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»LEPUS NRW – Lebensräume erhalten, planen und schützen«, gemeinsam für die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft

Das Naturschutzprojekt »LEPUS-NRW« – Lebensräume erhalten, planen und schützen läuft seit gut einem Jahr. »Und wir haben schon erste Erfolge erzielt«, freut sich Sven Nadolny von der Stiftung »Westfälische Kulturlandschaft«

Lesedauer 2 Minuten, 5 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 8. Oktober 2021, DOI: https://www.guetsel.de/content/29813/1965467.html
»LEPUS NRW – Lebensräume erhalten, planen und schützen«, gemeinsam für die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft

Das #Naturschutzprojekt »LEPUS-NRW« – Lebensräume erhalten, planen und schützen läuft seit gut einem Jahr. »Und wir haben schon erste Erfolge erzielt«, freut sich Sven Nadolny von der Stiftung »#Westfälische #Kulturlandschaft«, der das Projekt für den Raum #Ostwestfalen-#Lippe betreut. Landwirtschaft, Jägerschaft und Naturschutz engagieren sich darin für den Schutz der heimischen Arten in Feld und Flur mit dem Ziel, die Lebensraumbedingungen für die Offenlandarten wie Rebhuhn, Feldhase, Feldlerche, Kiebitz & Co. zu verbessern und die Biodiversität in der heimischen Kulturlandschaft zu steigern.

»„Allein beim Rebhuhn ist der Bestand in den letzten 30 Jahren um fast 90 Prozent zurückgegangen. Den anderen Offenlandarten und dem Niederwild geht es nicht viel besser«, so Nadolny. Die Ursachen sind vielfältig – aber es gibt wirksame Maßnahmen um die Situation zu verbessern.  Bisher werden in rund 15 Projektgebieten im Raum OWL sogenannte »Lebensraumkonzepte« erstellt und die Akteure vor Ort hinsichtlich biotopverbessernder Maßnahmen beraten. Erster Schritt ist die Prüfung vorhandener Lebensräume auf Acker und Grünland, Hecke, Waldrand und Gewässer. Grenzlinien und Größenstruktur der Acker- und Grünlandschläge geben dabei wichtige Hinweise auf die ökologische Qualität als Lebensraum. Gut nutzbar und ökologisch hochwertig sind etwa wenig genutzte grüne Feldwege oder Strauchhecken mit angrenzender artenreicher Saumvegetation. Weniger nutzbar hingegen sind etwa Waldränder mit direkt angrenzenden befestigen Wegen oder Hecken ohne Versteckmöglichkeiten.

Auf Grundlage dieser Einschätzung werden für jeden Landschaftsausschnitt individuell örtliche Maßnahmenkonzepte mit den Landnutzern entwickelt mit dem Ziel, ein Netz ganzjährig verfügbarer Lebensräume mit einer Eignung als Brut-, Setz- und Nahrungsplatz und ausreichend Deckungsflächen zu schaffen. »Hierzu eigenen sich beispielweise die Anlage von Blühflächen, die Umsetzung auf extensive Bewirtschaftungsweisen oder Pflege von Feldhecken und Kleingewässern. Durch eine räumliche und zeitliche Verbindung von Maßnahmen können Landschaftsbestandteile erfolgreich aufgewertet und vernetzt werden. Im Idealfall schließt sich dann der Nahrungskreislauf von Insekten, Bodenbrütern und Niederwild und alle finden ausreichend Nahrung, Deckung und gute Lebensbedingungen«, so Sven Nadolny. Immer mehr Naturschutzinteressierte in Ostwestfalen-Lippe lassen sich von dem Landschaftsarchitekten zur Verbesserung der Artenvielfalt beraten. Die Umsetzung kann dabei auf rein freiwilliger Basis, im Rahmen der sognannten »Greening Verpflichtungen« oder im Rahmen von geförderten Agrarumweltmaßnahmen erfolgen.

Das Projekt läuft noch bis Juni 2023 und umfasst den Verbreitungsraum des Rebhuhns von #OWL über das Münsterland bis zum Niederrhein und zur Kölner Bucht. Es wird getragen von der Arbeitsgemeinschaft der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft sowie der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft und wird exklusiv gefördert von der NRW-Stiftung. Projektpartner sind die Bauernverbände und Jagdverbände in Westfalen-Lippe und dem Rheinland.  

Weiterhin teilnehmen können interessierte Personen oder Organisationen, wie zum Beispiel Jagdgenossenschaften, Jagdpächter, Imkervereine oder landwirtschaftliche Ortsverbände. Weitere Informationen gibt es unter www.lepus-nrw.de.

Salenti

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