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Deutschlandweiter Protest gegen Tierversuche


In vielen deutschen Städten fanden am Samstag Demonstrationen und Mahnwachen gegen Tierversuche statt. Anlass war der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche. In Gütersloh organisierte der Verein »Achtung für Tiere« eine Menschenkette in der Innenstadt …

Artikel vom 28. 4. 2019
Deutschlandweiter Protest gegen Tierversuche
Impressionen von der Demonstration zum Tag zur Abschaffung der Tierversuche
In vielen deutschen Städten fanden am Samstag Demonstrationen und Mahnwachen gegen Tierversuche statt. Anlass war der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche. In Gütersloh organisierte der Verein »Achtung für Tiere« eine Menschenkette in der Innenstadt.

»Tiere in Laboren erleben keinen einzigen Tag der Freude. Schon ihr Dasein im Käfig bedeutet Qual, auch wenn gerade kein Versuch stattfindet«, erklärt Tierärztin und Vorsitzende von »Achtung für Tiere«, Astrid Reinke. Tierversuche stünden auch wissenschaftlich in der Kritik. »Wenn es nach den Erfolgsversprechen der Tierversuchsindustrie ginge, wäre zum Beispiel Krebs seit Jahrzehnten besiegt. Dafür, dass Tierversuchen Menschen helfen, fehlt jeder Beweis. Immer wieder sterben Menschen durch Medikamente, die im Tierversuch unschädlich waren.« Fortschritte in der Medizin würden nicht durch, sondern trotz Tierversuchen erreicht.

»Tiere werden vergiftet, zerschmettert, gelähmt, verätzt, verstrahlt, verbrannt, vergast, geköpft, infiziert, mit Elektroschocks gequält: Hunde, Pferde, Katzen, Vögel, Mäuse, Meerschweinchen, Kaninchen, Affen, Kühe, Schweine. Tierversuche sind barbarische Tierquälerei, totsicher. Sie verrohen Menschen und das ist das letzte, was diese Welt braucht,« befindet Vereinsmitglied Maik Diekmannshemke.

»Achtung für Tiere« fordert die Abschaffung von Tierversuchen und stattdessen den Ausbau tierfreier, für den Menschen relevanter Forschung. »Wir gehen ja auch nicht zum Tierarzt, wenn wir Zahnschmerzen haben«, sagt Diekmannshemke und er ist nicht allein: 40 Personen trotzten am Samstag Kälte und Regen und bildeten an der Berliner Straße eine lange Menschenkette gegen »Verbrechen an Wehrlosen«.

»Als Bürger und Steuerzahler sind wir Geldgeber der Wissenschaft, als Patienten Leidtragende der Sackgasse Tierversuch«, so Reinke. Moderne Medizin arbeite mit menschlichen Zellen und Organen, mit Mikrochips und einer ganzen Latte von tierfreien, am Menschen orientierten Methoden. »Tiere verbergen Leiden instinktiv, können sich nicht mitteilen, künstlich erzeugte Symptome Krankheiten nicht abbilden. Tiere unterscheiden sich in Lebensweise, Größe, Alter, Stoffwechsel, Widerstandsfähigkeit und vieles mehr von Menschen. Eine zentrale Eigenschaft allerdings haben die Tiere und wir Menschen gemein: Empfindungsfähigkeit. Diese Tatsache verbietet jeden Tierversuch. Nichts kann es zu einer guten Sache machen, jemanden zu quälen, der mir nichts getan hat!« Wer sich ebenfalls engagieren will, erhält Infos unter www.achtung-fuer-tiere.de

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