»Quilt und Bild« im Trauzimmer Gütersloh – Ausstellung von Birthe Stumpenhausen im Gütersloher Standesamt

Die in Isselhorst ansässige Künstlerin Birthe Stumpenhausen ist bei der jährlichen Ausschreibung des städtischen Fachbereichs Kultur von der Kölner Kuratorin Birgit Laskowski und der Jury ausgewählt worden

Artikel vom 27. September 2021
»Quilt und Bild« im Trauzimmer Gütersloh – Ausstellung von Birthe Stumpenhausen im Gütersloher Standesamt
»Quilt und Bild« heißt das duale Konzept von Künstlerin Birthe Stumpenhausen, das die kunstvoll gefertigten Patchwork-Kreationen der verstorbenen Mutter Gisela und ihre Kunst vereint.

Gütersloh (gpr). Die in #Isselhorst ansässige #Künstlerin Birthe Stumpenhausen ist bei der jährlichen Ausschreibung des städtischen Fachbereichs #Kultur von der Kölner Kuratorin Birgit Laskowski und der Jury ausgewählt worden, die Räume des #Standesamtes an der Kirchstraße 21 temporär bis zum Frühling 2022 für eine Präsentation ihrer Werke zu nutzen.

»Quilt und Bild« titelt aktuell das duale Konzept, das generationsübergreifend die kunstvoll gefertigten #Patchwork-Kreationen der verstorbenen Mutter Gisela (1943 bis 2018) sowie die abstrakten Bilder der Tochter Birthe vereint und der Öffentlichkeit zugängig macht. 

Die großformatigen Ausschmückungen der beiden kreativen Frauen bieten den Paaren seit Mai einen optimalen Hintergrund für die Hochzeitszeremonie, ebenso für die anschließenden Fotosessions im Ambiente des Trauzimmers. Die Präsentation der Ausstellung hat der Fachbereich Kultur bewusst unter dem Motto »#Kultursommer Gütersloh« – Themenbereich »#Kunst überall« – stattfinden lassen. Das Standesamt bietet so mit seinem hohen Hygiene- und Sicherheitskonzept auch in Zeiten der Pandemie als Corona-konforme Begegnungsmöglichkeiten und übt gleichzeitig eine Galerie-Funktion aus. 

»Pinsel, Lappen und Schwämme«, so klassifiziert Birthe Stumpenhausen die Werkzeuge, mit denen sie bei ihren eigenen Bildern durch die Art des Auftrags die leuchtenden Farben inszeniert. Sie trägt aktiv Schicht um Schicht auf, haucht ihren Gemälden »manchmal jahrelang« spürbare Individualität ein. Mit diesen Worten philosophiert die Künstlerin über ihre Arbeiten, die in ihrem Atelier-Haus im Ortsteil Isselhorst entstehen. Unter der Adresse: »In den Braken 39« hat sie einen Wirkkreis eingerichtet, der es ihr sogar erlaubt, Interessierten ein möbliertes Wohnen in kreativer Umgebung anzubieten. Nicht nur die Innenarchitektur ist ein Steckenpferd der Absolventin der »Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft« in Alfter bei Bonn, die im Übrigen die Eis- und Kaffeetheke der Firma Schenke im Bahnhof Gütersloh designt hat. Birthe Stumpenhausen ist auch eine ausgebildete Kunsttherapeutin, sie doziert an der heimischen Volkshochschule und betreut den Wertkreis, eine Dienst- und Hilfsorganisation für Menschen mit Handicap, und sie ist auch mit dem Atelier auf dem ökologischen #Kiebitzhof vernetzt. 

Nach dem Tod ihrer Mutter Gisela, die als Schneidermeisterin ihren Lebensmittelpunkt in Syke bei Bremen hatte, erspähte Tochter Birthe im kreativen Schaffen der beiden, dass zwei unterschiedliche Personen zusammenkommen und eine Verbindung fürs Leben schaffen. »Sogar beim Hängen der Bilder habe ich gespürt, dass wir uns immer wieder begegnen«, erklärt die nächste Generation, die Parallelen feststellt, aber den schöpferischen Ausdruck durchaus anders definiert. Bei der generationsübergreifenden Exhibition im Trauzimmer steht die Verwendung von Farben und Formen im Vordergrund. Der Quilt, eine textile Handarbeitstechnik, war bereits im Altertum in Ägypten weit verbreitet und gelangte über Indien im 17. Jahrhundert nach England. Durch die Auswanderungswelle im 19. Jahrhundert wanderte die Stepptechnik von Europa nach Nordamerika. »Eine heiratsfähige Frau sollte damals 13 handgenähte Quilt-Bettdecken besitzen«, bestätigte Birthe Stumpenhausen, die den Revival-Hype, der in den 1970er-Jahren ganz Europa erfasste und ihre Mutter zu sichtbaren Pionier- und Meisterleistungen antrieb, die neomodern entwickelte Sprache des Patchworks. 

Standesbeamtin Claudia Wiegelmann führt, nach vorheriger Anmeldung unter Telefon (05241) 82-3191, am Donnerstag-, Freitag- oder Samstagnachmittag – natürlich nach dem Hochzeitsbetrieb – Besucherinnen und Besucher durch die Galerie des Standesamtes. Interessierte Künstlerinnen und Künstler können sich auf die nächste Ausschreibung vom Fachbereich Kultur zur »#Kunst im #Standesamt« ab Dezember 2021 bis Januar 2022 bewerben. Die Kölner Kuratorin und Kunstvermittlerin Birgit Laskowski, bekannt für ihr Engagement in Gütersloh zum Thema »Kunst im öffentlichen Raum«, wird die eingereichten Arbeiten sichten und den neuen Außenblick für das 20. Jubiläumsjahr im Standesamt auswählen.


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