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Flutgebiete: »BUND« fordert von Koalitionsverhandlungen Maßnahmenplan

Flutgebiete: »BUND« fordert von Koalitionsverhandlungen Maßnahmenplan für Dreiklang aus Klimaschutz, ökologischem Hochwasserschutz und wirksamem Katastrophenschutz

Lesedauer 2 Minuten, 14 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 13. Oktober 2021
Flutgebiete: »BUND« fordert von Koalitionsverhandlungen Maßnahmenplan

#Berlin#Remagen. Anlässlich des »#BUND«-Symposiums »#Ökologisch nachsteuern nach der #Flut« am heutigen Mittwoch fordern der »Bund für #Umwelt und #Naturschutz #Deutschland« (»BUND«) und der »BUND«-Landesverband Rheinland-Pfalz den #ökologischen Wiederaufbau der Ahr-Region als nachhaltige Modellregion sowie einen konsequenten und wirksamen #Klimaschutz.

Olaf Bandt, »BUND«-Vorsitzender: »Wir brauchen möglichst naturnahe Flüsse, die auch in Hochwasserzeiten das Wasser aufnehmen können. Extremer Niederschlag, wie jener, der die Fluten im Sommer auslöste, wird durch den #Klimawandel wahrscheinlicher und stärker. Damit solches Extremwetter in Zukunft nicht noch häufiger unsere Lebensgrundlagen und unsere Heimat zerstört, geht für die neue Bundesregierung kein Weg daran vorbei, wirksamen Klimaschutz in das Zentrum ihres Handelns zu rücken.« Eine Studie der Forschungsinitiative »World Weather Attribution« vom August dieses Jahres zeigt deutlich auf, dass die extremen Starkregenfälle vom Juli 2021 und die damit verbundenen Hochwasserschäden in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eine Folge der Klimaerhitzung sind.

Klimaschutz kann jedoch nur ein Baustein sein. Für bereits heute unumkehrbare Folgen der Erderhitzung ist eine zusätzliche Anpassung an den Klimawandel unverzichtbar. »Der ökologische Hochwasserschutz kann einen wesentlichen Beitrag leisten, um Flutkatastrophen wie im Juli abzuschwächen«, so Sabine Yacoub, Landesvorsitzende des »BUND« Rheinland-Pfalz. »Dabei handelt es sich um ein Mosaik von Maßnahmen. So müssen wir den Flüssen mehr Raum geben, die Flächenversieglung stoppen, den Waldschutz vorantreiben und eine Siedlungspolitik umsetzen, die auf einer neuen Risikobewertung basiert. Beim Wiederaufbau ist es jetzt wichtig, dass Experten herangezogen werden. Es kann nicht sein, dass ohne Rücksprache das Flussbett der Ahr stark verändert wird, wie es gerade im Naturschutzgebiet Langfingtal bei Altenahr passiert. Das schadet nicht nur der Natur, sondern kann auch die Hochwassergefahren erhöhen.«

Anne Spiegel, Klimaschutzministerin von Rheinland-Pfalz: »Die verheerende Flutkatastrophe vom 14. und 15. Juli 2021 hat uns vor Augen geführt, dass es kein ‚Weiter so‘ mehr geben darf. Wer nur von Hochwasserschutz redet, greift damit viel zu kurz. Wir haben an der Ahr schmerzlich erfahren, dass herkömmliche #Hochwasserschutzmaßnahmen bei derartigen Extremwetterereignissen längst an ihre Grenzen stoßen. Daher brauchen wir neue Denkansätze und müssen weg von der reinen Gefahrenabwehr hin zu einer umfassenden, vorausschauenden Risikokultur. Beim Wiederaufbau an der Ahr brauchen wir sowohl mehr Klimaschutz als auch mehr Anpassung an den Klimawandel. Mein Wunsch ist, dass das Ahrtal hier zur Modellregion wird. Beim Wiederaufbau sollten deswegen unter anderem neueste und sparsame Wärme- und Heiztechniken eingesetzt werden. Denn nur wirksame #Klimapolitik gibt künftigen Generationen die Chance, die Klimawandelfolgen zu bewältigen. Gleichzeitig muss die Bevölkerung bestmöglich vor den Folgen des Klimawandels wie Starkregen und Überflutungen sowie auch Hitze und Dürre geschützt werden.«

Hintergrund

Das Symposium findet am Mittwoch, 13. Oktober 2021, von 10 bis circa 17 Uhr in der Rheinhalle in Remagen statt. Weitere Informationen unter www.bund-rlp.de/themen/mensch-natur/fluesse-und-gewaesser/bund-symposium-hochwasser-am-13102021

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