Jan Bobe, »Nur ein Schubs«


Artikel vom 21. Mai 2021
Anzeige: Jan Bobe, »Nur ein Schubs«
Vox Rindvieh, Verlag M. Borner, Gütersloh, Cover-Gestaltung: Eckard Kleßmann

Die Reihen auf dem Berliner Platz lichten sich. Ausgerechnet die ärmsten Seelen der Gütersloher Trinkerszene streichen reihenweise die Segel. Mal geraten sie vor dem Amtsgericht unter einen Lkw, mal knallen sie hinter der Martin-Luther-Kirche an einen Laternenpfahl, mal purzeln sie an der Alten Weberei in die Dalke und ertrinken. Selbst die zerbrochene Schnapsflasche an der Diekstraße entwickelt noch genügend tödliches Potenzial. Bei Polizei und Rettungsdienst macht sich Erleichterung breit. Nur allzu gern deckt man den Mantel des Vergessens über die Verblichenen, denn sie waren nicht gerade beliebt. Nur Dierk-Helge Reuter-Ritterling, der junge hyperaktiver Ermittlungsterrier vom 4. K, vermeint in den alkoholschwangeren Todesfällen ein Muster und damit die Handschrift eines Serientäters zu erkennen.

Und welche Rolle spielt der illustre Bauunternehmer Sandmann, der plötzlich und unbegreiflich ein lukratives Projekt vor die Wand fährt, das Kapital abgreift und untertaucht? Waren die Verblichenen etwa Leichen aus seinem Keller?

Dierk-Helge beißt sich in der Sache fest, allem Spott zum Trotz. Eigenständig nimmt er Ermittlungen auf, droht aber im Akten-Tsunami seines Massenkommissariats zu versumpfen. Hilfe bekommt er nur von den Streifenpolizisten seiner alten Dienstgruppe, die einmal mehr unter Beweis stellen, dass Polizei eine Kunst ist, die auf der Straße gelernt und ausgeübt wird und nicht in einem Büro.

»Nur ein Schubs« spielt in Gütersloh. An authentischen Orten erzählen reale Personen wahre Geschichten und spinnen einen Handlungsstrang, der quer durch Ostwestfalen bis nach Spanien, Griechenland und auch in die Karibik führt, schließlich aber unweigerlich wieder in Gütersloh endet.

Jan Bobe

Jan Bobe ist gebürtiger und beständiger Gütersloher. Er trat 1977 in den Polizeidienst ein. Nach zwei schönen Dienstjahren in Köln ging es zurück in die Heimatstadt, die er über zwanzig Jahre lang bestreifte, besonders gern nachts und zu Fuß. Der Verwendung als Streifenpolizist und, nach erfolgtem Studium, als Dienstgruppenleiter folgten Stationen als Lehrer, Trainer, Dozent FH und Unfallermittler. Heute leitet er die Polizeiwache Halle - Westfalen. Es waren die ungezählten skurrilen, schrägen und lustigen Erlebnisse aus 42 Dienstjahren, die schließlich zu diesem Gütersloher Lokalkrimi führten, in dem wirkliche Personen auferstehen und wahre Geschichten erzählen. Jan Bobe wohnt nach wie vor in Gütersloh im großelterlichen Haus, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Gebundene Ausgabe, Verlag M. Borner, Gütersloh, 14,99 Euro



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