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Begegnungsreihe Migrantenorganisationen 2019


Die Deutsch-Türkische Kontaktgruppe Rietberg gab Einblicke in ihre Arbeit …

Artikel vom 12. 11. 2019
Begegnungsreihe Migrantenorganisationen 2019
An der Veranstaltung »Interkulturelle Begegnung – wie geht das?« waren (von links) Cem Özel (Geschäftsführer vom KORO TURCO Gütersloh), Dr. Michael Orlob (Zweiter Vorsitzender vom Heimatverein der Stadt Rietberg), Catrin Geldmacher (Vorsitzende vom Verein »Weltreise durch Wohnzimmer«), Mehmet Mayadali (Vorsitzender der Deutsch-Türkischen Kontaktgruppe Rietberg) und Nelson Rodrigues (Pädagogischer Mitarbeiter, Kommunales Integrationszentrum Kreis Gütersloh) beteiligt. Foto: Lara Farwick
Mit der Begegnungsreihe Migrantenorganisationen 2019 möchte das Kommunale Integrationszentrum Kreis Gütersloh die Menschen, die hier leben, dazu anregen, die Vereinsarbeit der Zuwanderer kennenzulernen. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Migrantenorganisationen Kreis Gütersloh werden die Angebote und Aktivitäten der Migrantenvereine der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei der Veranstaltung mit dem Titel »Interkulturelle Begegnung – wie geht das?« im Jugendhaus Südtorschule stellte sich jetzt die Deutsch-Türkischen Kontaktgruppe Rietberg vor. Die Deutsch-Türkische Kontaktgruppe Rietberg ist ein Verein, der die interkulturelle Begegnung in den Mittelpunkt der Vereinsarbeit setzt.

1979 haben sich einige Eltern und Lehrkräfte der Gemeinschaftsgrundschule Rietberg zusammengefunden, um Themen der Bildung und Erziehung im Zusammenhang mit der Integration von türkischen Kindern und Jugendlichen zu besprechen. Daraufhin verständigte man sich, eine Hausaufgabenhilfe für die ausländischen Kinder einzurichten. Aus dieser Idee entstand 1980 die gemeinnützige Deutsch-Türkischen Kontaktgruppe Rietberg Satzungszweck des Vereins ist es, gegenseitige Vorurteile abzubauen und persönliche Kontakte zwischen Deutschen und Menschen anderer Kulturen zu ermöglichen und Gelegenheit für deren Vertiefung anzubieten. Der Verein stellte in der Abendveranstaltung nun seine Aktivitäten und Projekte vor. Dazu zählen Ausflüge und Gruppenfahrten, Hausaufgaben-Kurse, regelmäßige Kontaktabende, Info- und Filmabende, Teilnahme an Sommerfesten, Schwimm- und Bastelkurse, Hausaufgabenbetreuung und Reisen. Nicht zu kurz kommt auch der Sport in der Kontaktgruppe. Seit mehreren Jahren finden freie Spielrunden in der Halle der Rietberger Grundschule statt. Besonders beliebt ist dabei das Angebot Fußball um Mitternacht. »Neuzugewanderten Menschen sind die Angebote und die Vielfalt des Rietberger Lebens großenteils nicht bekannt«, so der Vereinsvorsitzender Mehmet Mayadali. Diesen möchte der Verein ein Türöffner sein und bietet deswegen die Möglichkeit an, Kontakte zu Einheimischen und deren kulturellen Einrichtungen zu knüpfen.

Catrin Geldmacher, Vorsitzende des Vereins »Weltreise durch Wohnzimmer«, präsentierte ihre Erfahrungen mit dem Begegnungsprogramm. »Weltreise durch Wohnzimmer« ist ebenfalls eine Idee, um Menschen aus verschiedenen Kulturen und Ländern zusammenzubringen. Wohnzimmer sind Orte der familiären und persönlichen Begegnung.

Des Weiteren hat Dr. Michael Orlob, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins der Stadt Rietberg, erklärt, wie interkulturelle Begegnungen Heimat schaffen. Denn Vereine wie der Heimatverein der Stadt Rietberg sind für die Integrationsarbeit wichtig, weil unter einem neuen Begriff von Heimat, die Vielfalt der Kulturen zu einem Zugehörigkeitsgefühl führen kann.

Das Abendprogramm wurde musikalisch durch den türkischsprachigen Chor »Koro Turco« umrahmt. »Die Musik von Koro Turco verbindet nicht nur die Chormitglieder von Jung und Alt, sie verbindet auch das Publikum. Musik ist eine Sprache, die jeder Mensch versteht«, erklärte Cem Özel, Geschäftsführer des Chores.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Begegnungsreihe Migrantenorganisationen 2019 statt. Die interessierten Migrantenorganisationen im Kreis Gütersloh stellen sich in Verbindung mit einem thematischen Schwerpunkt der Öffentlichkeit vor. »Die Vernetzung der Akteure und der Multiplikatoren im Vereinsleben ist eine weitere Zielsetzung«, resümiert Nelson Rodrigues vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Gütersloh. Eine gegenseitige interkulturelle Öffnung wird angestrebt. Die erste Veranstaltung wurde mit dem Verein LİTERATÜRKÇE aus Gütersloh zum Thema Mehrsprachigkeit durchgeführt.

Zum Thema: die Migrantenorganisationen im Kreis Gütersloh

Migrantenorganisationen bieten mit ihren Angeboten und Räumlichkeiten Möglichkeiten der interkulturellen Begegnung an. Diese zwischenmenschlichen Kontakte sind eine wichtige Voraussetzung für das Zusammenleben der Kulturen. Hemmschwellen und Barrieren werden überwunden. Die interkulturelle Begegnung wird als eine Bereicherung erlebt.

Die Migrantenorganisationen haben eine lange Tradition im Kreis Gütersloh. Rund 80 Migrantenorganisationen zählt das Kommunale Integrationszentrum im Kreis Gütersloh. Historisch machten die Portugiesen und die Griechen den Anfang im Jahr 1971. Der Deutsch-Türkische Hilfe- und Kulturverein wurde 1973 gegründet.

Fast alle Kulturen und Herkunftsländer sind vertreten und in der Namensgebung der Vereine erkennbar. Der Verteiler beginnt mit dem Afghanischen Kulturverein Kreis Gütersloh und endet mit dem Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland und Europäischen Sektionen. Die Migrantenvereine verfügen über viele Potentiale und Ressourcen. In ihren Räumlichkeiten finden Begegnungen statt. Viele engagieren sich im Gemeinwesen und nehmen an verschiedenen Integrationsprojekten teil. Durch ihre Aktivitäten wird das Zusammenleben der Kulturen gefördert. Auf der Basis von Selbsthilfe, Gemeinschaft und Heimatpflege sind diese in der Lage, ein Gefühl der Sicherheit, des Ankommens und der Gruppenzugehörigkeit zu vermitteln.

Das Netzwerk der Migrantenorganisationen im Kreis Gütersloh unter der Koordination von Nelson Rodrigues trägt zur gleichberechtigten Teilhabe der Menschen mit Migrationsgeschichte bei und fördert insgesamt das Zusammenleben und die Integration. Das Netzwerk trifft sich zwei Mal im Jahr, um sich auszutauschen.

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