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Lolli-Tests verspäten sich an einigen Gütersloher Grundschulen

Teilweise verspäten sich die sogenannten »Lolli-Tests« für die Gütersloher Grundschulen. Wie die Stadt mitteilte, zeichnet es sich ab, dass das Land die Corona-Tests einigen Schulen nicht mehr rechtzeitig bis Montag zur Verfügung stellen können wird. Auch beim Zugang zur Software für die Ergebnisübermittlung werde es Verspätungen geben

Lesedauer 2 Minuten, 53 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 8. Mai 2021, DOI: https://www.guetsel.de/content/21607/5839414.html
Lolli-Tests verspäten sich an einigen Gütersloher Grundschulen

Teilweise verspäten sich die sogenannten »Lolli-Tests« für die Gütersloher Grundschulen. Wie die Stadt mitteilte, zeichnet es sich ab, dass das Land die Corona-Tests einigen Schulen nicht mehr rechtzeitig bis Montag zur Verfügung stellen können wird. Auch beim Zugang zur Software für die Ergebnisübermittlung werde es Verspätungen geben.

Nun werde mit den bisherigen Schnelltests überbrückt. Die Stadt hoffe aber, dass so schnell wie möglich alle Grundschulen mit den »Lolli-Tests« versorgt werden können. Diese Tests sind für kleine Kinder geeigneter, weil die Probe aus dem Mund und nicht aus der Nase genommen wird.

An allen Grund- und Förderschulen in NRW werden ab Montag »Lolli-Tests« angeboten. Das hat das Schulministerium am Freitag bekanntgegeben. An einigen Schulen war zunächst ein späterer Start vorgesehen.

Ab Montag können die Kinder an allen Grund- und Förderschulen in NRW zweimal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. Das hat das Schulministerium am Freitag bekanntgegeben. »Die Lolli-Tests werden uns dabei helfen, Infektionen frühzeitiger als mit Selbsttests zu entdecken und Infektionsketten von vornherein in Schulen zu unterbrechen«, erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Andres als bei den bisher genutzten Antigen-Tests werden die Lolli-Tests als Pool genommen. Das heißt: Eine Gruppe von Kindern rollt mit einem Wattestäbchen mit Tupfer durch den eigenen Mund, dann werden alle Lollis eingesammelt und zusammen untersucht. Ist ein Ergebnis aus dem Pool positiv, müssen alle Betroffenen nochmal getestet werden. Schüler aus so einem positiv-getesteten Pool dürfen ausschließlich mit negativem PCR-Test zurück in die Schule. Vorher müssen sie in Quarantäne.

Die Folgen für den Wechsel-Unterricht

Da die Tests in Gruppen erfolgen, muss der Wechsel-Unterricht laut Schulministerium überall so stattfinden, dass die Kinder jeweils einen Tag zu Hause und dann wieder in der Schule sind. Binnen zwei Wochen kommt so jeder Schüler auf fünf Präsenztage.

Lolli-Tests genauer als Selbsttests

Der Vorteil der Lolli-Tests liegt laut Schulministerium in der Genauigkeit: Während die Schnelltests nur in den zwei, drei Tagen der höchsten Ansteckungsgefahr anschlagen, würden die Lolli-Tests schon am ersten oder zweiten Tag der Ansteckung reagieren, erklärt Staatssekretär Mathias Richter. »Ein infizierter Schüler wäre erst drei, vier Tage später beim Schnelltest aufgefallen.«

Tests während des Unterrichts

An fast 3.800 Schulstandorten sollen täglich rund 35.000 Pool-Testungen stattfinden - und zwar im normalen Unterricht zwischen 8 und 9 Uhr morgens. Das Schulministerium schätzt den Zeitaufwand hierfür auf sechs bis acht Minuten pro Klasse. Danach gehen die Tests dann an eines von zwölf Laboren in NRW. Geplant sind 35.000 Tests pro Tag.

Für den Transport zwischen den Schulen und Laboren wurden extra 403 genaue Routen festgelegt. Bis 14 Uhr sollen alle Tests in den Laboren vorliegen und ausgewertet werden. Die Ergebnisse teilt jedes Labor den einzelnen Schulen dann nach und nach mit, etwa auf einer Internet-Seite oder per Mail. Bis spätestens 6 Uhr am Folgetag müssen laut Schulministerium alle Ergebnisse vorliegen. Die Schulen informieren dann die Eltern über die Ergebnisse, auch wieder per Mail, telefonisch oder per Messenger wie WhatsApp.

Dreiwöchige Testphase

Das »Lolli-Test-Verfahren« war zuvor an 22 Kölner Schulen, darunter zwei Förderschulen, drei Wochen lang ausprobiert worden. Laut Ministerium war die Rückmeldung durchweg positiv. Schulministerin Gebauer rechnet für die Tests in ganz NRW mit wöchentlichen Kosten von 8,1 Millionen Euro. Bis zu den Sommerferien soll die Aktion 64,8 Millionen Euro kosten.

Schnelltests für Lehrkräfte

Die bereits ausgelieferten beziehungsweise bestellten Schnelltests – die durch die »Lolli-Tests« für Schülerinnen und Schüler überflüssig werden – sollen die Schulen zunächst aufbewahren. Die Lehrer werden weiter damit getestet. Bislang werden in Nordrhein-Westfalen »Lolli-Tests« in Kitas und einigen Schulen eingesetzt. Ihr Vorteil ist, im Gegensatz zu den Antigen-Schnelltests, dass sie schneller ein genaueres Ergebnis für die ganze Gruppe liefern.

Salenti

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