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Astrazeneca


Astrazeneca ist nun zerstört. Ziel erreicht. Wer dieses Ziel hatte und warum ist unklar. Realistisch betrachtet: Es sterben im Jahr 3.000 Menschen an Aspirin. Hat jemand Angst vor Aspirin? Wird Aspirin »geprüft« oder vom Markt genommen? Natürlich sind Nebenwirkungen schlimm, Tote erst recht. Aber wenn schon, denn schon …

Artikel vom 31. 3. 2021
Astrazeneca
Foto: Astrazeneca
Astrazeneca ist nun zerstört. Ziel erreicht. Wer dieses Ziel hatte und warum ist unklar. Womöglich fing alles mit einer Schlagzeile an und hat sich dann hochgeschaukelt. Realistisch betrachtet: Es sterben im Jahr 3.000 Menschen an Aspirin. Hat jemand Angst vor Aspirin? Wird Aspirin »geprüft« oder vom Markt genommen? Natürlich sind Nebenwirkungen schlimm, Tote erst recht. Aber wenn schon, denn schon. Wenn bei Astrazeneca, dann auch bei Aspirin. Und bei Medikamenten überhaupt.

Es scheint (sic!) so zu sein, dass diese Nebenwirkungen bei anderen Impfstoffen nicht auftreten. Aber können wir es uns leisten, auf Astrazeneca zu verzichten? Es ist auffällig, dass diese Nebenwirkungen im Ausland, wo teilweise deutlich mehr davon verimpft wurde, kaum aufzutreten scheinen.

Das soll kein Argument gegen gründliche Untersuchungen sein, im Gegenteil. Aber es ist ein Argument gegen Übertreibung und Polarisierung. Man sollte weder in Panik geraten, noch in Fatalismus verfallen. Weder bei Astrazeneca noch bei Aspirin. Und so warnen vernünftige Mediziner ja auch vor Magenblutungen, die von Aspirin verursacht werden können. Aber zur Prävention überwiegt beispielsweise der Nutzen langfristiger Tagesdosen von 100 Milligramm.

Die meisten Leute sind nicht in der Lage, ein relatives Risiko richtig einzuschätzen, sie sehen nur die absoluten Zahlen. Und absolut betrachtet ist schon ein einziger Toter zuviel. Deshalb spielen viele auch Lotto, Deshalb ist auch die Allgemeine Relativitätstheorie so schwer verständlich und wird oft missverstanden (siehe »Interstellar«). Notfalls hilft wie so oft und überall Ignoranz, wie beispielsweise bei Aspirin.

Ohne Ignoranz gäbe es überall Angst und Panik, wie man am Beispiel von Astrazeneca sieht. Dort wurde die Ignoranz überwunden. Warum und von wem ist eben unklar. Womöglich fing auch alles mit einer Schlagzeile an und hat sich dann hochgeschaukelt. Corona selbst, wovor Astrazeneca ja schützt, verursacht weit weniger Angst und Panik. Ist das nicht paradox?

Und plötzlich gilt es als abzulehnende Ignoranz, das Risiko zu relativieren. Auch der Vergleich mit Aspirin wird abgelehnt. Warum? Es sind zwei Medikamente und Medikamente kann man vergleichen. Zumal es nur ums Risiko geht, um die Wahrscheinlichkeit. Man könnte auch die Impfung mit dem Lotto spielen vergleichen.

Als hätte man auf einem sinkenden Schiff mehr Angst davor, ins Rettungsbooet zu steigen, weil das ja auch sinken könnte. Oder ins Wasser zu springen, weil man ertrinken kann. Oder weil die Frisur ruiniert wird. Und tatsächlich wurde in einem Experiment festgestellt, dass fünf Prozent der Leute ein ertrinkendes Kind nicht retten würden, weil sie sonst ihre Hose ruinieren würden.

Als würde man auf einem sinkenden Schiff nun anfangen, über die Schwimmwesten nachzudenken … von wem wurden sie hergestellt, von wem zertifiziert, gibt es Studien, wie viele Leute gehen trotzdem unter, wie lange kann man damit schwimmen, gibt es bessere Schwimmwesten an Bord, die Farbe gefällt mir nicht, ich hätte lieber eine andere Schwimmweste, Bhakdi hat vor Schwimmwesten gewarnt, wer gesund und stark ist kann schwimmen und braucht keine Schwimmweste, wir warten lieber auf bessere Schwimmwesten, man muss die Schwimmwesten länger untersuchen, ich kriege keine Luft mit der Schwimmweste, sie schnürt die Blutzufuhr ab …

Was wohl wäre, wenn in der Bordzeitung eines Kreuzfahrtschiffes die Schlagzeile aufauftauchte, dass jemand mit einer Schwimmweste ertrunken ist? Und wenn das Schiff dann sinken würde? Würden sie dann alle auf die Schwimmwesten verzichten und in Panik geraten?

Manche Schwurbler gehen so weit, zu behaupten, es gäbe gar kein Wasser, in dem man ertrinken könne. Bestenfalls sei es knietief, sodass man problemlos darin stehen könne.

Der Nocebo-Effekt kommt nun auch ins Spiel. Das wurde auch schon von vielen Wissenschaftlern angesprochen: Man wolle nicht wissen, was nun vermehrt für »Nebenwirkungen« auftreten würden … was dann in einen Teufelskreis führte. Wie man sieht.

Es ist schon ein Ding … im vergangenen Jahr haben führende Wissenschaflter die Frage gestellt, ob es überhaupt jemals einen Impfstoff geben werde … und nun wollen wir uns den aussuchen, der uns am besten gefällt. Was wäre, wenn es nur Astrazeneca gäbe? Was wäre dann?

Die Schwurbler haben nun Oberwasser und sagen, Bhakdi habe es ja gesagt. Hat er nicht. Er hat vor allen möglichen Nebenwirkungen gewarnt, die nun offenbar nicht auftreten, zumindest ist davon keine Rede – ausgerechnet vor Thrombosen oder Sinusvenenthrombosen hat er nicht gewarnt.

Der aktuelle Stand

Astrazeneca darf nur noch Menschen über 60 geimpft werden. Laut Datenlage ist Astrazeneca ein sehr guter Impfstoff für diese Zielgruppe. Eine Sinusvenenthrombose würde nach vier Tagen auftreten. In England sind sehr viel weniger jüngere Frauen mit Astrazeneca geimpft worden. Vorbeugend Aspirin zu nehmen, bringt nichts, sondern kann unter Umständen sogar mehr Schaden anrichten. Die aufgetretenen Fälle könnten auch ein statistisches Problem sein, so ein Fachmann. Das Risiko an Covid 19 zu sterben, ist 9.000 mal höher, als an einer Sinusvenenthrombose zu sterben.

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