Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen [mehr erfahren] Close
Gesund und Fit > Krankenkassen > Zurück

Bei Vergiftungen schnell handeln


Endlich ist es wieder warm genug für ausgiebige Spaziergänge und die Kinder können draußen toben. Die Pflanzen blühen und das Frühjahr zeigt seine bunten Farben – aber was schön aussieht, kann auch gefährlich sein …

Artikel vom 29. 5. 2019
Bei Vergiftungen schnell handeln
Foto: Barmenia
Endlich ist es wieder warm genug für ausgiebige Spaziergänge und die Kinder können draußen toben. Die Pflanzen blühen und das Frühjahr zeigt seine bunten Farben – aber was schön aussieht, kann auch gefährlich sein. Für Kinder sind Eisenhut, Engelstrompete oder Stechapfel besonders riskant. Sie erkunden die Welt, indem sie Dinge anfassen oder in den Mund nehmen – so auch Blätter, Blüten oder Beeren. Wer gemeinsam mit den Kleinen in der Natur unterwegs ist, kann ihnen zeigen, wo potenzielle Gefahren bestehen und wie sie zu vermeiden sind. Auch zu Hause gilt es ein paar Dinge zu beachten.

Zu den gefährlichen Pflanzen gehören zum Beispiel der Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt. Die Pflanze wächst bis zu vier Meter hoch und ist häufig an Weg- und Waldrändern, Flusstälern und in der Nähe von Bachläufen zu finden. Bei bloßer Berührung kommt es zu starken phototoxischen Reaktionen der Haut. »Der Saft des Riesen-Bärenklaus enthält ein Kontaktgift, das den natürlichen UV-Schutz der Haut außer Kraft setzt. Nach ungefähr einer halben Stunde im Tageslicht kommt es zu einem heftigen Juckreiz sowie Rötungen und Blasenbildungen«, erklärt Michael Wever, Bezirksdirektor der Barmenia Versicherungen Bielefeld. Wer mit der Herkulesstaude in Kontakt kommt, sollte einen schattigen Ort aufsuchen und die Stelle mit Wasser und Seife oder Spiritus abwaschen. Die Verletzungen sind nicht lebensgefährlich, führen aber zu schweren Verbrennungen zweiten Grades, die ärztlich behandelt werden müssen. Auch andere Pflanzen können besonders für die Kleinen gefährlich werden. »Wenn doch einmal ein Blatt oder eine Beere im Mund landet, sollte das Kind reichlich Wasser oder Tee trinken, um mögliche Giftstoffe zu verdünnen«, sagt Wever.

Kommt es zu Symptomen wie Erbrechen oder Schwindel, sollte ein Arzt das Kind untersuchen. Bei Störungen der Atmung, Krampfanfällen oder starken Schmerzen muss sofort die Notrufnummer 112 gewählt werden. Wichtig ist es, herauszufinden, was die Kleinen im Mund hatten oder sogar verschluckt haben. Mögliche Gefahrenquellen gibt es auch im Haushalt: Medikamente, Kosmetik und Putzmittel. Handelt es sich um ein ätzendes Produkt, sollte das Kind nicht erbrechen. Ansonsten drohen Verletzungen der Speiseröhre, indem das ätzende Mittel wieder hochkommt. Das gleiche gilt für Spülmittel, da dieses Schaum bildet, der zum Ersticken führen kann. Chemikalien und weitere potenziell gefährliche Produkte sollten immer außerhalb der Reichweite von Kindern, in höheren oder abgeschlossenen Schränken, aufbewahrt werden.

Wichtig: Die kostenlose Nummer der Giftinformationszentrale ist rund um die Uhr erreichbar. Ebenso hilfreich ist die kostenlose App »BfR-Vergiftungsunfälle« des Bundesinstituts für Risikobewertung. Hier gibt es Informationen zu gefährlichen Pflanzen, Haushaltsprodukten und Medikamenten sowie Erklärungen zu Erste-Hilfe-Maßnahmen. Im Notfall kann einfach und schnell eine Verbindung zum Giftnotruf hergestellt werden. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten Eltern den Kindern in Ruhe erklären, welche Pflanzen oder Dinge zu Hause giftig sind und auf eine kindersichere Aufbewahrung achten.

[Zurück ...]



Gesund und Fit in Gütersloh


Transparent
Transparent
Transparent
Transparent
Transparent
Transparent

Unternehmen in Gütersloh


LogoLogoLogoLogoLogoLogo
© 2000–2017 Christian Schröter AGD, Impressum