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Ver/liebt in Gütersloh: Aktionstage für Vielfalt


Rund um den 17. Mai …

Artikel vom 12. 4. 2019
Ver/liebt in Gütersloh: Aktionstage für Vielfalt
Die Aktionsgruppe zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter* und Trans*phobie“ lädt zu einer Reihe von Veranstaltungen und zum „Rainbowflash“ auf dem Berliner Platz ein.
»Liebe ist Liebe und Mensch ist Mensch – egal ob lesbisch, schwul, bi, trans*, inter* oder hetero«. Das ist die Überschrift des Programms zum internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter* und Trans*phobie. Nach dem Erfolg von »Gütersloh ver/liebt sich«, in den vergangenen Jahren schließen sich zum dritten Mal wieder ganz unterschiedliche Akteure zusammen, um rund um den 17. Mai ein Zeichen für vielfältige Lebens- und Liebesformen in der Stadt Gütersloh zu setzen.

Am 14. Mai beginnt die Veranstaltungsreihe mit dem Angebot von alltagspraktischen Achtsamkeitsübungen bei »Trotz Allem«. »Selbstbestimmung, Geschlechtervielfalt und Gesundheit bestimmen unsere Arbeit und dafür machen wir uns bei den Aktionstagen für Vielfalt stark", sagen Jutta Albrecht und Timon Theiß von der AWO Sexualpädagogik und Aidsprävention Gütersloh. Sie zeigen am 16. Mai den Film »Julia« über eine Transsexuelle. Danach steht die Regisseurin des Films für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

Ein Höhepunkt der Aktionstage ist der erste kleine Christopher Street Day (CSD) Güterslohs – der Pride Day. Hier heißt es am 17. Mai »Be proud – be loud«! Ab 14 Uhr beginnt auf dem Berliner Platz das Programm mit Infoständen, einem Beratungsbus, dem Frauencafé und der Comicausstellung »Ach, so ist das«. Alle Besucher*innen erwartet ein buntes Programm mit musikalischen und tänzerischen Auftritten, das von Phillip Fleiter moderiert wird. Bei einer Aktion des Arbeitskreises Jungenarbeit Kreis Gütersloh in Kooperation mit dem Jugendtreff Bauteil 5 können alle ein Zeichen für Vielfalt setzen. Am HashtagPoint des Arbeitskreises Mädchenpädagogik Stadt Gütersloh kann man sich mit einem Hashtag fotografieren lassen. Der Kreisverband SJD – Die Falken – Gütersloh bietet Kinderschminken und eine kleine Stärkung an. Zum Abschluss des Pride Days um 19:30 Uhr findet der Rainbowflash statt. Bunte Ballons mit Botschaften für Vielfalt und in diesem Jahr auch schwarze Ballons zum Gedenken an die Opfer von Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*feindlichkeit werden als sichtbares Zeichen in den Himmel steigen gelassen.

Aber auch die weiteren Veranstaltungen stehen für Offenheit: die BEFAH-Elterngruppe OWL – Bündnis der Eltern, Freunde und Angehörigen von homosexuelle oder bisexuell liebenden oder trans*lebenden Kindern lädt am 19. Mai bei Kaffee und Kuchen zum Austausch in die Weberei ein. »Auch in der heutigen Zeit erfahren unsere Kinder noch verschiedene Formen der Diskriminierung. Wir treten ein für mehr Akzeptanz und Respekt gegenüber unseren homosexuell liebenden oder trans* lebenden Kindern«, sagen Renate Lütkefedder und Heidrun Pape von der BEFAH.

Im »Roten Kino« der Jusos Gütersloh wird am 23. Mai der Film »Love, Simon« gezeigt und anschließend mit der Initiative SCHLAU Bielefeld über Homophobie in der Schule diskutiert.

Mehr über das Thema »Drag« können Jugendliche beim Workshop »History of Drag« am 24. Mai im Frei:Raum17 bzw. Queer-Treff der Falken Gütersloh erfahren.

Zum Abschluss der Aktionstage feiert die Weberei Vielfalt. Nach dem großen Erfolg der ersten queeren Party im letzten Jahr, sind alle tanzbegeisterte am 24. Mai zur »QueerBeat«-Party eingeladen.

Während der Veranstaltungswochen hängen auch in diesem Jahr wieder die Regenbogenflaggen vor dem Rathaus.

Das ganze Programm liegt in öffentlichen Einrichtungen aus und ist unter www.guetersloh.de und www.gt-verliebtsich.de zu sehen

Die Mitglieder der Aktionsgruppe stellen sich gegen jede Form von Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*feindlichkeit – in Gütersloh und überall: der Arbeitskreis Jungenarbeit Kreis Gütersloh, der Arbeitskreis Mädchenpädagogik Stadt Gütersloh, der AWO Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe, Fachdienste für Migration und Integration und die Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit, die AWO Sexualpädagogik und Aidsprävention, die BEFAH – Elterngruppe OWL – Eltern homosexueller Töchter und Söhne, die Frauenberatungsstelle Frauen für Frauen, der Frei:Raum 17/Queer-Treff, die Jungsozialisten (Jusos ), die pro familia Gütersloh, die SJD - Die Falken - KV Gütersloh und Trotz Allem e.V. und die Weberei.

Die Zentrale Öffentlichkeitsarbeit, die Kinder- und Jugendförderung, der Fachbereich Chancengleichheit, Vielfalt, Gleichstellung und Integration der Stadt Gütersloh, der KK Kriminalprävention/Opferschutz Kreispolizeibehörde Gütersloh und die Weberei unterstützen die Aktionstage.

Veranstaltungen auf einen Blick

Alltagspraktische Achtsamkeitsübungen bei Trotz Allem, Dienstag, 14. Mai 2019 17.30 bis 18.30 Uhr und 19 bis 20 Uhr, Beratungsstelle Trotz Allem, Simone Bindig

»Julia«/Filmabend mit der Regisseurin, Donnerstag, 16. Mai 2019 19.30 bis 22 Uhr, AWO Sexualpädagogik und Aidsprävention, Jutta Albrecht und Timon Theiß

Pride Day – Be proud – be loud!, Freitag, 17. Mai 2019 ab 14 Uhr, Initiative Gütersloh ver/liebt sich, Stefan Matthias Pape

Rainbowflash, Freitag, 17. Mai 2019 19.30 Uhr, Initiative Gütersloh ver/liebt sich, Initiative Gütersloh ver/liebt sich, Stefan Matthias Pape

Offenes Treffen der BEFAH-Elterngruppe OWL – Eltern homosexueller Töchter und Söhne, Sonntag, 19. Mai 2019 ab 16 Uhr, BEFAH-Bündnis der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen, Heidrun Pape

Rotes Kino – »Love, Simon« / Film + Gespräch zum Thema Homophobie in der Schule, Donnerstag, 23. Mai 2019 19.30 bis 22 Uhr, Jungsozialisten (Jusos), Matthis Haverland

History of Drag – Workshop für Jugendliche, Freitag, 24. Mai 2019 15 bis 18 Uhr, Frei:Raum17 / Queer-Treff, Kreisverband SJD – Die Falken Gütersloh

QueerBeat – Wir feiern Vielfalt, Freitag, 24. Mai 2019 22 Uhr, Die Weberei, Christian Schmidt, Jana Felmet

Hintergrund: Internationaler Tag gegen Homophobie

Vor gerade einmal 27 Jahren, am 17. Mai 1990, strich die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von der Liste der psychischen Erkrankungen. Sexuelle Minderheiten gehören zur gesellschaftlichen Vielfalt – auch in NRW, auch in Gütersloh. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind lesbisch, bisexuell oder schwul. Zudem gibt es Menschen, die sich als transsexuell, transgender oder intersexuell bezeichnen (LSBTI*). Auch noch heute werden Menschen, die sich als lesbisch, bi, trans*, inter* oder schwul definieren, weltweit Opfer von verbaler und körperlicher Gewalt, auch in Deutschland – eine häufig verdrängte Tatsache. Die Lebens- und Liebesformen, die mit all den unterschiedlichen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten einhergehen, machen die Vielfalt unserer Gesellschaft jedoch aus und bereichern sie. Es gibt zwar bereits zahlreiche Fortschritte hinsichtlich der Akzeptanz und Anerkennung vielfältiger sexueller Orientierungen und Identitäten, trotzdem ist es noch ein langer Weg zu einer bunten, gerechten und akzeptierenden Gesellschaft. Die Gütersloher Veranstaltungsreihe will dafür werben, informieren und Vielfalt demonstrieren.

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