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Vital-Projekt hat Förderbescheid erhalten


Integration und Beratung von Familien mit Werkverträgen …

Artikel vom 16. 9. 2019
Vital-Projekt hat Förderbescheid erhalten
Die Projektbeteiligten und die LAG GT8 freuen sich über den von der Bezirksregierung Detmold überreichten Förderbescheid (von links): Jörg Möllenbrock (Stadt Gütersloh), Bürgermeisterin Susanne Mittag (Gemeinde Langenberg), Bürgermeister Andreas Sunder (Stadt Rietberg), Volker Brüggenjürgen (Caritas), Bürgermeister Michael Meyer-Hermann (Stadt Versmold/Erster Vorsitzender der LAG GT8), Mareike Bußkamp (LAG GT8), Konstantin Plümer (Bezirksregierung Detmold), Wilhelm Gröver (Abteilungsleiter Umwelt / Schriftführer der LAG GT8) und Lana Gagat (Bezirksregierung Detmold).
Das VITAL-Projekt zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation von Werkvertragsnehmern mit Migrationshintergrund ist gestartet. Jetzt ist es offiziell: Volker Brüggenjürgen, Vorstand des Caritasverbandes für den Kreis Gütersloh, nahm im Kreishaus den Förderbescheid vom Dezernenten Konstantin Plümer von der Bezirksregierung Detmold entgegen. Das VITAL-Projekt »Integration und Beratung von Familien mit Werkverträgen in der VITAL-Region GT8« wird in den nächsten zwei Jahren in den Städten Gütersloh und Rietberg sowie in der Gemeinde Langenberg erprobt.

Im Kreis Gütersloh arbeiten derzeit zirka 7.000 Menschen mit Migrationshintergrund im Rahmen von Werkverträgen. Die Arbeits-, Wohn- und Lebensbedingungen dieser meist aus Südosteuropa stammenden Beschäftigten und ihrer Familien sind zum Teil sehr schwierig. Das VITAL-Projekt vom Caritasverband für den Kreis Gütersloh nimmt sich dieser Problematik an und möchte eine interkommunale Fachstelle zur Integration und Beratung von Werkvertragsarbeitnehmern und ihrer Familien mit Migrationshintergrund einrichten. Am Beispiel der Städte Gütersloh und Rietberg sowie der Gemeinde Langenberg soll dieses dezentrale Beratungsangebot innerhalb von zwei Jahren aufgebaut und erprobt werden. So ist beispielsweise in Langenberg geplant, dass das Beratungsangebot für Werkvertragsarbeitnehmer mit polnischer, rumänischer und/oder bulgarischer Herkunft im Kreisfamilienzentrum angeboten wird. In Rietberg soll die Beratung in dem Gebäude durchgeführt werden, wo derzeit bereits die Kindertagespflegevermittlung und die Flüchtlingskoordination ansässig sind. Dies hat einerseits den Vorteil, dass die Familien direkt vor Ort Unterstützung erfahren, andererseits haben nicht nur die Mitarbeiter von den kommunalen Fachstellen, sondern auch Vertreter von Bürgerinitiativen und Vereine, die Möglichkeit, sich mit den Mitarbeitern der Fachstelle auf kurzem Weg austauschen. »Es geht darum, die bestehenden Strukturen und Angebote unterschiedlicher Akteure, zum Beispiel von Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und Bürgerinitiativen, zu bündeln und zu verknüpfen«, so Bürgermeisterin Susanne Mittag und stellvertretende Vorsitzende der LAG GT8. »Nicht alle arbeiten getrennt voneinander, sondern miteinander«, laute das Prinzip.

Die beteiligten Kommunen möchten zusammen mit dem Caritasverband Antworten auf die Fragen bekommen, wie man diese Menschen erreicht und wie es gelingen kann, diese erfolgreich bei der Integration zu unterstützen. Die Fachstelle bietet den aus Südosteuropa stammenden Werkvertragsnehmern und ihren Familien unterschiedliche Unterstützungsangebote an: Psychosoziale Beratung, Begleitung der Familien bei Behördengängen, Offene Treffs und niedrigschwellige Sprachförderung sollen den Familien helfen mit den Belastungen, denen sie aufgrund von schwierigen Wohn-, Lebens- und Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind, besser klarzukommen. Caritas Vorstand Volker Brüggenjürgen ist sich sicher: »Mit diesem innovativen und interkommunalen Projekt werden Beratungs- und Netzwerkstrukturen aufgebaut, um den Menschen in Not zu helfen.«

Dank der VITAL.NRW-Förderung von 150.000 Euro und der Zuwendungen der beteiligten Kommunen von rund 75.000 Euro kann die Caritas eine Fachstelle einrichten, die mit zwei Sozialarbeitern beziehungsweise -pädagogen mit mehrjähriger Berufserfahrung in der psychologischen Beratung besetzt wird. 60 Stunden in der Woche stehen sie Ratsuchenden zur Verfügung.

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