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Kreis Gütersloh unterstützt Kommunen bei der Projekteinführung


Dorfautos nehmen Fahrt auf …

Artikel vom 12. 4. 2019
Kreis Gütersloh unterstützt Kommunen bei der Projekteinführung
Das Projekt-Team: (von links) Hans Fenkl (Stadt Rheda-Wiedenbrück), Ludger Vollenkemper (Vorsitzender des Vereins Dorf aktiv), Frank Ladwig (Dorf aktiv), Raimund Busche (Dorf aktiv) und Christopher Schmiegel (Mobilitätsmanager, Kreis Gütersloh) an den beiden Dorfautos in St. Vit. Foto: Kreis Gütersloh
Mobil im Dorf – und das ohne eigenen PKW. In St. Vit können sich die Einwohner Elektroautos leihen und sind damit kostengünstig und klimafreundlich unterwegs. Im September 2018 startete das Pilotprojekt »Dorfauto« im Rheda-Wiedenbrücker Stadtteil. Das Konzept läuft so gut, dass bereits weitere Kommunen inner- und außerhalb des Kreisgebietes darauf aufmerksam geworden sind. Um sie bei der Umsetzung des Projektes zu unterstützen, hat Christopher Schmiegel, Mobilitätsmanager des Kreises Gütersloh, einen Leitfaden als Hilfestellung verfasst.

»Die beiden Dorfautos in St. Vit sind ein gutes Beispiel dafür, wie man mit passgenauen Lösungen die Mobilität der Menschen verbessern kann«, sagt Schmiegel. Gemeinsam mit der Stadt Rheda-Wiedenbrück und den Mitgliedern des Vereines »Dorf aktiv« hat der Kreis Gütersloh das Pilotprojekt für den Rheda-Wiedenbrücker Stadtteil ausgelegt.

Das Konzept ist einfach: Wer die beiden Autos nutzen möchte, muss sich in dem Dorfverein registrieren – das geht auch gemeinschaftlich als Familie. Momentan gibt es 22 Accounts mit rund 50 Nutzern. »Das Feedback ist sehr positiv und die Wagen werden in der Regel täglich gebucht«, sagt Ludger Vollenkemper, Vereinsvorsitzender. Ob zum Einkaufen, zu Arztterminen oder für Familienbesuche – dank der beiden Dorfautos können auch Bürgerinnen und Bürger ohne eigenes Fahrzeug bequem ihre Erledigungen tätigen. Das Projekt schütze dabei nicht nur die Umwelt, sondern auch das Portemonnaie. Vollenkemper: »Einige Familien konnten dadurch bereits auf ihren Zweitwagen verzichten und so natürlich eine Menge Geld sparen.« Der Jahresbeitrag für die Nutzungsrechte liegt für Einzelpersonen bei 70, für Familien bei 90 Euro. Für jede gemietete Stunde zahlen die Fahrer 3,50 Euro.

Damit auch ältere Leute, die sich nicht selber hinter das Lenkrad setzen möchten oder können, von dem Konzept profitieren, soll es künftig einen ehrenamtlichen Fahrdienst geben.

»Das Projekt hätte kaum besser laufen können und hat definitiv Vorbildcharakter. Unser Ziel ist es nun, auch andere Kommunen bei der Umsetzung solcher Vorhaben zu unterstützen«, erklärt Schmiegel. An Interessenten mangelt es dabei nicht. Der Leitfaden stelle dabei ein Konstrukt zur Orientierung dar, sei aber keine gesetzte Anleitung. »Keine Kommune ist wie die andere und bei der Einführung muss man vieles im Vorfeld bedenken, wie beispielsweise die örtlichen Begebenheiten oder die Abdeckung durch den öffentlichen Nahverkehr. Damit das Projekt Dorfauto funktioniert, sollte es auf den konkreten Bedarf abgestimmt werden«, fasst Schmiegel zusammen.

Interessierte Kommunen und Kreise können sich bei Schmiegel unter Telefon (05241) 85-2764 oder per E-Mail Christopher.Schmiegel@gt-net.de melden.

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