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Tierschutz auf Europas größter Bildungsmesse


Der Verein »Achtung für Tiere« bei der »didacta« …

Artikel vom 4. 3. 2019
Tierschutz auf Europas größter Bildungsmesse
Impressionen von der didacta 2019 in Köln.
»Im Rahmen meines Lehramtsstudiums lernte ich die Bildungsmesse ›didacta‹ kennen«, berichtet Astrid Reinke, Tierschutzpädagogin und Vorsitzende von »Achtung für Tiere«. »Mich schockierten damals die gigantischen Aufbauten und das Werbematerial der Schweine-, Geflügel- und Milchindustrie, von Jägern und Anglern. Unabhängige Tierschutzinformationen suchte ich hingegen vergeblich.«

»Achtung für Tiere« leistete deshalb im vergangenen Februar einen Kraftakt, um selbst an der Bildungsmesse in Köln teilzunehmen und zu zeigen: Tierschutz gehört zwingend in die Bildung, denn diejenigen, die vom Tierleid profitieren, sind längst da und wirken in Schulbüchern und anderem Unterrichtsmaterial. Der Tierschutzverein präsentierte von Profit unabhängige Informationen zum Tierschutzunterricht und von Tierärzten, Ethikern und Pädagogen erstelltes Unterrichtsmaterial zur Realität der Lebenswelt von Tieren. Das Interesse aus der kritischen Lehrerschaft war ermutigend groß. Viele Besucherinnen und Besucher äußerten sich regelrecht erleichtert: »Endlich setzt jemand der Landwirtschafts- und Jägerlobby etwas entgegen! Danke, dass Sie hier sind!«

»Unser Stand war winzig, unser Antrag auf Ermäßigung als gemeinnützige Organisation war zuvor abgelehnt worden. Zu den rund 6.000 Euro Messekosten kamen erhebliche Ausgaben für Standmaterial, Fahrtkosten sowie Unterkünfte für insgesamt zehn Personen an sechs Tagen hinzu und die Tierversorgung zu Hause musste für die Woche umorganisiert werden«, erläutert Reinke. Direkt gegenüber befand sich auf mehreren hundert Quadratmetern ein imposanter Verbund von Interessenvertretern der Tierproduktion, von Jagd- und Angelverbänden. Werbung mit Überschriften wie »Einblicke in die Tierhaltung« oder »Lernort Natur« klingen neutral und nach Transparenz. In Wirklichkeit jedoch werden viele Fakten, die Lernende wissen müssen, um ethische Entscheidungen für oder gegen Tierleid treffen zu können, verschwiegen. Das Jägerprojekt »Lernort Natur« kommt als spannende Erlebnispädagogik daher. Wie viel Angst, Qual und letztendlich Tod die Jagd Tieren bringt, vermittelt es hingegen nicht. »Lernort Bauernhof« lockt mit süßen Ferkeln im Arm von Kindern, tatsächlich jedoch sieht die Realität anders aus: Schweinemütter werden in winzige Gestelle eingezwängt, in denen sie nichts machen können, was ihr Leben lebenswert macht – nicht einmal kratzen können sie sich und ihren Söhnen reißt man ohne Betäubung die Hoden aus dem Leib. Masthühner und Puten müssen in Rekordzeit wachsen, was oft zu schwerwiegenden Verformungen und schlimmen Gelenkentzündungen führt. Kuhmütter rufen verzweifelt nach ihren Säuglingen, die ihnen weggenommen und einzeln in Käfige gesperrt werden. Lehrkräfte und Lernende würden geschickt getäuscht, so Tierärztin Astrid Reinke.

»Wir bitten Lehrkräfte in der Region um Zusammenarbeit, wenn ihnen eigeninteressengeleitete Einwirkungen auf Lernende unter anderem durch Tierwirtschaft und Jagd ebenso unangenehm aufstoßen wie uns. Es liegt in der Verantwortung des Bildungssystems einer aufgeklärten Demokratie, dass Lernende nicht von klein auf an einen hoch umstrittenen Umgang mit empfindsamen Wesen adaptiert werden und sich das Leid der Tiere nicht selbst erschließen können«, argumentiert Reinke. Interessierte Lehrkräfte können Kontakt aufnehmen unter Telefon (0152) 27199234 oder info@achtung-fuer-tiere.de

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