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Novosibirsker Philharmonisches Orchester


Erfolgreicher und hochgeschätzter Dirigent Thomas Sanderling kommt mit dem Sibirischen Spitzenorchester aus Novosibirsk nach Gütersloh …

Artikel vom 1. 10. 2019
Novosibirsker Philharmonisches Orchester
Orchester mit Dirigent Thomas Sanderling

Wenn das Novosibirsker Philharmonische Orchester auf Einladung des Forum Russische Kultur am 7. November 2019 um 20 Uhr im großen Saal der Gütersloher Stadthalle unter seinem Chefdirigenten Thomas Sanderling seine Aufwartung macht, präsentiert sich dort der musikalische Glanzpunkt der mit 1,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern drittgrößten Stadt Russlands gut 3.000 Kilometer östlich von Moskau. Novosibirsk gilt als Kulturmetropole Sibiriens und eines der russischen Kulturzentren.

Das 1956 gegründete Orchester ist ein wesentlicher Bestandteil der seit 1937 bestehenden Novosibirsker Philharmonie, der über 20 Ensembles aller Musiksparten angehören. Seit 2017 leitet Thomas Sanderling als Chefdirigent das Philharmonische Orchester. Er entstammt einer Musikerfamilie, deren Geschichte in besonderer Weise die vielfältigen kulturellen Verbindungslinien zwischen Deutschland und Russland aufzeigt. Nach Abschluss seines Dirigentenstudiums an der Musikschule des Leningrader Konservatoriums setzte er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik »Hans Eisler« in Berlin fort. 1966 im Alter von 24 Jahren wurde er Musikalischer Leiter des Opernhauses in Halle. Daneben gastierte er häufig als Dirigent bekannter Orchester, wie etwa der Dresdner Staatskapelle oder des Leipziger Gewandhauses und als geschätzter Operndirigent, besonders an der Deutschen Oper in Berlin. 1983 übersiedelte er in die Bundesrepublik. Unter anderem assistierte er bei Herbert von Karajan, dessen Professionalität er schätzte, und bei Leonard Bernstein, dessen breites Verständnis von Kultur ihn begeisterte. Inzwischen gibt es weltweit kaum ein bedeutendes Orchester in den Musikmetropolen, bei dem Thomas Sanderling nicht als Gastdirigent aufgetreten wäre, so auch erstmals 2002 beim Novosibirsker Philharmonischen Orchester, dessen erfolgreicher Chefdirigent er seit 2017 ist.

Das Konzert in Gütersloh ist eine von rund 400 Veranstaltungen, die im Rahmen der vom Kulturministerium der Russischen Föderation geförderten »Russian Seasons« 2019 in 77 deutschen Städten stattfinden. In den beiden Vorjahren gab es entsprechende Projekte in Japan und Italien, die nach Angaben der Veranstalter von fast neun Millionen Menschen besucht wurden.

Auf dem Programm des Gütersloher Konzerts stehen drei hervorragende Werke der symphonischen Musik:

Ludwig van Beethoven – Ouvertüre zu »Coriolan« c-moll, op.62
Felix Mendelsohn-Bartholdy – Violinkonzert e-moll, op.64
Ludwig van Beethoven – 7. Symphonie A-Dur, op.92

Die 1807 komponierte Coriolan-Ouvertüre war dem heute nicht mehr gespielten Drama von Heinrich Joseph von Collin vorangestellt, das die tragische Sage des um 500 v.Ch. lebenden römischen Kriegshelden thematisiert. In Beethovens Komposition ist es überzeugend gelungen, das Wesen des zwischen erfolgreichem Feldherrn und revoltierendem Politiker schwankenden starken Charakters, der im Selbstmord endet, musikalisch zu porträtieren.

Mendelsohn-Bartholdys 1845 uraufgeführtes Violinkonzert war von Anfang an ein Erfolg. Die Komposition zeichnet sich aus durch einige Neuerungen, die später auch Werke zum Beispiel von Tschaikowsky und Sibelius beeinflussten. Heute gehört dieses Violinkonzert zum Repertoire der Sologeiger von Rang.
Als Solistin tritt die 1999 geborene Lara Boschkor auf. Sie erhielt ihren ersten Violinunterricht mit viereinhalb Jahren und studierte bereits als Neunjährige am Precollege der Musikhochschule in Köln und später in Detmold. 2015 erreichte sie die Aufnahme in die Kronberg Academy, eine »Kaderschmiede« für begabte Nachwuchssolisten, wo sie von Erik Schumann betreut wird

Auch Beethovens 7. Symphonie war schon bei ihrer Uraufführung 1813, die er selbst dirigierte, ein Riesenerfolg. Beethoven selbst schätzte dieses Werk »als große Symphonie in A« hoch ein. Viele der bekannten Komponisten und Interpreten teilen diese Beurteilung. Richard Wagner nannte die 7. Symphonie eine »Apotheose des Tanzes«.

Die Zuhörer erwartet ein musikalisches Ereignis der Extraklasse, sowohl was das Programm, als auch die Interpreten betrifft. Dank der finanziellen Unterstützung durch das russische Kulturministerium liegen die Eintrittspreise in Gütersloh zwischen 25 und 42 Euro. Eintrittskarten gibt es Vorverkauf bei Gütersloh Marketing GmbH., in der Stadthalle, bei den Tageszeitungen und beim Ehrenvorsitzenden des Forum – Telefon (05241) 59577.



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