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IHK: Berufsorientierung in Zeiten von Corona besonders wichtig

Die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) begrüßt die Initiative der großen Wirtschaftsinstitutionen in NRW, die in einem offenen Brief Schulleiterinnen und Schulleiter um ihre Unterstützung bei der Berufsorientierung nachgefragt hat

Lesedauer 1 Minute, 29 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 21. April 2021

IHK: Berufsorientierung in Zeiten von Corona besonders wichtig
Die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) begrüßt die Initiative der großen Wirtschaftsinstitutionen in NRW, die in einem offenen Brief Schulleiterinnen und Schulleiter um ihre Unterstützung bei der Berufsorientierung nachgefragt hat. »Die Wirtschaft sieht mit großer Sorge, dass im vorigen Jahr insgesamt deutlich weniger Ausbildungsverhältnisse abgeschlossen worden sind als in den Jahren zuvor«, schreiben IHK NRW, der Westdeutsche Handwerkskammertag und der Verband freier Berufe NRW. In der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie sei im Interesse der Schulabgänger Berufsorientierung besonders wichtig, neben der Vermittlung von schulfachlichen Kompetenzen, heißt es weiter in den Brief. In diesem Zusammenhang nennt Mechthild F. Teupen, kommissarische IHK-Geschäftsführerin Berufliche Bildung, insbesondere die Bildungslotsen und Ausbildungsbotschafter der IHK und ihr digitales Beratungsangebot. »Auch im digitalen Format werden unsere Informationsangebote von der Schülerschaft gut angenommen.« Sie ermuntere die Schulleitungen und Koordinationsstellen für Studien- und Berufsorientierung, derartige Angebote wahrzunehmen. Im ostwestfälischen IHK-Bezirk wurden im ersten Quartal bislang 2.319 neue Ausbildungsverträge in den insgesamt rund 150 IHK-Berufen in Industrie, Handel und Dienstleistung vereinbart, 7,7 Prozent oder 193 Verträge weniger als von Januar bis Ende März 2020. Ursache dafür sei keineswegs ein drastisch geschrumpftes Angebot an freien Ausbildungsstellen, sondern den Betrieben fehlten schlichtweg die Bewerber. Ein Grund dafür sei die häufig fehlende Berufsorientierung der Jugendlichen als Folge der Pandemie. Teupen spricht sich für den Aufruf der NRW-Wirtschaftsinstitutionen an die Unternehmen aus, nach Möglichkeit ein- und mehrwöchige Praktika anzubieten. Um den eigenen Fachkräfte-Nachwuchs zu gewinnen, seien sie ein wichtiger Schlüssel. »Ich begrüße deshalb alle Anstrengungen von Unternehmen in diese Richtung«. Beispielsweise IT-Unternehmen entwickelten bereits erste Angebote für digitale Praktika. »In der Corona-Krise wird auch den Schulen viel abverlangt«, stellt die kommissarische IHK-Geschäftsführerin heraus. »Ihre dabei erbrachten Leistungen verdienen ebenfalls größte Anerkennung.« Infos zur dualen Ausbildung, zu den Bildungslotsen und Ausbildungsbotschaftern inklusive der Kontaktdaten zum Ausbildungs-Beraterteam der IHK finden Interessenten unter www.ostwestfalen.ihk.de/ausbildung.

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