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Klinikum Gütersloh verabschiedet Dr. Peter Berliner


Chefarzt der Radiologie geht in den Ruhestand

Lesedauer 3 Minuten, 7 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 11. Oktober 2019

Klinikum Gütersloh verabschiedet Dr. Peter Berliner

Gütersloh (kgp). Nach über 25 Jahren an der Spitze der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Klinikum Gütersloh hat sich Dr. Peter Berliner in den Ruhestand verabschiedet. »Er prägte als Chefarzt über ein Vierteljahrhundert lang die Radiologie des Klinikums und hat sie fachlich immer weiter ausgebaut«, so Maud Beste, Geschäftsführerin des Klinikums. »Wir danken Herrn Dr. Berliner für den großen Einsatz, den er für das Klinikum gezeigt hat.« Im Rahmen einer Feierstunde wird der langjährige Chefarzt Ende Oktober offiziell verabschiedet.

Dr. Peter Berliner studierte Humanmedizin in Frankfurt am Main und in Gießen und absolvierte erfolgreich die Facharztweiterbildung für Radiologie. Nach beruflichen Stationen an der Universität Marburg, der Aggertalklinik in Engelskirchen und dem Klinikum der RWTH Aachen wechselte er zum Kreiskrankenhaus Lüdenscheid, wo er 1990 zum Oberarzt in der Radiologie ernannt wurde. 1994 übernahm er dann den Posten als Chefarzt der Klinik für Radiologie im damaligen Städtischen Klinikum Gütersloh.

Blicken Kollegen und Weggefährten auf seine Zeit im Klinikum Gütersloh zurück, fällt ein Wort immer wieder: Patientenorientierung. »Das Wohl der Patienten stellte er immer über seine persönlichen Bedürfnisse. Besonders in kritischen Situationen oder bei akuten Notfällen war er immer ansprechbar und zu uneigennütziger Hilfe bereit«, erinnert sich Prof. Dr. Heinrich Ditter, langjähriger Chefarzt der Kardiologie im Klinikum. »Er begegnete den Patienten mit großer Empathie und Geduld, so dass er als allseits hoch geachteter Chefarzt des Klinikums angesehen wurde.« Dr. Wencke Ruhwedel, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, ergänzt: »Anders als man es vielleicht von einem Radiologen erwarten würde, hatte er viel Patientenkontakt und hat nicht nur im stillen Kämmerlein gehockt. Er hat die Befunde immer persönlich mit Patienten besprochen und sich intensiv um seine Patienten gekümmert.«

Wichtig sei ihm dabei gewesen, die Patientinnen und Patienten, die ihm anvertraut waren, im Ganzen zu sehen und auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen, so PD Dr. Rüdiger Klän, Chefarzt der Urologie: »Dr. Berliner hat nie nach ‚Schema F‘ gearbeitet. Er hat den individuellen körperlichen Zustand des Patienten und die Belastungen, die dem Patienten zum Beispiel durch die Röntgendosis, das Kontrastmittel oder die Lagerung zugemutet werden konnten, immer berücksichtigt und konnte so das Untersuchungsergebnis optimieren. Dazu verstand er es, auf die spezifischen Ängste der Patientinnen und Patienten einzugehen und sie so auch durch anstrengende und komplexe Untersuchungen zu führen.«

Neben seiner Patientenorientierung zeichnete er sich außerdem durch eine hohe fachliche Kompetenz aus: »Er ist ein perfekter Diagnostiker, seine Befunde waren immer einwandfrei«, erinnert sich Dr. Wencke Ruhwedel. »Seine Kompetenz ragte dabei weit über den Tellerrand seines Fachgebiets hinaus.« Als zentrale Einheit unterstützt die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie die anderen Fachabteilungen des Hauses mit bildgebenden Verfahren. Dazu gehören digitale Techniken wie Röntgenaufnahmen, Mammographie, Sonographie (Ultraschall), Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT), aber auch minimal-invasive therapeutische Verfahren wie Gefäßerweiterungen oder Stentimplantationen (Gefäßstützen). Als Chefarzt der Radiologie war Dr. Peter Berliner zudem wichtiger Partner und aktives Mitglied in den zertifizierten Zentren im Klinikum Gütersloh, unter anderem im Onkologischen Zentrum, den Organkrebszentren sowie im Gefäßzentrum.

»Während seiner Zeit in Gütersloh hat er seine Klinik zu einer hoch angesehenen Institution hier in der Region entwickelt und sich um die Qualität der radiologischen Versorgung im Klinikum Gütersloh sehr verdient gemacht«, so Maud Beste. Dabei war es ihm immer ein Anliegen, die Klinik ständig weiterzuentwickeln, zu modernisieren und neue Untersuchungs- und Therapieverfahren einzuführen, ergänzt Prof. Dr. Heinrich Ditter: »Dr. Berliner hat seit Beginn seiner Tätigkeit mit der ihm eigenen Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit die Radiologie des Klinikums zu dem gemacht, was sie heute ist. Seine hohe fachliche Kompetenz, gepaart mit großer Menschlichkeit, brachte ihm die uneingeschränkte Wertschätzung aller Kollegen und Patienten ein.«

Seit dem Sommer ist Dr. Berliner nun im Ruhestand, Ende Oktober findet die offizielle Verabschiedung statt. In diesem Rahmen wird auch sein Nachfolger Prof. Dr. Boris Buerke als neuer Chefarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie vorgestellt.

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