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Wie will Gütersloh in die digitale Zukunft gehen?

Die Digitale Agenda liegt jetzt der Politik zur Abstimmung vor – Basis war ein großer Bürgerbeteiligungsprozess

Lesedauer 2 Minuten, 10 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 16. April 2021

Wie will Gütersloh in die digitale Zukunft gehen?
Gütersloh (gpr). Wie will Gütersloh in die digitale Zukunft gehen? Das war und ist die zentrale Frage, seit der Rat zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Henning Schulz im Dezember 2017 den „Digitalen Aufbruch Gütersloh“ als Bürgerbeteiligungsprozess auf den Weg gebracht hat. Seither sind auf verschiedenen Ebenen Grundlagen erarbeitet, Voraussetzungen analysiert, Strukturen diskutiert und Projektideen entwickelt worden, unter Mitwirkung zahlreicher Bürger und Bürgerinnen, mit jungen Menschen – den „Morgenmachern“ – mit Experten und in öffentlichen Foren. Jetzt liegt die Digitale Agenda zur Abstimmung vor. In erster Lesung wird sie am Montag, 19. April, im Ausschuss für Digitalisierung, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing beraten. Vor der Sommerpause soll sie vom Rat verabschiedet werden – als Strategie für die weitere digitale Entwicklung der Stadt.

Sie ist mehr als ein festgeschriebenes Strategiepapier, denn ihr Kern ist zwar ein Leitbild mit Grundsatz-Aussagen. Aber in der Organisation und Priorisierung der Projekte, die im Rahmen der Agenda umgesetzt werden sollen, ist sie so flexibel wie die digitale Entwicklung selbst. In neun Handlungsfeldern - Lernende Stadt, Kulturelle Vielfalt, Mitmachstadt, Gutes Stadtklima, Vernetzte Mobilität, Zukunft der Arbeit, Wohlergehen für alle, Zukunft im Quartier und Guter Service – sind Ziele und Visionen benannt, denen Projekte und Projektideen zugeordnet sind, die – mindestens teilweise - in den vergangenen Jahren entstanden und profiliert worden sind.

Auf der Website www.digitaler-aufbruch-guetersloh.de sind sie mit Hinweis auf Ideengeber hinterlegt und beschrieben – so zum Beispiel die „Gütersloher Hackathons“, ein Projekt der jungen Morgenmacher, eine Mobilitäts-App, die alle Mobilitätsangebote in Gütersloh zusammenführt und vernetzt darstellt, das NETZ.WERK GT als „Lern-,Denk-, Experimentier- und Vernetzungsort“, der Menschen – ohne fachliche Hürden aufzubauen - einladen will, digitale Kompetenzen zu erwerben, sich in Projekten auszuprobieren und auszutauschen oder ein „Green Lab“ zur urbanen regionalen Produktion frischer Lebensmittel mit digitaler Steuerung. Stadtentwicklung in der digitalen Ausstattung von Wohnquartieren, digitale Bildungsprojekte, aber auch Ideen zur erweiterten und individualisierten Bürgerbeteiligung und –information durch digitale Angebote und das „mobile Rathaus“ mit einem ortsunabhängigen Service stehen ebenfalls auf der Projektebene der Agenda, die unter dem Leitsatz „Wir machen uns das Leben leichter“ offen bleibt für weitere Entwicklungen und Ideen.

Der Ratsbeschluss soll die Agenda zur Grundlage für die folgende Umsetzungsphase machen, mit dem Ziel , die Stadt Gütersloh zu einem auch zukünftig attraktiven Standort zu entwickeln“, heißt es dazu in der Ausschuss-Vorlage. Eine wichtige Basis dafür bildet auch die Förderung aus dem Bundeswettbewerb „Smart Cities made in Germany“ mit einem Projektvolumen von insgesamt rund 13 Millionen Euro bis zum Jahr 2026.

Der Ausschuss für Digitalisierung, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing tagt am Montag, 19. April, um 17 Uhr im Großen Saal der Stadthalle. Wie immer im Livestream unter www.politik.guetersloh.de zu verfolgen.

Alle Informationen zur Agenda und den Projekten unter: www.digitaler-aufbruch-guetersloh.de

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