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HDE fordert Wiedereröffnung aller Geschäfte

Angesichts sinkender Corona-Inzidenzen und einer wachsenden Zahl an Geimpften fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) die Politik auf, einen bundesweit einheitlichen Plan zur Wiedereröffnung aller Geschäfte vorzulegen. Aus Sicht des Verbandes gibt es auch mit Blick auf die laut Robert Koch Institut und TU Berlin niedrige Infektionsgefahr

Lesedauer 1 Minute, 54 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 9. Mai 2021, DOI: https://www.guetsel.de/content/21676/6839880.html
HDE fordert Wiedereröffnung aller Geschäfte

Angesichts sinkender Corona-Inzidenzen und einer wachsenden Zahl an Geimpften fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) die Politik auf, einen bundesweit einheitlichen Plan zur Wiedereröffnung aller Geschäfte vorzulegen. Aus Sicht des Verbandes gibt es auch mit Blick auf die laut Robert Koch Institut und TU Berlin niedrige Infektionsgefahr beim Einkauf keinen Grund mehr für weitere Einschränkungen oder Schließungen im Einzelhandel. Gleichzeitig warnt der Verband vor den hohen gesellschaftlichen und finanziellen Kosten, wenn viele Einzelhändler ihren Beruf nicht wie gewohnt ausüben können.

»Immer mehr Menschen sind geimpft, die Inzidenzen sinken vielerorts unter 100. Das sind gute Nachrichten für uns alle. Jetzt muss die Politik den nächsten Schritt machen und den Einzelhandel wieder komplett öffnen«, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. In Gebieten mit Inzidenzen unter 100 müsse zudem die Testpflicht vor dem Einkauf entfallen. Gleichzeitig sollten die Maskenpflicht und die bewährten Hygienekonzepte der Händler weiter gelten. Wissenschaftliche Erkenntnisse unter anderem des Robert Koch Instituts hatten gezeigt, dass das Infektionsrisiko beim Einkauf mit Hygienekonzept gering ist. Der Handelsverband spricht sich für ein entschiedenes, bundesweit einheitliches Vorgehen aus. Eine HDE-Umfrage hatte in der Kalenderwoche 16 deutlich gemacht, wie groß die wirtschaftliche Not bei vielen Händlern mittlerweile ist. Demnach sehen sich zwei Drittel der Bekleidungshändler in Existenzgefahr und rechnen für dieses Jahr damit, Insolvenz anmelden zu müssen. Insgesamt könnten durch die Coronakrise bis zu 120.000 Geschäfte verschwinden. Das hinterlässt auch in Städten, Gemeinden und Kommunen tiefe Spuren. Die Gewerbesteuereinnahmen werden teilweise massiv einbrechen, bis zu 250.000 Jobs könnten verloren gehen. »Der Einkauf ist für die meisten Menschen der wichtigste Grund für einen Besuch in der Innenstadt. Wenn der Handel coronabedingt schwächelt, taumeln ganze Stadtzentren. Das reißt auch andere Branchen wie die Gastronomie oder den Tourismus noch tiefer in den Abgrund«, so Genth weiter.

Eine aktuelle HDE-Umfrage unter 1.000 Händlern zeigt zudem die gesellschaftlichen und sozialen Folgen, wenn der Einzelhandel in der Fläche in Probleme gerät. Demnach engagieren sich die Händler in Deutschland mit einer Milliarde Euro pro Jahr für das Gemeinwohl. Schwerpunkte liegen hier unter anderem im ehrenamtlichen Engagement bei Vereinen, der Unterstützung von Festen und Veranstaltungen oder dem Sponsoring von örtlichen Sportvereinen. Genth: »Es steht viel auf dem Spiel. Der Handel muss wieder arbeiten dürfen. Die Unternehmen wollen wieder für ihre Kunden da sein. Und die Kunden wollen wieder bummeln und einkaufen. Beides ist beim Shoppen mit Hygienekonzept mit der weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie vereinbar.«

Salenti

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