die ganz großen Ideen« des Designers.

Van den Hövel warf nicht nur einen intensiven Blick auf die Arbeit des Gestalters Colani sondern auch den Blick des Zeitgenossen auf den Menschen Colani. Dazu gehörte seine spontane, geniale, freie und freigiebige Art ebenso wie sein Verhalten, das oft als »rotzig, frech, gemein« empfunden wurde. Colani sei mit seinen Verhaltensweisen ebenso ein Bürgerschreck, wie auch ein sehr fleißiger und unermüdlicher Arbeiter gewesen, der nach durchzechter Nacht schon um fünf Uhr morgens wieder seine eleganten Linien aufs Papier warf.

Bürgermeister Theo Mettenborg betonte in seiner Begrüßung, dass Colani viele Klassiker in Rheda-Wiedenbrück geschaffen habe. Er könne darüber hinaus auf eine unübersehbare Fülle von Objekten zurückschauen, die er entworfen habe. »Sein universaler Anspruch führte zur Optimierung nahezu aller gestaltbaren Objekte.« Mettenborg dankte neben Professor van den Hövel ganz besonders dem leidenschaftlichen Colani-Sammler Hans Schalück, der zahlreiche Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt hat und »dem wir ganz maßgeblich die Initiative zu dieser Ausstellung zu verdanken haben«. Weiterer Dank galt dem Baudezernenten Stephan J. Pfeffer und der Flora Westfalica für ihren Beitrag zur Ausstellung.

Während im Anschluss die Ausstellungsgäste sowohl die Ylem-Tafeln als auch die unterschiedlichen Designobjekte besichtigten war gerade die polarisierende Gestalt Colanis häufig Gesprächsthema. Viele Besucher konnten sich lebhaft an Colanis Auftritte in der Stadt erinnern.

21. November 2021 bis 28. Januar 2022, Rathaus der Stadt Rheda-Wiedenbrück, Foyer, Rathausplatz 13, 33378 Rheda-Wiedenbrück, montags bis mittwochs 8 bis 17 Uhr, donnerstags 8 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 12 Uhr, Zugang nur nach Anmeldung am Empfang, es gelten die Regelungen der jeweils aktuellen Coronaschutzverordnung NRW

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