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Positive Haltung zur Digitalisierung vermitteln


Attraktive Infrastruktur für junge Menschen schaffen – zehn Stadtexperten diskutierten zur »Zukunft der Arbeit« …

Artikel vom 7. 6. 2019
Positive Haltung zur Digitalisierung vermitteln
Das erste Denklabor zur »Zukunft der Arbeit« ist ein gelungenes Experiment im Digitalen Aufbruch: Eine umfangreiche Ideensammlung ist das Ergebnis einer intensiven Diskussion.
Gütersloh (gpr). Zehn Stadtexperten und Stadtexpertinnen auf Forschungsreise in den Digitalen Aufbruch: Das erste »Denklabor« hat am Donnerstag den Kompass ausgerichtet für Projekte zur »Zukunft der Arbeit«. Unter der Leitung eines Führungstandems, bestehend aus Dr. Ursula Frank (Beckhoff Automation) und Henning Matthes (Beigeordneter für Bildung, Familie, Soziales und Sport) entwickelten sie – unterstützt von weiteren Teilnehmern – erste Schwerpunkte. Daraus soll in den weiteren Runden eine Projektliste entwickelt werden, die Vorschläge enthält, welche Weichen für eine digitale Entwicklung am Wirtschaftsstandort Gütersloh gestellt werden sollen.

Der gut dreistündige Workshop in der Stadtbibliothek, wo im Herbst der »Werkraum Digitaler Aufbruch« entstehen wird, begann mit einer kurzen Begrüßung von Bürgermeister Henning Schulz. Er beschrieb den experimentellen Ansatz der Denklabore - weitere zu den Themen Bildung und Kultur in der digitalen Welt, neue digitale Öffentlichkeit, vernetzte Mobilität und nachhaltige Lebenswelten werden in den nächsten Wochen folgen – und forderte die Stadtexperten wie die Teilnehmer auf, »Denkbarrieren aufzugeben.« Nicht IT-Expertisen seien gefragt, sondern Impulse, Alltagserfahrung und Querdenken.

Die Voraussetzungen bieten die zehn StadtexpertInnen in jeder Weise: Handwerk und Start up, Psychologin und Ingenieur, Wirtschaftsförderer, Schüler und Betriebsrätin. Sie alle stehen für unterschiedliche Perspektiven, aus denen Sie sich dem Thema »Zukunft der Arbeit« nähern. Im ersten Teil des Abends entwerfen sie ein Zukunftstableau vom Standpunkt der nächsten 20 Jahre: hochindividualisierte und komplett durchdigitalisierte Arbeitsformen, erheblich weniger Zeit für Arbeit wie wir sie heute denken, Umdenken, was den »Identifikationsfaktor Arbeit« betrifft, vollautomatisierte Produktion und Industriezweige, die komplett verschwunden sind. Oder vielleicht kommt doch alles ganz anders? Es ist ein Merkmal der Entwicklung, dass kaum jemand zu prognostizieren vermag, wie schnell und in welchem Umfang sich Wandel vollzieht. Auch das wird an diesem Abend immer wieder thematisiert.

Am Ende stehen die Vorschläge, was aus Sicht der StadtexpertInnen Vorrang haben sollte bei der Entwicklung von Maßnahmen für den Standort Gütersloh:

• Ein attraktives Umfeld für Digitalunternehmen und Start ups schaffen, um damit Netzwerke, Bindungs- und Nachzugseffekte zu generieren

• Eine positive Haltung zum Thema »Digitalisierung« und deren zentraler Bedeutung in die Bevölkerung hinein vermitteln und den Nutzen für jeden Einzelnen wie auch für die gesamte Stadtentwicklung deutlich machen

• Eine attraktive Umgebung und Infrastruktur für junge Menschen schaffen – sprich eine »Szene« und Lebensräume gestalten, die junge Menschen anzieht und hält

• Individualisiertes und lebenslanges Lernen fördern

• Die Voraussetzung dafür schaffen, dass keine Bevölkerungsgruppe von digitalen Entwicklungen abgehängt wird

Vereinbart wurde, diese Themen Schritt für Schritt weiter zu konkretisieren mit dem Ziel daraus zunächst mindestens bis zum Ende des Jahres ein konkretes Projekt zu entwickeln. Das nächste Denklabor zur »Zukunft der Arbeit« tagt am 8. Oktober.

Die übrigen Denklabor-Termine: Bildung und Kultur in der digitalen Welt (12. Juli und 20. September); Vernetzte Mobilität (28. Juni und 29. August), Neue digitale Öffentlichkeit (24. Juni und 10. September), Nachhaltige Lebenswelten (1. Juli und 29. August). Alle Denklabore tagen öffentlich. Erste Ergebnisse aus allen Laboren sollen im Rahmen des Digitalen Forums am 8. November vorgestellt werden.
Weitere Informationen: www.digitaler-aufbruch-guetersloh.de

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