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Ein Herz von Herzen



Kolping-Bezirk Wiedenbrück übergibt 2.000. selbstgenähtes Kissen für Brustkrebspatientinnen …

Artikel vom 20. 2. 2019
Ein Herz von Herzen
Ein Teil des Teams vom Kolping-Bezirk Wiedenbrück übergab kürzlich das 2.000. Herzkissen an das Kooperative Brustzentrum Gütersloh (von links): Margret Lüers, Maria Steinberg, Dr. Johannes Middelanis (Sankt Elisabeth Hospital), Peter Johann-Vorderbrüggen, Dr. Wencke Ruhwedel (Klinikum Gütersloh), Martina Gausemeier, Gaby Rofallski und Helma Pohlmann.
Sie haben ein Herz für Frauen mit Brustkrebs – und das nicht nur im übertragenen Sinne, sondern ganz wörtlich: 18 Frauen und Männer des Kolping-Bezirks Wiedenbrück unterstützen seit mittlerweile über sechs Jahren Patientinnen des Kooperativen Brustzentrums Gütersloh mit selbstgenähten Kissen in Herzform. Nun wurde das 2000. Kissen übergeben.

Die farbenfrohen Herzkissen sind nicht nur Seelentröster und Mutmacher in der schweren Zeit nach der Diagnose Brustkrebs, sondern durch ihre Form auch ein nützlicher Begleiter: »Das Kissen kann mit der Spitze nach unten in die Achselhöhle gelegt werden. Durch die extra langen ›Ohren‹ der Herzen können die Patientinnen so unangenehme Druck- und Narbenschmerzen nach einer Operation lindern. Außerdem entlastet es die Lymphabflussbahnen in der Achselhöhle und bietet eine angenehme Liegeposition«, erläutert Dr. Johannes Middelanis, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Sankt-Elisabeth-Hospital.

Jede Frau, die im Klinikum Gütersloh oder im Sankt-Elisabeth-Hospital im Rahmen des Kooperativen Brustzentrums Gütersloh operiert wird, bekommt dieses spezielle Kissen geschenkt. Die Dankbarkeit für diese Geste sei groß, berichtet Dr. Wencke Ruhwedel, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Klinikum Gütersloh: »Neben dem praktischen Nutzen ist das Herzkissen auch ein Zeichen der Solidarität und der seelischen Unterstützung unserer Brustkrebs-Patientinnen. Wir bekommen sehr viele positive Rückmeldungen von Patientinnen, die sich freuen, dass jemand an sie denkt und ihnen mit den farbenfrohen Kissen Hoffnung spendet.«

Diese Resonanz freut auch Gaby Rofallski, die mit ihren Mitstreitern regelmäßig neue Kissen für die beiden Krankenhäuser anfertigt: »Die Hüllen werden von uns zunächst zu Hause zugeschnitten und genäht. Anschließend treffen wir uns, um die Kissen gemeinsam mit waschbarer Füllwatte auszustopfen, zuzunähen und mit einem Grußkärtchen des Kolping-Bezirks zu versehen. Rund 100 Herzen schaffen wir bei solch einem Treffen.« Die Arbeitsleistung erfolgt ehrenamtlich, die Stoffe und die Kissenfüllung werden durch Spenden finanziert. Das Team des Kolping-Bezirks Wiedenbrück freut sich jederzeit über Spenden, um weiteren Patientinnen ein Herzkissen schenken zu können. Weitere Informationen gibt es bei Gaby Rofallski per E-Mail an brofallski@arcor.de oder telefonisch unter (05241) 73529.

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