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Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica liegt oberhalb des Weserdurchbruchs Porta Westfalica, des »Tors nach Westfalen«, auf dem Gebiet der Stadt Porta Westfalica im nordrhein-westfälischen Kreis Minden-Lübbecke

Lesedauer 4 Minuten, 29 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 15. Oktober 2021
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica

Das #Kaiser-#Wilhelm-#Denkmal an der Porta Westfalica liegt oberhalb des Weserdurchbruchs #Porta #Westfalica, des »Tors nach Westfalen«, auf dem Gebiet der Stadt Porta Westfalica im nordrhein-westfälischen Kreis Minden-Lübbecke. Es wurde durch die preußische Provinz #Westfalen von 1892 bis 1896 errichtet und entstand vor dem Hintergrund der nationalen Ideen im #Deutschen #Kaiserreich. Das rund 88 m hohe Denkmal gehört zur Reihe der deutschen Nationaldenkmale.

Architekt des landschaftsprägenden Denkmals war Bruno Schmitz, das Kaiserstandbild entwarf der Bildhauer Caspar von Zumbusch. Seit 2008 gehört das Denkmal zur Straße der Monumente. Durch seine herausragende geographische Lage ist es das wichtigste Wahrzeichen der Stadt Porta Westfalica und des nördlichen Ostwestfalens.

Denkmal mit wiedererrichteter Ringterrasse 2018

Von 2013 bis 2018 wurde das Denkmal restauriert und gemäß einem neuen Besucherkonzept durch den Architekten Peter Bastian aus Münster umgebaut. Dabei entstanden in der Ringterrasse des Denkmals ein Restaurant und ein Ausstellungsraum. Nach dem Umbau wurde das Denkmal am 8. Juli 2018 feierlich neu eröffnet.

Am 18. Oktober 2021 wird das Denkmal 125 Jahre alt

Geographische Lage

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal befindet sich in der Region Ostwestfalen-Lippe in Nordrhein-Westfalen südlich der Kreisstadt Minden. Hier zieht sich das Kammgebirge Wiehengebirge in Ost-West-Richtung als Mittelgebirgsschwelle vom Norddeutsche Tiefebene in die südlich anstehenden Mittelgebirge. Das Denkmal steht landschaftsprägend auf dem äußersten Ostende des Wiehengebirges auf dem Osthang des Wittekindsbergs. Hier befindet sich der markante Weserdurchbruch Porta Westfalica, in dem sich die Weser zwischen Wiehengebirge im Westen und Wesergebirge im Osten sowie zwischen den Städten Porta Westfalica im Süden und Minden im Norden ihren an der Mittelgebirgsschwelle gelegenen Weg in die Norddeutsche Tiefebene bahnt. Der Standort des Denkmals wurde bewusst an die Ostgrenze der ehemaligen Provinz Westfalens zur Porta Westfalica gelegt. Das Denkmal gehört zum Ortsteil Barkhausen der Stadt Porta Westfalica.

Direkt unterhalb vom südöstlichen Treppenaufgang des großflächigen Denkmalsockels liegt im Osten eine 202,9 Meter hohe und etwas oberhalb des Bauwerks im Westen eine 213,8 Meter hohe Stelle. Vom Denkmalfuß in Höhe von 210 m bis zur Höhenlage der Weser an der Brücke der Bundesstraße 61 (39,7 Meter) sind es etwa 170 Meter Höhenunterschied.

Zeitgeschichtlicher Hintergrund

Nach dem Tod von Kaiser Wilhelm dem Ersten wurden vielerorts in Preußen Kaiser-Wilhelm-Denkmäler in Auftrag gegeben. Das Personen- und Nationaldenkmal stellt als eines der letzten Großdenkmale den Kaiser in den Mittelpunkt der national geprägten Erinnerungskultur des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die die nationalstaatliche Vergemeinschaftung in den Vordergrund stellte. An der Porta Westfalica als landschaftsprägenden Ort wurde mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal ein Bildungsprogramm der nationalen Vereinheitlichung umgesetzt. Hier wurde die Einigung des Deutschen Reiches als Folge des Deutsch-Französischen Krieges in Person des Kaisers gefeiert.

Planungen und Auftrag

Der Bau des Denkmals erfolgte im Auftrag des Landtags der Provinz Westfalen, der am 15. März 1889 mit knapper Mehrheit als Standort für das Kaiser-Wilhelm-Denkmal jenen an der Porta Westfalica festlegte. Der Standort wurde durch den Abgeordneten Hösch bereits im April 1888, einen Monat nach dem Tode Kaiser Wilhelms des Ersten, vorgeschlagen. Die Mindener Stadtverordnetenversammlung nahm diesen Vorschlag sofort auf. Die Initiative für den Denkmalbau ging vom Landrat des Kreises Minden Alexander von Oheimb aus, dem Besitzer des nahe gelegenen Guts Oheimb in Holzhausen, der als Vorsitzender des Denkmal-Komitees für den hiesigen Standort warb.

Als Alternativstandort war die Hohensyburg beim Dortmunder Stadtteil Syburg diskutiert worden. Der Standort in Ostwestfalen konnte sich trotz der im Vergleich zum Ruhrgebiet geringeren Bevölkerungszahl als besser geeignet durchsetzen: Das Denkmal ist hier weithin sichtbar – von Schiene, Straße und Fluss. Der genaue Standort wurde durch eine Landtagskommission unter der Leitung des Oberpräsidenten Stutz bei einer Begehung am 5. Juni 1889 festgelegt.

Als Bildhauer für die Bronzefigur Wilhelm des Ersten wurde der aus Herzebrock stammende Caspar von Zumbusch gewonnen. Für die architektonische Gestaltung schrieb die Provinz einen Architektenwettbewerb aus, zu dem 58 Entwürfe eingingen. Vom Preisgericht, dem auch von Zumbusch angehörte, wurde ein Preis an den jungen Berliner Architekten Bruno Schmitz vergeben, der ein Jahr zuvor schon den Wettbewerb für das Kyffhäuserdenkmal gewonnen hatte und später das Denkmal am Deutschen Eck in Koblenz (1897) und das Leipziger Völkerschlachtdenkmal (1913) gestaltete. Sein Entwurf wurde für die Umsetzung ausgewählt. Einen weiteren ersten Preis erhielten die Dresdner Architekten Richard Reuter und Theodor Fischer.

Bau des Denkmals

Die Vorbereitungen zum Bau begannen im Sommer 1892. Der Bau des Denkmals dauerte fünf Jahre von 1892 bis 1896. Dabei gab das Projekt rund 200 Menschen Arbeit, angefangen von Maurern und Steinhauern bis hin zu Schmieden, Schlossern und Wegebauern.

Gebaut wurde mit in der Region gebrochenen Portasandstein. Es wurden rund 13.000 Kubikmeter Mauerwerk ausgeführt und 3.000 Meter Treppenstufen verlegt.

Die Baukosten für das gesamte Denkmal inklusive Landerwerb und Zufahrtsstraße wurden mit rund 800.000 Goldmark veranschlagt; am Ende kostete es 833.000 Goldmark, anderen Angaben zufolge sogar 1.000.000 Goldmark.

Einweihungsfeier

Am 18. Oktober 1896 wurde das Denkmal im Beisein von Kaiser Wilhelm des Zweiten und Kaiserin Auguste Viktoria im Rahmen einer Feier eingeweiht, an der zwischen 15.000 und 20.000 Menschen teilnahmen. Landrat Alexander von Oheimb betonte in seiner Ansprache »die Verdienste des Kaisers Wilhelm des Ersten um die Reichseinigung.«

Weitere Geschichte

1902 wurde auf der östlich gegenüberliegenden Seite des Durchbruchstals Porta Westfalica auf dem Jakobsberg im Wesergebirge der Bismarckturm Porta Westfalica errichtet.

1921 wurde eine Gedenktafel zu Ehren von im Ersten Weltkrieg Gefallenen angebracht. 1926 riefen Mindener monarchistische und »vaterländische« Verbände dazu auf, am Kaiser-Wilhelm-Denkmal einen »deutschenTag« zu begehen.

Am 18. Oktober 2021 wird das Denkmal 125 Jahre alt. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (#LWL) als Denkmaleigentümer richtet dazu eine Feier aus. Der 18. Oktober 1896 war als Eröffnungstag gesetzt, weil er der Jahrestag der #Völkerschlacht von Leipzig ist und weil er den Jahrestag der Krönung Wilhelms des Ersten zum preußischen König am 18. Oktober 1861 in Königsberg markiert.

Quelle: Wikipedia, bearbeitet

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