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Offener Brief


Wir unterzeichnenden Gastronom*innen aus Gütersloh wenden uns mit diesem offenen Brief an Sie als Politiker*innen, weil wir Ihnen unsere Perspektive schildern möchten, da diese aus unserer Sicht, zur Zeit nicht ausreichend berücksichtigt wird …

Artikel vom 6. 3. 2021
Offener Brief
An die demokratischen Parteien, Bundestagsabgeordneten Landtagsabgeordneten im Kreis Gütersloh

Offener Brief von Gütersloher Gastronom*innen

Gütersloh, den 04. März 2021

Wir unterzeichnenden Gastronom*innen aus Gütersloh wenden uns mit diesem offenen Brief an Sie als Politiker*innen, weil wir Ihnen unsere Perspektive schildern möchten, da diese aus unserer Sicht, zur Zeit nicht ausreichend berücksichtigt wird.

Wir waren die Ersten, die im Herbst wieder schließen mussten und werden vermutlich auch zu den Letzten gehören, die wieder öffnen dürfen. Wir wollen diese Maßnahme auch nicht per se infrage stellen, wenn wir hiermit zur Bekämpfung der Pandemie einen wichtigen Beitrag leisten können. Dennoch bedrohen die beschlossenen Maßnahmen zunehmend unsere Existenzen, da die Hilfen seit Januar enorm reduziert wurden. Während die November- und Dezemberhilfen eine angemessene Berücksichtigung der durch die Zwangsschließung verursachten Umsatzausfälle darstellten, sind die seit Januar geltenden Regelungen nicht mehr ausreichend, um die fortgesetzte Schließung unserer Betriebe zu kompensieren. Mit der Überbrückungshilfe III bekommen wir nur einen Fixkostenzuschuss und weder eine Unterstützung zu den Lebenshaltungskosten noch eine Kompensation der fehlenden Umsätze. Die finanziellen Hilfen haben sich also deutlich verschlechtert, während sich unsere Situation gar nicht verändert hat. Konkret bedeutet das, dass viele von uns im Moment von Ihren Ersparnissen leben (im besten Fall) oder aber sogar weitere Kredite aufnehmen müssen.

Wir empfinden das als eine große Ungerechtigkeit.

Wir fordern daher einen gerechten Ausgleich zur Existenzerhaltung unter Berücksichtigung unserer Lebenshaltungskosten.

Aus unserer Sicht wäre eine gerechtere Hilfe für unsere Betriebe nicht nur angemessen, sondern auch leistbar. Denn während Gastronomiebetriebe und andere Zweige geschlossen wurden, dürfen große Teile der Wirtschaft weiterarbeiten. Das mag aus volkswirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar sein, es ist aber nicht hinnehmbar, dass einige in dieser Krise Gewinne machen und trotz Pandemie große Umsatzsteigerungen verzeichnen können, während andere jetzt um ihr Überleben kämpfen müssen.

»Die Wirtschaft«, das sind nicht nur große Konzerne, dass sind auch wir – das kleine Café, die Eckkneipe und das familiengeführte Restaurant. Wir alle tragen in »normalen Zeiten« dazu bei, dass unsere Städte lebenswert sind und die Menschen sich hier wohlfühlen.

Wir fordern daher, dass die »Gewinner« mit Solidaritätsbeiträgen ihren Beitrag leisten und damit die ungleiche Lastenverteilung in der Corona- Bekämpfung ein Stück weit ausgleichen.

Wir müssen diese Last auf alle Schultern verteilen, denn wir können die Zeche nicht alleine zahlen!

Wir hoffen auf Ihre Unterstützung.

Altdeutscher Hof Beckord, Renate und Volker Beckord
Amadé Sieweke ́s Restaurant, Katja und Olaf Sieweke
Café Ankone, Angela Hippe
Fabrick, Zaven Duman
Greens, Kathrin Dudding
LokalLiebe, Svenja Petersen
Miners Coffe GT, Niklas Lukarsch
Pastis, Blerim Sadiku
Pizzeria Gusto, Özlem Emektar
Steakhouse Mendoza, Caner Kanber
Weinbar Rebenstolz im Türmer, Thorsten Sagemüller
Zeitgemäß, Dobromir Nikolov

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