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Die »GemüseAckerdemie«: Für eine Generation, die weiß, was sie isst – am 11. Juni 2021 im Kreis Gütersloh

Die »GemüseAckerdemie« will das Bewusstsein für die Bedeutung von Natur und die Wertschätzung von Lebensmitteln in unserer Gesellschaft stärken. Sie will mehr Wissen über Naturzusammenhänge, Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft verbreiten sowie eine gesunde Ernährungsweise und nachhaltigen Konsum fördern

Lesedauer 3 Minuten, 3 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 9. Juni 2021, DOI: https://www.guetsel.de/content/22895/3232821.html
Die »GemüseAckerdemie«: Für eine Generation, die weiß, was sie isst – am 11. Juni 2021 im Kreis Gütersloh

Die »GemüseAckerdemie« will das Bewusstsein für die Bedeutung von Natur und die Wertschätzung von Lebensmitteln in unserer Gesellschaft stärken. Sie will mehr Wissen über Naturzusammenhänge, Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft verbreiten sowie eine gesunde Ernährungsweise und nachhaltigen Konsum fördern. Dazu entwickelt sie soziale und wirkungsorientierte Konzepte, die sie gemeinsam mit lokalen Partnern umsetzt.

Kinder haben immer weniger Kontakt und Bezug zur Natur, sowohl zu Hause als auch in Kitas und Schulen. Nur wenige Kinder wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen oder haben schon einmal selbst Gemüse angebaut. Nur 14 Prozent aller Kinder und Jugendliche essen die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene Menge Gemüse am Tag. Circa 6,1 Millionen Tonnen Lebensmittel landen ​in deutschen Privathaushalten jährlich im Müll. Jedes fünfte Kind in Deutschland ist übergewichtig oder sogar adipös.

Die Vision der »GemüseAckerdemie« ist mehr Wertschätzung für Natur und Lebensmittel – die Vision ist eine nachhaltig konsumierende Gesellschaft, deren Handeln auf einem ganzheitlichen Verständnis für Umwelt und Lebensmittelproduktion beruht: »Wir schaffen einzigartige Erlebnisse und Erfahrungswelten rund um Natur und Lebensmittel.«

Die »GemüseAckerdemie« will viel bewirken und setzt sich hohe Ziele, deren Umsetzung kontinuierlich evaluiert werden: »Bei uns werden weder Lebensmittel noch Ressourcen verschwendet. Die vorhandenen Mittel werden effizient und wirkungsvoll eingesetzt. Wir sind begeisternde Changemaker, glauben an unsere Vision und geben dafür jeden Tag unser Herzblut. Wir wollen uns nicht verstecken, sondern zeigen was wir wirklich bewirken – nachzulesen in unserem jährlich erscheinenden Wirkungsbericht.«

Die Idee zur Entwicklung eines ackerdemischen Bildungsprogramms kam dem studierten Landwirt Christoph Schmitz während seiner Dissertation am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung. Nach deren Fertigstellung im Sommer 2012 und Beginn seiner Elternzeit beschäftigte er sich eingehender mit der Idee: Viele Schulklassen besuchten seinen elterlichen Hof für einen Tagesausflug. Aber können Kinder an einem einzigen Tag tatsächlich nachhaltig lernen, wie natürliche Prozesse und Landwirtschaft funktionieren? Und wo sollen Sie es heutzutage lernen, wenn nicht in der Schule oder dem Kindergarten?

Als Antwort schrieb Christoph 2012 die wissenschaftliche Arbeit „Entfremdung der Gesellschaft von Nahrungsmitteln“ und entwarf darin seine Idee und das Konzept eines neuartigen Bildungsprogramms.

Anschließend testete Christoph gemeinsam mit seiner Schwester Ulrike und ihrer Schulklasse die GemüseAckerdemie in einem Pilotprojekt und begleitete den Versuch wissenschaftlich. Die Begeisterung der Kinder auf dem Acker und der nachgewiesene Lernerfolg waren überzeugend, so dass ab Herbst 2013 in einem kleinen Team und durch viel ehrenamtliche Arbeit das gemeinnützige Sozialunternehmen Ackerdemia aufgebaut und schließlich 2014 gegründet wurde.

Seitdem wird das Bildungsprogramm »GemüseAckerdemie« in einem wachsendem Team an immer mehr Schulen und Kitas umgesetzt und ständig optimiert. Zusätzlich entwickeln und erproben die Mitglieder neue Ideen und Konzepte für mehr Wertschätzung von Natur und Lebensmitteln, wie der »GemüseKlasse«, der »Ackerpause« oder »Black Turtle«.

170 Kitas und Schulen nehmen an der »GemüseAckerdemie« in der Region West teil. 6.000 Kinder und Jugendliche ackern bereits mit der Initiative. 70 verschiedene Gemüsesorten – darunter auch der »Kölner Palm« und die »Paas Lintorfer Frühe« -– wachsen auf den Flächen. 60.000 Jungpflanzen und 15 Kilogramm Saatgut kultiviert die »GemüseAckerdemie« zwischen Aachen und Münster.

Das Verler Geschäft »UnVerlpackt«: »Werde Jungpflanzenretter! Am Freitag, 11. Juni 2021, kommt die ›GemüseAckerdemie‹ von 15 bis 18 Uhr zu Besuch. Nach den Pflanzungen der ›GemüseAckerdemie‹ an ›AckerKitas‹ und ›AckerSchulen‹ suchen einige Pflanzen ein neues Zuhause – Zucchini, Zuckermais, Kürbisse, Gurken und Lauch. Also kommt gerne vorbei und werdet Jungpflanzenretter*in! Spenden kommen Schulen und Kitas zugute, sind aber kein muss. Denkt an ein Gefäß beziehungsweise Karton für den Transport eurer Jungpflanzen. Die ›GemüseAckerdemie‹ begeistert Kinder für eine gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit und schickt Kitas und Schulen im ganzen Land auf den Acker. Die Kinder erleben dort unmittelbar, wo Lebensmittel herkommen und wie sie wachsen – für eine Generation, die weiß, was sie isst. Zum Programm der ›GemüseAckerdemie‹ könnt ihr euch vor Ort bei uns informieren. Es gibt noch freie Förderplätze für Schulen im Raum Ostwestfalen – also rauf auf den Acker!«


Salenti

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