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Die Angst vorm Lebensretter nehmen


Förderverein spendet dem Klinikum Gütersloh zwei automatische externe Defibrillatoren für Schulungszwecke …

Artikel vom 8. 2. 2019
Die Angst vorm Lebensretter nehmen
Präsentieren die neuen automatischen externen Defibrillatoren (von links): Dr. Wiebke Lubahn (Oberärztin in der Klinik für Innere Medizin I – Kardiologie), Prof. Dr. Heinrich Ditter (Vorstandsmitglied im Förderverein), Daniela Richter (Fachgesundheits- und Krankenpflegerin auf der Internistischen Intensivstation), Maria Unger (Vorsitzende des Fördervereins) und Luis Bonberg (Gesundheits- und Krankenpfleger auf der Operativen Intensivstation)
Gütersloh (kgp). Hand aufs Herz: Wüssten Sie, was zu tun ist, wenn ein Mensch zum Beispiel einen Herzinfarkt erleidet und dabei lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen hat und Sie eine Wiederbelebung durchführen müssten? Jedem ist klar, dass in solch einer Situation sofortige Hilfe Leben retten kann – und doch scheuen sich viele, die notwendigen Maßnahmen anzuwenden. Seit 2010 gibt es im Klinikum Gütersloh deshalb die regelmäßige kostenlose Schulung »Hand aufs Herz«: In kleinen Gruppen wird hier die Herz-Lungen-Wiederbelebung unter fachlicher Anleitung von Ärzten und Pflegepersonal erklärt und geübt. Doch nicht nur die manuelle Reanimation kann einstudiert werden: Um Berührungsängste abzubauen, sollte auch der Umgang mit einem automatischen externen Defibrillator (kurz AED) ausprobiert werden. Aus diesem Grund hat der Verein der Freunde in Förderer des Klinikum Gütersloh kürzlich zwei AEDs gespendet, die zukünftig im Rahmen der Schulung »Hand aufs Herz« eingesetzt werden.

»Ein automatischer externer Defibrillator kommt zum Einsatz, um ein aus dem Takt geratenes, viel zu schnell schlagendes oder flimmerndes Herz durch einen Stromimpuls wieder zum Schlagen zu bringen«, erläutert Prof. Dr. Heinrich Ditter, Vorstandsmitglied im Förderverein und ehemaliger Chefarzt der Kardiologie im Klinikum Gütersloh. »Inzwischen hängen sie an vielen Stellen im öffentlichen Raum, um im Notfall schnell verfügbar zu sein. Doch ein Gerät, das mit Stromstößen arbeitet, flößt Laien oft zu viel Respekt ein. Diese Angst möchten wir nehmen.« Zwei AEDs wurden deshalb aus Mitteln des Fördervereins angeschafft: Ein Demomodell für die Schulung von Laien und ein funktionsfähiger AED für die Kurse für medizinisches Personal. Insgesamt rund 4.000 Euro hat der Förderverein dafür in die Hand genommen.

»Lebensrettende Geräte können nur dann Leben retten, wenn sie auch benutzt werden. Doch was nutzt der beste Defibrillator an zentraler Stelle, wenn sich niemand die Bedienung zutraut? Wer einmal einen Defibrillator ausprobiert hat, verliert automatisch die Scheu und wird im Ernstfall sicher nach dem Gerät greifen und helfen«, erläutert Maria Unger, Vorsitzende des Fördervereins, die Beweggründe für die Spende. Dabei ist die Handhabung eines AEDs eigentlich ganz einfach, weiß Dr. Wiebke Lubahn, die die »Hand aufs Herz«-Schulungen gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern aus dem Klinikum Gütersloh durchführt: »Ob und wann der Defibrillator zum Einsatz kommt, erfährt der Nutzer über die Anweisungen des Geräts per Lautsprecher. Alle Schritte werden angesagt und auf dem Display angezeigt. Falsch machen kann man da nichts. Man muss nur den Mut haben, es zu bedienen.«

Herzinfarkte und lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen sind immer ein Wettkampf gegen die Zeit, bei dem jede Sekunde zählt: Jede lebensrettende Sofortmaßnahme hilft dem Betroffenen bis zum Eintreffen des Notarztes und erhöht so die Überlebenschance: »Pro Minute, in der nichts getan wird, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um zehn Prozent«, macht Prof. Dr. Ditter deutlich. »Deshalb gilt: Alles ist besser, als gar nichts zu tun.«

Die Schulungen »Hand aufs Herz« finden einmal im Monat statt und sind kostenlos. Der nächste Kurs findet am Dienstag, 05. März statt. Anmeldungen nimmt das Sekretariat der Pflegedirektion unter pflegedirektion@klinikum-guetersloh.de oder unter Telefon (05241) 83-25102 entgegen. Weitere Termine für 2019 sind im Internet zu finden: www.klinikum-guetersloh.de

»Verein der Freunde und Förderer des Klinikum Gütersloh«

Der Verein der Freunde und Förderer des Klinikum Gütersloh hat es sich zum Ziel gesetzt, Anschaffungen und Maßnahmen im Klinikum Gütersloh zu fördern, die über das Krankenhausbudget hinausgehen. Dazu kann zum Beispiel die Beschaffung von Geräten zur Diagnostik und Therapie von Patienten des Klinikums oder von Hilfsmitteln zur Erleichterung der Pflegearbeit zählen. Auch Maßnahmen, die die fachliche Qualifikation von Ärzten, Pflegekräften und sonstigen an der Betreuung der Patienten beteiligten Mitarbeitern fördern, werden finanziell unterstützt. Außerdem können bauliche Maßnahmen zur Gestaltung von patientennahen Bereichen sowie nicht oder nicht-ausreichend refinanzierte sonstige Angebote für Patienten und Mitarbeiter des Klinikums gefördert werden. Der geschäftsführende Vorstand des Vereins ist mit Maria Unger (ehemalige Gütersloher Bürgermeisterin; Vorsitzende), Dr. Siegfried Luther (ehemaliger Finanzvorstand der Bertelsmann AG; stellvertretender Vorsitzender) und Jörg Hoffend (ehemaliger Vorstand der Sparkasse Gütersloh; Schatzmeister) besetzt. Dem erweiterten Vorstand gehören Annette Kornblum, Hans-Dieter Hucke sowie die beiden pensionierten Chefärzte Dr. Joachim Hulde und Prof. Dr. Heinrich Ditter an.

»Jede Person, aber auch Firmen können sich im Förderverein mit einer Mitgliedschaft oder einer Spende für das Klinikum Gütersloh engagieren«, wirbt Vorsitzende Maria Unger. »Der Mindestbeitrag für die Mitgliedschaft liegt bei 30 Euro pro Jahr, doch auch eine höhere Zuwendung ist möglich.« Weitere Informationen gibt es im Internet unter 
www.klinikum-guetersloh.de/foerderverein

Kontakt

Verein der Freunde und Förderer des Klinikum Gütersloh
Maria Unger, Vorsitzende


Reckenberger Straße 19


33332 Gütersloh

E-Mail: foerderverein@klinikum-guetersloh.de


Telefon (05241) 83 29002


IBAN: DE06 4785 0065 0000 4404 04


BIC: WELADED1GTL

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