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Heimatfilmprojekt: Schüler drehen Dokumentarfilme


Sneak-Preview: So schön sind unsere Kommunen …

Artikel vom 10. 7. 2019
Heimatfilmprojekt: Schüler drehen Dokumentarfilme
Kino-Premiere: Martin Husemann und Petra Poggenklas (beide Medienzentrum, Kreis Gütersloh), Kay Klingsieck (Sparkasse), Norbert Flaskamp (stellvertretende Bürgermeister Rheda-Wiedenbrück), Kreisdirektorin Susanne Koch, Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (Harsewinkel), Bürgermeister Klaus Besser (Steinhagen), Bürgermeister Dirk Speckmann (Borgholzhausen) und Bürgermeister Henning Schulz (Gütersloh) haben sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Premiere der Heimatfilme im Bambi-Kino angeschaut. Foto: Kreis Gütersloh
»Komm, ich zeig dir meinen Heimatort!« Beim Heimatfilmprojekt des Kreismedienzentrums Gütersloh stellen Grundschulkinder ihre Kommune in selbstgedrehten Videoclips vor. Die Kurzfilme aus Borgholzhausen, Gütersloh, Harsewinkel, Langenberg, Rheda-Wiedenbrück und Steinhagen feierten nun im Bambi-Kino auf der großen Leinwand ihre Premiere. Künftig werden sie als Dokumentationen das rote Sachbuch der Sparkassen »Unser Kreis Gütersloh« ergänzen. Die Sparkasse im Kreis Gütersloh sowie das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW fördern das zweijährige Projekt.

Während der Ritter skeptisch die Nase rümpft, nickt Graf Bernhard von Ravensberg zufrieden. Die Steinhagener Filmcrew hat den Adligen auf eine Zeitreise geschickt, sodass er bei einer Stippvisite die Dorfkirche inspizieren konnte. Die hat er nämlich vor mehr als 600 Jahren bauen lassen. »Die Kinder haben das Drehbuch für ihre Filme selber geschrieben. Dabei haben sie sich viele unterschiedliche und kreative Möglichkeiten ausgedacht, um ihre Kommune in Szene zu setzen«, erklärt Martin Husemann, Leiter des Kreismedienzentrums Gütersloh. Alte Gebäude in verschiedenen Architekturstilen erzählen lange Geschichten aus vergangenen Epochen, sodass es für den Grafen, seine Zeitgenossen aus den Nachbarkommunen sowie die Schülerinnen und Schüler der Grundschulen einiges zu entdecken gibt. Wie setzen sich eigentlich die Wappen zusammen? Und wie haben die Leute früher gelebt? Wie haben sie gearbeitet und was haben sie in ihrer Freizeit gemacht? Die Kinder nehmen ihre Zuschauer nicht nur mit auf einen historischen Rundgang, sondern zeigen auch ihre aktuellen Lieblingsorte. Dazu gehören Freibäder, Reiterhöfe und Sportplätze. Klar, dass auch die Eisdiele nicht fehlen darf.

Dabei habe jede Kommune ihre Besonderheiten und ihren eigenen Charme. Auch einige Dorfbewohner, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister verraten im Interview ihre Lieblingsplätze und -geschichten sowie kommunale Eigenarten. »Digitale Medien und vor allem der Film als Ausdrucksmittel werden immer wichtiger: Nicht nur im Alltag, sondern auch im Schulunterricht«, betont Husemann. Gemeinsam mit den Lehrkräften haben die Filmcrews die Drehbücher entwickelt und sich als Team organisiert. »Die Kinder haben viel Herzblut in ihre Projekte gesteckt und hatten eine Menge Spaß. Das merkt auch das Publikum.« Bei den Dreharbeiten haben die Schülerinnen und Schüler Unterstützung von den Kamera-Experten Dennis Böddicker, Lena Westermann und Carsten Panitz bekommen.

Am Projekt teilgenommen haben die dritten und vierten Klassen der Grundschule Eichendorff-Postdamm aus Rheda-Wiedenbrück, der Grundschule Kattenstroth, der Kardinal von Galen Schule aus Harsewinkel, des Grundschulverbundes Langenberg, der Grundschule Steinhagen und der Violenbachschule aus Borgholzhausen.

Im kommenden Jahr sind die anderen sieben Kommunen an der Reihe, sodass im roten Sachbuch dann jede Kommune im Kreisgebiet mit einem etwa zehnminütigen Dokumentarfilm vorgestellt wird. »Das Besondere an dem Projekt ist, dass Kinder ihren Altersgenossen die kommunalen Besonderheiten erklären. Damit geben die Filme einen ganz anderen Blick auf die Kommunen«, versichert Husemann. Auch für Erwachsene lohne sich der Perspektivwechsel, um die Kommunen aus Kinderaugen zu betrachten.

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