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Also kein Neubau ...


Mehr als 18.000 Gütersloher – das sind über 75 Prozent der Wahlteilnehmer – haben entschieden: Gütersloh soll trotz Finanzkrise kein neues Theater bauen. Eine willkommene Gelegenheit für die OASE, sich wieder zu Wort zu melden …

Artikel vom 10. 2. 2005
Also kein Neubau  ...
Mehr als 18.000 Gütersloher – das sind über 75 Prozent der Wahlteilnehmer – haben entschieden: Gütersloh soll trotz Finanzkrise kein neues Theater bauen. Eine willkommene Gelegenheit für die OASE, sich wieder zu Wort zu melden. Tiefste Betroffenheit und menschliche Verzweiflung bei den Befürwortern des Neubaus sprechen Bände – hier wurde versucht, den Bürgern ein aberwitziges Projekt aufzuoktroyieren. Daß diese den offensichtlich nicht finanzierbaren Neubau nicht haben möchten, wird als mittlerer Untergang der abendländischen Kultur gewertet. So wunderbar, wie ein neues Theater für Gütersloh wäre, so wenig kann es sich die Stadt angesichts leerer Kassen im Moment leisten, ein Projekt dieser Größenordnung umzusetzen.

Warum haben die Gütersloher ein so deutliches Votum abgegeben? Wohl kaum, weil ein Theater als solches abgelehnt wird – ebensowenig, wie es die breite Masse annimmt. Vielmehr handelt es sich hier um eine eindeutige Frustabstimmung gegen Verwaltung und Politik und die womöglich vermeintliche Erkenntnis dringenderer Notwendigkeiten, die Angst vor weiteren finanziellen Abenteuern und weiteren vertanen Chancen in Gütersloh. Die Diskussion durfte sich nicht nur auf die Frage des »ob« gebaut werden sollte beschränken, sondern hätte auch darauf, »was« gebaut werden sollte, eingehen müssen. Bemerkenswert ist auch die Ahnungslosigkeit unserer Bürgermeisterin Maria Unger, Befürworterin des geplanten Neubaus, die sich nach eigenem Bekunden nicht mit den Renovierungsplänen für die Paul-Thöne-Halle beschäftigt hat (Interview im Westfalen Blatt vom 1. 7.).

Dieser Bürgerentscheid drückt eindeutig etwas ganz anderes als die Ablehnung einem neuen Theater gegenüber aus – das »Nein« richtet sich vielmehr gegen eine Vielzahl von Mißständen in Gütersloh: Eine völlig verfehlte Verkehrs- und Stadtplanung, ein verspätet instrumentalisiertes Stadtmarketing dessen Effekte auf sich warten lassen, eine Lokalpolitik, die sich oftmals über die Wünsche und Belange der Bürger und Unternehmer hinwegsetzt und augenscheinlich lobbyistische Interessen vertritt. Bei der Diskussion um das Thema Theater ist die Bevölkerung offensichtlich inhaltlich nicht erreicht worden. Es gilt nicht nur, alle kulturell Interessierten, sondern alle Gütersloher an einen Tisch zu bringen, um Perspektiven zu erarbeiten.

Dieser Artikel gibt nicht die Meinung der Redaktion von guetsel.de wieder. Die »OASE« ist ein Zusammenschluss von namhaften Gütersloher Einzelhändlern, deren Namen der Redaktion bekannt sind und die sich in unregelmäßigen Abständen in dieser Form äußern.

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