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Libanon on Stage bringt Faust nach Gütersloh


Diese Inszenierung beweist, Klassiker können äußerst unterhaltsam sein. Libanon on Stage, das Benefiztheater der Gemeinschaft junger Malteser, führt »Faust – der Tragödie erster Teil« von Johann Wolfgang von Goethe auf …

Artikel vom 9. 4. 2019
Libanon on Stage bringt Faust nach Gütersloh
Beim Osterspaziergang treffen Dr. Faust und Wagner, sein Schüler und wissenschaftlicher Gehilfe, auf Menschen aus der Umgebung. 
Foto: Dominik Graf von Brühl/Gemeinschaft junger Malteser
Diese Inszenierung beweist, Klassiker können äußerst unterhaltsam sein. Libanon on Stage, das Benefiztheater der Gemeinschaft junger Malteser, führt »Faust – der Tragödie erster Teil« von Johann Wolfgang von Goethe auf. Am Sonntag, 14. April, um 19 Uhr gastieren die Malteser im Theater Gütersloh – zum zweiten Mal nach 2011. Mit dem Auftritt ermöglichen sie, gemeinsam mit weiteren Förderern, eine Verbesserung der Lebensumstände von Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung im Libanon. Die Erlöse werden komplett zur Finanzierung des Hilfsprojektes verwendet. Tickets sind online unter www.libanon-on-stage.de erhältlich sowie an der Abendkasse im Theater.

Regisseur Severin von Hoensbroech und das Malteser-Ensemble stehen für die moderne, unkonventionelle Interpretation klassischer Werke. Etwa 45 Mitwirkende sind an der diesjährigen Aufführung beteiligt. Freiwillige Helfer organisieren die Auftritte an den Spielorten – neben Gütersloh sind das 2019 Berlin, Frankfurt, Habitzheim bei Darmstadt, Kronberg im Taunus und Wien. Seit 2005 studiert das Team jedes Jahr ein Theaterstück ein. Für eine intensive Probenwoche auf dem Bio-Bauernhof Habitzheim reisen die Darsteller aus ganz Deutschland an. Auch die Kostüme und Requisiten entwerfen und fertigen sie selbst. Wegen der großen Nachfrage wird mit Faust erstmals ein Stück aus dem Vorjahr erneut aufgeführt.

Vielseitiges Engagement für das Libanonprojekt

Seit 1998 fahren jedes Jahr etwa 70 junge Erwachsene in den Libanon, um dort mit geistig und körperlich schwer behinderten Menschen eine gemeinsame Woche zu verbringen. Aus Heimen rund um die Hauptstadt Beirut werden die Menschen mit Behinderung in das libanesische Bergdorf Chabrough gebracht, wo die deutschen Volontäre sie erwarten. In diesen Sommercamps erfahren die Gäste liebevolle Zuwendung und persönliche Betreuung in einer Eins-zu-Eins-Bindung zwischen Volontär und Schützling. Die Wünsche und Interessen der behinderten Gäste stehen im Vordergrund. Das ermöglicht den Aufbau einer echten Beziehung und führt oft zu dauerhaften Freundschaften.

Für die Gäste ist diese Ferienwoche eine wichtige Abwechslung zu ihrem meist tristen Alltag im Heim. Denn die Arbeit mit behinderten Menschen wird im Land kaum unterstützt und die Standardbetreuung dort ist nicht mit europäischen Verhältnissen vergleichbar. Es fehlt an den nötigsten Mitteln, so dass wegen dramatischer Personal- und Materialengpässe oft nur die Unterbringung und Ernährung geleistet werden können. Gemeinschaftsaktivitäten, fürsorgliche Betreuung oder gar Förderung kennen viele Bewohner gar nicht.

Hilfen für die Heimbewohner auch im Alltag

Um die Lebensbedingungen ihrer Schützlinge auch im Alltag zu verbessern, organisieren die jungen Helfer mittlerweile zahlreiche weitere Aktivitäten und Initiativen. Dabei schaffen sie zum Beispiel Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation in den Heimen, ermöglichen Therapien und Schulbesuche und organisieren ein freiwilliges soziales Halbjahr für junge Erwachsene im Libanon. Für diese Aktionen benötigen sie trotz der Unterstützung durch den Malteserorden und private Spender weitere finanzielle Mittel.

»Ich finde es großartig, wenn sich junge Menschen nachhaltig für andere engagieren«, sagt Dr. Reinhard Zinkann, Geschäftsführender Gesellschafter der Miele Gruppe. Aufmerksam geworden ist Zinkann auf die Gemeinschaft junger Malteser im Jahr 2008, als sie für das Libanonprojekt von der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL) mit dem Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet wurde. Er ist selbst Mitglied des Malteserordens, Mitbegründer der Libanonstiftung und als aktiver Helfer regelmäßig im Libanon vor Ort. Jeder, der von so einem Einsatz zurückkomme, bleibe dabei und wolle erneut dorthin, so Zinkann. Und: »Gerade solche kleinen Signale der Zuwendung und menschlichen Wärme tragen dazu bei, dass Hoffnung und Versöhnung entstehen in einer ansonsten krisengeschüttelten Region.« Auch der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) würdigte das Libanonprojekt 2010 mit der »Goldenen Victoria für soziales Engagement«.

Förderer und Sponsoren aus der Region

Für die Aufführung stellt das Theater Gütersloh die Räume kostenfrei zur Verfügung, und auch zahlreiche Unternehmen aus der Region unterstützen das Projekt als Sponsoren: Beckhoff, Beresa, Böllhoff, Deutsche Bahn, Gehring & Bunte, Goldbeck, Gütersloher Brauhaus, Miele, Nobilia, Parkhotel, Schenke, Sparkasse Gütersloh-Rietberg, Stadtwerke Gütersloh, tecis Finanzdienstleistungen und Volksbank Bielefeld-Gütersloh.

Die Organisatoren und das Team danken allen Sponsoren und Helfern, darunter auch dem Malteser Hilfsdienst Gütersloh. Mit ihrem Einsatz ermöglichen alle Beteiligten, dass die Einnahmen aus dem Kartenverkauf komplett dem Hilfsprojekt zugutekommen.

Weitere Informationen zum Projekt unter 
www.libanonprojekt.de und www.libanon-on-stage.de

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