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Schnelltests doch weniger zuverlässig als gedacht

Experten hätten festgestellt, dass es besonders beim Erkennen von Infektionen mit dem Coronavirus in der Frühphase in der Praxis eine Lücke gebe, sagt der Virologe Christian Drosten. Noch fehlten zwar Studien dazu, beobachtet werde aber, dass die Tests nur beim größten Teil der ansteckenden Tage anschlügen

Lesedauer 2 Minuten, 20 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 20. April 2021
Schnelltests doch weniger zuverlässig als gedacht

Experten hätten festgestellt, dass es besonders beim Erkennen von Infektionen mit dem Coronavirus in der Frühphase in der Praxis mit Schnelltests eine Lücke gebe, sagt der Virologe Christian Drosten. Noch fehlten zwar Studien dazu, beobachtet werde aber, dass die Tests nur beim größten Teil der ansteckenden Tage anschlügen. Besonders beim Test direkt bei Beginn der Symptome könne die Probe jedoch noch negativ ausfallen. Ein PCR-Test hingegen könne im Vergleich schon mehrere Tage vorher eine Ansteckung anzeigen. »Die Schnelltests schlagen erst am Tag eins nach dem ersten Auftreten der Symptome an, da ist man aber schon drei Tage lang infektiös«, sagte Drosten. »Wenn man davon ausgeht, dass eine infizierte Person in der Regel acht Tage lang ansteckend ist, heißt das: An fünf von acht Tagen entdecke ich mit dem Antigentest eine Infektion, an drei Tagen werde ich sie übersehen.« Den Einsatz von Schnelltests bei Menschen mit Symptomen und die regelmäßige Anwendung zum Beispiel in Schulklassen und am Arbeitsplatz hält Drosten dennoch für gerechtfertigt und sinnvoll. Zwar könne eine frische Infektion dann in einzelnen Fällen übersehen werden – aber wenige Tage später falle sie auf. »Nur eine Sache ist eben etwas gefährlich«, sagte er: die Vorstellung, nicht ansteckend zu sein, wenn man etwa an der Kasse zu einem Veranstaltungssaal oder an der Pförtnerloge zu einem Behördengebäude den Test mache. Infizierte könnten dann durchrutschen und andere Menschen anstecken. In der Apotheken-Umschau heißt es: »Durchschnittlich identifizierten die Antigen-Tests aber nur 72 Prozent der mit SARS-Cov-2 infizierten Patienten, die entsprechende Symptome hatten. Am besten schnitten diese Tests noch in der ersten Woche nach Beginn der Symptome ab, dann identifizierten sie 78 Prozent der Personen mit COVID-19«. Zwar ist der NPV (»Negative Predictive Value«, »Negativer Vorhersagewert«) von Schnelltests bei der angenommenen gegebenen Prävalenz sehr hoch, er liegt fast bei eins. Aber das gilt eben zum einen nur unter Optimalbedingungen und angesichts dessen, was der Test überhaupt misst. Ab welchem Wert er anschlägt. Und letztlich kommt es eben auf die Praxis an und nicht auf die Theorie. Der PPV ist übrigens relativ gering, das heißt, dass positive Ergebnisse mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 70 Prozent falsch sind. Der Vorhersagewert hat dabei nichts mit der Testgenauigkeit zu tun. Er sagt etwas darüber aus, ob das Testergebnis richtig oder falsch ist. Und er hängt natürlich stark von der Prävalenz ab, der Verbreitung der Krankheit, auf die getestet wird. Was das zu bedeuten hat, lässt sich leicht illustrieren: Angenommen ein Test wäre nicht hundertprozentig genau. Was auf die Schnelltests zweifellos zutrifft. Und angenommen, niemand wäre infiziert. Dann wären zwar nicht alle Testergebnisse negativ, aber alle negativen Testergebnisse wären korrekt. Und angenommen, jeder wäre infiziert. Dann gäbe es immer noch einige negative Testergebnisse, aber diese wären alle falsch. Und so lassen sich die Vorhersagewerte relativ leicht ausrechnen. Man sollte also auch bei einem negativen Schnelltest trotzdem vorsichtig sein und alle Maßnahmen und Regeln einhalten.

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