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Klinikum Gütersloh: Ko-operieren mit dem Roboter

Nach der Ankunft des ersten OP-Roboters im August startet das Klinikum Gütersloh jetzt in die zweite Phase der robotergestützten Operationen

Lesedauer 2 Minuten, 23 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 18. Oktober 2021
Klinikum Gütersloh: Ko-operieren mit dem Roboter
Operation im Duett: Dr. Frank Jurke, Oberarzt der Klinik für Urologie und Dr. Marcus Horstmann, Chefarzt der Klinik für Urologie beim gemeinsamen Einsatz an der Dualkonsole des Chirurgie-Roboters.

#Klinikum #Gütersloh: Ko-operieren mit dem #Roboter

Nach der Ankunft des ersten OP-Roboters im August startet das Klinikum Gütersloh jetzt in die zweite Phase der robotergestützten Operationen. Seit Oktober 2021 werden mithilfe einer Dualkonsole weitere Chirurginnen und Chirurgen des Krankenhauses für die hochpräzise Operationstechnik mit dem »Da Vinci«-Roboter ausgebildet.

Er hat vier Arme und kann zehnmal besser sehen als ein menschliches Auge. Der neue OP-Roboter am Klinikum Gütersloh. Heute unterstützt er Dr. Marcus Horstmann, Privatdozent und Chefarzt der Klinik für Urologie und Oberarzt Dr. Frank Jurke bei einer Nierenoperation. Die Chirurginnen und Chirurgen des Klinikums Gütersloh setzen seit Juli bei minimalinvasiven Operationen auf die Unterstützung des »Da Vinci«-Roboters.

Minimalinvasiv bedeutet operieren durchs Schlüsselloch. Das heißt, es sind nur kleine Schnitte erforderlich, um die Operationsinstrumente in den Körper einzuführen. Der neue »Da Vinci«-Roboter ist darin besonders gut, weil er hochpräzise Bewegungen und Schnitte ausführen kann. Die Operierenden bedienen eine Konsole, die ihre Handbewegungen an die Operationsinstrumente überträgt.

Damit erfahrene Chirurginnen und Chirurgen ihr Wissen bei der robotergestützten Operation an die Kollegen weitergeben können, ist seit Oktober eine Dualkonsole im Einsatz. Über diese Dualkonsole können zwei Operierende abwechselnd die Instrumente des Roboters steuern. »Das ermöglicht eine optimale Abstimmung unter den Operierenden«, erklärt Dr. Marcus Horstmann. Mit ihm konnte das Klinikum Gütersloh in diesem Jahr einen absoluten Experten auf dem Gebiet der robotergestützten Eingriffe gewinnen. Dr. Horstmann operiert seit 14 Jahren roboterassistiert und gehört damit in diesem Bereich zu den erfahrensten Ärzten Deutschlands. »Mit dem Erwerb des Chirurgie-Roboters hat das Klinikum auch ein umfangreiches Schulungskonzept für Ärztinnen und Ärzte ins Leben gerufen, das beginnt mit digitalem Training am Simulator, geht dann weiter mit Schulungen im Trainingszentrum des Anbieters und erst dann folgen assistierte Operationen, das ist unheimlich wichtig.«

Für die Patienten bedeuten minimalinvasive Operationen mit dem »Da Vinci«-Roboter weniger Blutverlust und weniger verletztes Gewebe. Im Idealfall beschleunigt das die Wundheilung. Der Arzt sieht das Operationsfeld dreidimensional und stark vergrößert. »Das ermöglicht uns ein extrem genaues Steuern der Instrumente«, erklärt Chefarzt Dr. Horstmann. »Das heißt, wir können noch präziser operieren. Davon profitieren beispielsweise Krebspatienten, weil wir die Funktionsfähigkeit der Organe erhalten können.«

In der minimalinvasiven Chirurgie hat das Klinikum bereits jetzt einen hervorragenden Ruf. »Mit dem ›Da Vinci‹-System bauen wir die Operationsmöglichkeiten für unsere Patienten weiter aus«, sagt Maud Beste, Geschäftsführerin des Klinikums Gütersloh. Neben der #Urologie werden auch ausgebildete #Ärztinnen und #Ärzte der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie und der #Klinik für #Frauenheilkunde und #Geburtshilfe mit dem ›Da Vinci-Roboter‹ arbeiten. »Darüber hinaus werden wir ein Robotisches Zentrum aufbauen, über das die beteiligten Spezialisten ihr Wissen interdisziplinär bündeln und austauschen und das auch ein Kompetenzzentrum für die Patienten sein soll.«

Mit der Investition von knapp 1,35 Millionen Euro hat das Klinikum einen weiteren Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit des Klinikums gelegt. Der Da Vinci-Roboter ist aktuell der bekannteste Chirurgie-Roboter. Er wurde weltweit bereits in mehr als sieben Millionen Eingriffen verwendet.

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