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Großtagespflege in Rietberg-Neuenkirchen


Zu Besuch bei der Wilden 9 …

Artikel vom 15. 11. 2019
Großtagespflege in Rietberg-Neuenkirchen
Die Tagesmütter Agnes Darming (links) und Margret Alter (rechts) spielen mit den Kindern an dem Klettergerüst im fertig gestellten Garten der Großtagespflege in Rietberg-Neuenkirchen. Foto: Kreis Gütersloh
Von Lena Baron

Freudig verlassen die Kinder, eingepackt in ihre Regenjacken und -hosen, zusammen mit den Tagesmüttern das Haus. Durch einen kleinen Gang neben der Einrichtung gelangen sie in den großzügigen Garten. Sofort erklimmen die Kinder das Klettergerüst im Sandkasten und spielen miteinander. Abwechselnd können sie auch schaukeln oder im Sand spielen. Die Tagesmütter haben dabei immer ein Auge auf die Gruppe. Im Februar wurde die Großtagespflege ‚Die Wilde 9‘ in einem Teil der alten Stadlervilla an der Langen Straße in Rietberg eröffnet. Durch Baumaßnahmen an dem Gebäude, musste die Fertigstellung des Gartens verschoben werden. Jetzt können die Kinder den angrenzenden Garten endlich nutzen.

Eine Großtagespflege ist der Zusammenschluss von zwei bis drei Tagesmüttern, die bis zu neun Kinder gleichzeitig betreuen können. Die Tagesmütter, Margret Alter und Agnes Darming, haben die Verantwortung für die ein- bis dreijährigen Kinder. Alter arbeitet seit über 13 Jahren mit Kindern zusammen und auch Darming hat elf Jahre Erfahrung. Grundsätzlich muss unter anderem ein Qualifikationskurs absolviert werden, um eine Pflegeerlaubnis zu erhalten.

Jeden Morgen können Eltern ihre Kinder um halb acht bringen und um zwei Uhr nachmittags wieder abholen. Der Vorteil zu einer Kindertagesstätte ist das familienähnliche Betreuungssystem in kleiner Runde. »Wir sprechen ganz viel miteinander, das ist sehr wichtig für die Kinder. Wir gehen auf die einzelnen Fragen ein und erklären auch, warum wir etwas machen«, erklärt Alter. Die Kinder werden bei täglichen Dingen integriert, wie zum Beispiel beim Einkaufen und gemeinsamen Kochen des Mittagessens. Dadurch sind sie mitten im Geschehen und lernen nebenbei. Das Austeilen der Müslischalen kann den Kindern beispielsweise beim Lernen von Zahlen helfen, indem dabei laut gezählt wird.

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude in der Langen Straße musste aufwendig saniert werden. Die Großtagespflege konnte als erstes eine der neuen Wohnungen beziehen. »Ich kann mich noch daran erinnern, als nicht mal ein Boden in der Wohnung war«, erzählt Hanna Acikportali von der Abteilung Jugend des Kreises Gütersloh. Sie betreute die Großtagespflege von Beginn an. Acikportali und ihre Kolleginnen erteilen Erlaubnisse für Tagespflegepersonen im Kreis. Dabei prüfen sie die Qualifikation der Tagesmütter und die räumliche Eignung für die Eröffnung einer Großtagespflege.

Allein in Rietberg gibt es zwölf Großtagespflegen und 69 Tagespflegepersonen, die sowohl in der Großtagespflege als auch in der Einzeltagespflege arbeiten. »Der Kreis Gütersloh unterstützt die Tagespflegepersonen«, erklärt Acikportali. Kinder ab einem Jahr haben einen Rechtsanspruch auf Betreuung in einer Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege. Durch die verschiedenen Angebote will der Kreis diesem Anspruch gerecht werden. Der Kreis fördert neben den Kindertagesstätten auch Kindertagespflegestellen, denn er sieht die Kinder unter drei Jahren in einer familienähnlichen Betreuungsform gut aufgehoben.

Wer sich für eine Tätigkeit als Tagespflegeperson interessiert, kann sich bei den örtlichen Vermittlungsstellen für Kindertagespflege oder beim Kreis Gütersloh, Abteilung Jugend, Kindertagespflege melden. Telefon (05241) 852486.

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